Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


ja

Titel


Federalism, Direct Democracy, and the Expansion of the Welfare State : Social Policy Development in the Swiss Cantons 1930-2000

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Walter, André

Unter Mitarbeit von



Geburtsdatum


13.05.1986

Geburtsort



Matrikelnummer


10739084

Schlagwörter (GND)


Schweiz; Sozialpolitik; Vergleichende politische Wissenschaft; Sozialleistungen; Föderalismus; Direkte Demokratie

DDC (Dewey Decimal Classification)


Sozialwissenschaften - 300

Freie Stichwörter (deutsch)


Vergleichende Politikwissenschaft

Freie Stichwörter (englisch)



Kurzfassung


Die vorliegende Dissertation untersucht, wie sich Wohlfahrtsstaaten in der Gegenwart von föderalstaatlichen und direktdemokratischen Institutionen entwickeln. Die bisherige Forschung betont, dass die Verteilung politischer Autorität auf verschiedene horizontale Ebenen sowie direktdemokratische Instrumente signifikante Barrieren für die Ausweitung sozialer Sicherheit darstellen. Die Beiträge der Dissertation hingegen untersuchen, unter welchen Bedingungen Föderalismus und Direkte Demokratie zur Entwicklung des Wohlfahrtsstaates förderlich sind. Auf Basis von Daten der Schweizer Kantone werden zwei Beiträge gemacht. Die Dissertation hebt erstens hervor, dass das Wachstum und die Konvergenz von öffentlichen Sozialausgaben von innerstaatlicher Migration und der Kostenverteilung für Sozialhilfe zwischen subnationalen Einheiten abhängig ist. Zudem wird das Argument erweitert, indem gezeigt wird, dass zwischenstaatliche Kooperation und Migration zur Verbreitung privater Versicherungsdeckung beitragen. Die Dissertation stellt zweitens heraus, dass Wähler Direkte Demokratie in Reaktion zum Ausgabeverhalten von Koalitionsregierungen einsetzen. Abhängig von der Bereitstellung von Sozialleistungen durch gewählte Gesetzgeber wird direkte Demokratie entweder zur Ausweitung oder Beschränkung des Wachstums von Sozialabgaben eingesetzt. Somit leistet die Dissertation eine Reihe von Beiträgen. Sie fordert die "Race to the Bottom"-Literatur heraus, indem eine neues Argument über die Reaktion von Staaten auf Abwanderung in Bezug auf die Bereitstellung von Sozialausgaben unter verschiedenen institutionellen Rahmen gemacht wird. Durch das Aufzeigen wie interkantonale Kooperation und Migration die Entwicklung eines privaten Versicherungssystems beeinflussen, wird zudem ein bisher stark vernachlässigtes Thema aufgegriffen. Weiterhin wird gezeigt, wie der Einsatz von direktdemokratischen Instrumenten im systematischen Zusammenhang mit dem Verhalten von Koalitionsregierungen steht. Die Dissertation betont folglich, dass Föderalismus und Direkte Demokratie keine Hindernisse sind, die überwunden werden müssen, um Wohlfahrtsstaatsentwicklung zu begünstigen, sondern aktiv zur Ausweitung von Sozialer Sicherheit beitragen können.

Kurzfassung (englisch)


The dissertation investigates how the welfare state evolves in the presence of federal and direct democratic institutions. Previous research has stressed that the dispersion of political authority across different tiers of government as well as direct democratic instruments constitute significant barriers against the expansion of social security. In contrast, the articles of the dissertation examine the conditions under which federalism and direct democracy contribute to the development of the welfare state. Drawing on evidence from the Swiss cantons, two contributions are made. First, the dissertation highlights that the growth and convergence of public social expenditure is dependent on internal migration patterns and the cost distribution of social assistance across sub-national jurisdictions. In addition, the argument is extended by showing that intercantonal cooperation and migration contribute to the expansion of private insurance coverage. Second, the dissertation demonstrates that voters employ direct democracy in reaction to the spending behavior of coalition governments. Depending on the supply of social benefits by elected legislators, direct democracy is either utilized to expand or constrain the growth of social expenditure. As a result, the dissertation makes a number of contributions. It challenges the race to the bottom literature by forwarding a novel argument about response of states to outward migration with regard to the provision of social expenditure under different institutional settings. In addition, by showing how intercantonal cooperation and migration affect the development of a private insurance system, it addresses a topic that has been largely neglected in the literature. Moreover, it demonstrates how the use of direct democratic instruments is systematically linked to the behavior of coalition governments. In conclusion, the dissertation emphasizes that federalism and direct democracy are not obstacles that have to be overcome to foster welfare state development but can be used to expand social security.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Emmenegger, Patrick (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Obinger, Herbert (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee


Leimgruber, Matthieu (Prof. Dr.)

Fachgebiet


International Affairs and Political Economy (DIA)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


19.02.2018

Erstellungsjahr (yyyy)


2018

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4738

Quelle



PDF-File


dis4738.pdf

Dokumentverknüpfung


Link zu diesem Dokument







letzte Änderung: 05/29/2018 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]