Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


ja

Titel


Infrastructure and Economic Growth

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Fretz, Stephan

Unter Mitarbeit von


Gorgas, Christoph; Parchet, Raphaël (Dr.); Sunde, Uwe (Prof. Dr.)

Geburtsdatum


28.02.1983

Geburtsort


Baden (AG)

Matrikelnummer


03604188

Schlagwörter (GND)


Infrastruktur; Wirtschaftswachstum; Verkehr; Telekommunikation

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)


Autobahnen; Breitband-Internet; Öffentliche Ausgaben; Geteilte Regierung; Synthetische Kontrolle

Freie Stichwörter (englisch)


Infrastructure; Economic Growth; Transportation; Highways; Telecommunications; Broadband Internet; Public Expenditures; Divided Government; Synthetic Control

Kurzfassung


Infrastruktur wird als zentrale Voraussetzung für Wirtschaftswachstum angesehen. Die Faktenlage zu den wirtschaftlichen Auswirkungen neuer Infrastrukturen sowie zu den Determinanten der Infrastruktur-Bereitstellung ist jedoch immer noch relativ spärlich. Die vorliegende Dissertation trägt mit einer Reihe von empirischen Studien aus Industrienationen zu einem besseren Verständnis bei.

Die ersten beiden Studien untersuchen die lokalen und regionalen Effekte des Schweizer Autobahnnetzes. Die Analyse nutzt den Umstand, dass das Schweizer Autobahnnetz im Jahre 1960 durch das Schweizer Parlament weitgehend definiert, aber erst im Laufe der folgenden Jahrzehnte schrittweise erstellt wurde. Die Resultate zeigen eine Zunahme der Anzahl Steuerzahler und des Pro-Kopf-Einkommens sowie eine Senkung der lokalen Steuersätze in Gemeinden, die in einer Entfernung von bis zu 10 km zu einer neu eröffneten Autobahnauffahrt liegen. Zwei quantitative Fallstudien legen nahe, dass diese lokalen Effekte primär eine Umverteilung zwischen den Regionen denn einen Netto-Einkommenszuwachs für das gesamte Gebiet darstellen.

Studien 3 und 4 analysieren den Einfluss von fixem Breitband, dessen Verbreitung in den späten 1990er-Jahren begann, auf das Wachstum in der OECD. Die meisten bestehenden Studien auf Firmen- oder Industrie-Ebene finden keine kurzfristigen Effekte von Breitband auf die Produktivität, währenddessen gewisse Länder-Studien einen deutlichen Anstieg der Wirtschaftsleistung vermelden. Eine eigene Analyse auf Länder-Ebene zeigt, dass auch auf der aggregierten Ebene keine Evidenz besteht für einen positiven Einfluss von Breitband in den ersten Jahren nach der Einführung, und löst damit diesen vermeintlichen Widerspruch auf. Eine Studie auf Industrie-Ebene, die verschiedene Wachstumskanäle und Formen des Effekts in Betracht zieht, bestätigt dieses Ergebnis.

Die letzte Studie untersucht den Einfluss von politischen und institutionellen Faktoren auf Infrastruktur-Ausgaben in den Vereinigten Staaten. Die Resultate zeigen, dass Parteien und institutionelle Vorkehrungen wie Amtsperiodenbeschränkungen für Gouverneure wenig Einfluss auf Infrastrukturausgaben ausüben. Im Gegensatz dazu besteht ein positiver Zusammenhang zwischen politischem Wettbewerb in der Form von geteilten Mehrheiten in der Regierung und höheren Ausgaben für Strassen, insbesondere Kapitalausgaben.

Zusammenfassend legen die Resultate nahe, dass neue Infrastrukturen in Industrienationen wenig kurz- und mittelfristigen Einfluss auf die aggregierte Wirtschaftsleistung nach sich ziehen, aber zu einer räumlichen Umverteilung der Wirtschaftsakteure führen und substanziellen nicht-monetären Nutzen stiften können.

Kurzfassung (englisch)


Infrastructure is considered to be a core ingredient to economic growth. However, empirical evidence on the effects of new infrastructure on economic outcome variables as well as on the determinants of infrastructure provision is still relatively scarce. This dissertation contributes to a better understanding of the role infrastructure plays in the economy with a collection of empirical studies from mature economies.

The first two studies examine the local and regional effects of the Swiss highway network. The analysis exploits the fact that the Swiss highway network was to a large extent defined by the Swiss federal parliament in 1960, but only gradually constructed over the decades that followed. The results suggest that highways led to an increase in the number of taxpayers and income per capita in municipalities within 10 km reach of a newly opened highway access point, and to a decrease in local tax rates. Two quantitative case studies show that observed local effects mainly constitute redistribution across regions, rather than net economic gains for the larger area.

Studies 3 and 4 investigate the impact that the roll-out of fixed broadband starting in the late 1990s had on growth in the OECD. Most existing firm- and industry-level studies find no short-term effects of broadband on productivity, whereas some country-level analyses report large output gains already shortly after broadband deployment. An analysis at the country level resolves this puzzle by showing that also at the aggregate level, there is no evidence for a positive impact of broadband during the initial years following its introduction. This finding is confirmed by a study at the industry level which tests for alternative growth channels and impact shapes.

The last study focuses on the influence of political and institutional factors on infrastructure expenditures in the United States. The results indicate that parties and institutional features such as term limits for governors have little effect on infrastructure expenditures. In contrast, political competition in the form of divided government is positively associated with higher highway expenditures, particularly capital outlays.

In sum, the findings suggest that in mature economies a new infrastructure typically has little effect on aggregate output in the short and medium run, but may lead to a spatial reallocation of economic actors and generate substantial non-monetary benefits.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Sunde, Uwe (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Cozzi, Guido (Prof. PhD)

Erweitertes Diss. Komitee


Falck, Oliver (Prof. Dr.)

Fachgebiet


International Affairs and Political Economy (DIA)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


16.02.2015

Erstellungsjahr (yyyy)


2014

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4350

Quelle



PDF-File


dis4350.pdf

Dokumentverknüpfung


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