Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


ja

Titel


Three Essays on Economic Crises, Inequality, and Political Behavior

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Liesch, Roman

Unter Mitarbeit von


Bechtel, Michael (Prof. Dr.); Scheve, Kenneth F. (Prof.)

Geburtsdatum


31.10.1986

Geburtsort


Chur

Matrikelnummer


07715519

Schlagwörter (GND)


Politische Ökonomie; Politisches Verhalten; Ungleichheit; Politische Reform

DDC (Dewey Decimal Classification)


Politik - 320

Freie Stichwörter (deutsch)


Präferenzbildung; Umfrage; Umfrageexperiment; Wirtschaftskrise; Politisches Vertrauen; Experiment

Freie Stichwörter (englisch)


Preference formation; Survey; Survey experiment; Economic crisis; Political trust

Kurzfassung


Die akademische Literatur liefert zahlreiche Beispiele dafür, wie Konflikte bezüglich der Verteilung von Ressourcen Wahlen, politische Präferenzen sowie Handeln und somit auch das politische Alltagsgeschehen beeinflussen. Die vorliegende Dissertation untersucht solche Prozesse und illustriert anhand dreier Beispiele wie bestehende theoretische Modelle und neuere Ideen auf die Analyse politischen Verhaltens angewendet werden können. Das erste Kapitel zeigt mit Daten aus vielen Mitgliedsländern der Europäischen Union, dass schlechte ökonomische Performanz und insbesondere steigende Arbeitslosigkeit negativ mit Vertrauen in politische Institutionen korreliert. Dies basiert auf der Idee, dass mit der Wirtschaft unzufriedene Bürgerinnen und Bürger den Institutionen das Vertrauen entziehen. Weitere, tiefer gehende Analysen anhand des Beispiels von Spanien zeigen, dass ein massiver Einbruch der Wirtschaft das Vertrauen in repräsentative politische Institutionen stark unterminiert.
Das zweite Kapitel analysiert, wie der Effekt von Politikreformen auf die Einkommen verschiedener Gruppen deren Akzeptanz in der Bevölkerung beeinflusst. Anhand eines neuen, repräsentativen Conjoint-Experiments in den USA wird gezeigt, dass sehr wichtig ist, wie Reformen das eigene Einkommen beeinflussen, Bürgerinnen und Bürger aber durchaus auch darauf achten, wie sich das Durchschnittseinkommen aufgrund einer Reform ändern würde. Weitere Analysen legen nahe, dass dies wohl damit zu tun hat, dass die amerikanische Bevölkerung auch das Wohl der Armen in die Entscheidung miteinbezieht, ob sie eine vorgeschlagene Reform gutheisst oder nicht. Das letzte Kapitel geht der Frage auf den Grund, ob und was Individuen gegen Ungleichheit unternehmen. Daten neuer, repräsentativer Experimente in den USA und Deutschland, welche die Ungleichheit zwischen zwei Personen variieren, zeigen, dass Individuen Ungleichheit nicht komplett ausmerzen. Die aus diesen Ungleichheitsszenarien gewonnen Daten werden dann verwendet um Individuen zu klassifizieren. Diese Typologie hilft dabei vorherzusagen, welche Individuen Politikmassnahmen zur Verminderung von Ungleichheit unterstützen.
Diese Dissertation trägt somit zur wissenschaftlichen Literatur der politischen Verhaltensforschung bei und illustriert die Wichtigkeit ökonomischer Faktoren für die politische Willensbildung und Einstellungen.

Kurzfassung (englisch)


The academic literature offers various examples of how conflict over the distribution of resources influences elections, political preferences, and mass political action and as a consequence also everyday politics. The present dissertation explores such processes and illustrates with three examples how established theoretical models and newer ideas can be used to analyze political behavior.
The first chapter uses data from many European Union member countries and shows that bad economic performance and especially rising unemployment correlates with lower levels of trust in political institutions. The theoretical model suggests that citizens, who are disappointed with the economy, reduce trust in political institutions. Further, more thorough analyses using the example of Spain show that a massive economic downturn heavily undermines the rustworthiness of representative political institutions.
The second chapter analyzes how the income effects of policy reforms influence support for reform in the population. Data from a novel conjoint experiment in the United States shows that it matters how reforms influence one's own income. However, citizens also take into account how such reforms affect the average income. Further analyses suggest that this effect likely stems from American citizen's concern for how policy reforms influence the welfare of the poorest. The last contribution explores the question of what individuals do if they face inequality. Using data from a novel representative survey in the United States and Germany, which varies the randomly assigned inequality between two individuals, shows that they only incompletely equalize payoffs. We classify subjects based on their behavioral responses to inequality and find that the resulting typology helps predict which individuals support real-world policy interventions such as taxing the rich and welfare transfers to the poor.
This dissertation thus contributes to the academic literature on political behavior and illustrates the importance of economic factors for political decisionmaking processes and public opinion.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Bechtel, Michael (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Hodler, Roland (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee


De Vries, Catherine E. (Prof.)

Fachgebiet


International Affairs and Political Economy (DIA)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


18.09.2017

Erstellungsjahr (yyyy)


2017

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4677

Quelle



PDF-File


dis4677.pdf

Dokumentverknüpfung


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letzte Änderung: 09/19/2017 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]