Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


ja

Titel


Voting and Legislation in Direct Democracies

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Marti, Christian

Unter Mitarbeit von


Bütler, Monika (Prof. Dr.); Hofer, Katharina (Dr.)

Geburtsdatum


23.08.1983

Geburtsort



Matrikelnummer


02714228

Schlagwörter (GND)


Schweiz; Direkte Demokratie; Volksabstimmung; Wahlbeteiligung; Gesetzgebung

DDC (Dewey Decimal Classification)


Sozialwissenschaften - 300

Freie Stichwörter (deutsch)



Freie Stichwörter (englisch)


Popular Votes; Direct Democracy; Voter Turnout; Legislation

Kurzfassung


Die vorliegende Dissertation besteht aus drei wissenschaftlichen Artikeln zum Thema Abstimmungen und Gesetzgebung in direkten Demokratien. Kapitel 2 untersucht den Effekt von direkter Demokratie auf Beteiligung an Wahlen und Abstimmungen. Aktivierende Effekte erhöhen die Beteiligung, die Ermüdung der Wahler und die reduzierte Bedeutung gewählter Politiker senken sie. Ich untersuche, inwiefern das Vorhandensein von subnationalen direktdemokratischen Vorlagen die Beteiligung an nationalen Initiativ- und Referendumsabstimmungen sowie Wahlen beeinflussen. Die Resultate zeigen, dass kantonale direkte Demokratie die Beteiligung an Initiativ- und Referendumsabstimmungen am gleichen Tag, aber nicht längerfristig erhöht, während bei Wahlen die Beteiligung längerfristig reduziert wird. Dies deutet darauf hin, dass die reduzierte Bedeutung gewählter Politiker für den negativen Effekt der direkten Demokratie auf die Beteiligung an Wahlen verantwortlich ist, da der Effekt für Initiativ- und Referendumsabstimmungen ausgeglichen ist. Kapitel 3 untersucht, ob die Zahl der gesammelten Unterschriften sich auf die Wahrscheinlichkeit, dass eine Initiative zu einer Politikänderung führt, auswirkt. Je eher eine Initiative als Bedrohung für den status quo gesehen wird, desto eher wird ein Gegenvorschlag gemacht. Die Voraussagen eines Modells des Initiativprozesses als sequentielles Spiel unter Unsicherheit werden mit einem Datensatz aller Schweizer Initiativen von 1891 bis 2010 getestet. Insgesamt werden die Modellmechanismen durch die Empirie bestätigt. Reformen sind am Wahrscheinlichsten nach einem Gegenvorschlag, und das Sammeln vieler Unterschriften erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Kompromisses. Kapitel 4 untersucht Zyklen der Gesetzgebung in direkten Demokratien. Direkte Demokratie könnte politische Zyklen mässigen, indem die Gesetzgebung transparenter wird und die Bürger besser informiert sind. Die Resultate zeigen einen doppelten Zyklus in der Verabschiedung von Gesetzen und Dekreten in der Schweiz. Gesetze werden gehäuft vor Wahlen verabschiedet, Dekrete kurz danach. Das Vorhandensein starker direkter Demokratie eliminiert diesen Zyklus in der Legislative, während der Exekutivzyklus verstärkt wird.

Kurzfassung (englisch)


This doctoral thesis is composed of three papers related to the topics of voting and legislation in direct democracies. Chapter 2 examines the effect of direct democracy on voter turnout. Activation effects of direct democracy increase voter turnout, while voter fatigue and the reduced importance of who gets elected decrease electoral participation in direct democracies. I analyze to what extent the presence of subnational direct democratic proposals affect turnout in national initiative and referendum votes and elections. For initiative and referendum votes, I find positive effects of concurrent use of direct democracy, but no significant longterm effects of sub-national direct democracy on voter turnout. For elections, direct democracy has long-term negative effects on turnout. The results suggest that the reduced importance of representative democracy is responsible for negative turnout effects in elections, whereas the net effect of activation and fatigue is balanced. Chapter 3 studies whether the number of signatures collected to qualify a popular initiative affects the probability of reforming the status quo. The more the initiative is perceived as a threat to the status quo, the more likely politicians come up with a counter proposal. We test the predictions of a model of the initiative process as a sequential game under uncertainty using the data set of all Swiss constitutional initiatives at federal level between 1891 and 2010. Overall, we find supporting evidence for the model mechanisms. Reform is most likely after counter proposals, and collecting many signatures increases the probability of compromise. Chapter 4 examines political legislation cycles in direct democracies. Direct democracy can be expected to mitigate the electoral cycle by making legislation more salient to the electorate and voters less myopic. I find that a dual legislation cycle of laws and executive decrees is present in Switzerland, with law production peaking shortly before an election and executive decree production peaking immediately afterwards. The presence of strong direct democracy eliminates the political legislation cycle in the legislative, while increasing the executive cycle.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Bütler, Monika (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Caramani, Daniele (Prof. PhD)

Erweitertes Diss. Komitee


Jametti, Mario (Prof. Dr.)

Fachgebiet


International Affairs and Political Economy (DIA)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


22.02.2016

Erstellungsjahr (yyyy)


2016

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4479

Quelle



PDF-File


dis4479.pdf

Dokumentverknüpfung


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