Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


ja

Titel


Essays on Corporate Financial Decisions and Capital Markets

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Henning, Laura Sophie

Unter Mitarbeit von


Oesch, David (Prof. Dr.); Schmid, Markus (Prof. Dr.)

Geburtsdatum


10.08.1989

Geburtsort



Matrikelnummer


11622099

Schlagwörter (GND)


Mergers and Acquisitions; Aktienkurs; Unterbewertung; Textanalyse; Kapitalerhöhung

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)



Freie Stichwörter (englisch)



Kurzfassung


In dieser Dissertation werden drei Corporate-Finance-Fragestellungen empirisch analysiert.

Kapitel 1 untersucht, ob ein Zusammenhang besteht zwischen dem Ergebnis von Aktionärsabstimmungen zu Unternehmensübernahmen und kurzfristigen Kursreaktionen, sowie kurz- und langfristiger Übernahme-Performance. Wir betrachten hierfür Zielunternehmen wie auch Käufer. Unsere Ergebnisse zeigen einen negativen Zusammenhang von Aktionärsablehnung und Ankündigungsrenditen sowie Empfehlungen der institutionellen Stimmrechtsberater ISS. Dieser Zusammenhang besteht insbesondere für Zielunternehmen. Allgemein orientieren sich Aktionäre bei ihrer Entscheidung sowohl an den Empfehlungen spezialisierter Stimmrechtsberater als auch an der Marktmeinung. Wir finden zudem einen positiven Zusammenhang zwischen Kursreaktionen am Tag der Abstimmung und einer Ablehnung seitens der Aktionäre. Dieser Zusammenhang existiert insbesondere bei Übernahmen mit langer Verhandlungszeit, bei denen mit erfolgreicher Abstimmung ein besonders hoher Grad an Unsicherheit beseitigt wird. Darüber hinaus zeigen wir, dass das Abstimmungsergebnis einen Vorhersagewert für die langfristige Performance der Übernahme besitzt.

Kapitel 2 untersucht, ob Firmen ihr Nachrichten-Publikationsverhalten anpassen, wenn sie einen exogenen, negativen Schock auf ihren Aktienpreis erfahren. Wir identifizieren Aktienpreisschocks anhand von Fond-induziertem Preisdruck und klassifizieren Nachrichten als positiv und negativ basierend auf einer Textanalyse. Unsere Ergebnisse zeigen einen negativen Zusammenhang zwischen Preisdruck und dem Volumen an negativen Nachrichten, sowie einen positiven Zusammenhang zwischen Preisdruck und dem Volumen an positiven Nachrichten. Das Management scheint die durch den Preisdruck entstehende Unterbewertung zu erkennen und daraufhin negative Nachrichten zurückzuhalten und vermehrt positive Nachrichten zu publizieren. Dieser Zusammenhang ist ausgeprägter für große Firmen, solche mit höherer Bewertung im Verhältnis zu Fundamentalwerten und Firmen, die am Kapitalmarkt aktiver sind. Wir zeigen zudem, dass Firmen negative Nachrichten aus dem Preisdruck-Quartal in nachfolgende Quartale verschieben. Unsere Ergebnisse implizieren, dass Firmen ihr Publikationsverhalten strategisch anpassen, um ihren Aktienkurs zu stützen.

Kapitel 3 untersucht, ob Firmen ihr Publikationsverhalten in den 90 Tagen vor Ankündigung einer Kapitalerhöhung anpassen, relativ zu einer Stichprobe von Firmen, die keine Kapitalerhöhung durchführen. Wir zeigen, dass die Anzahl an Nachrichten, die im Ermessen der Manager liegen (d.h. "beeinflussbar" sind) steigt, die Anzahl an nicht beeinflussbaren Nachrichten hingegen unverändert bleibt. Anhand einer Inhaltsanalyse bestimmen wir den Tonfall der Nachrichten und zeigen, dass der Zuwachs an beeinflussbaren Nachrichten hauptsächlich von einem Zuwachs an positiven Nachrichten getrieben ist. Wir finden zudem einen starken negativen Zusammenhang zwischen der Menge an positiven beeinflussbaren Nachrichten vor Ankündigung der Kapitalerhöhung und abnormen Renditen nach der Kapitalerhöhung, wobei ein solcher Zusammenhang für andere Arten von Nachrichten nicht besteht. Unsere Ergebnisse implizieren, dass Manager vor der Ankündigung von Kapitalerhöhungen den Markt zu konditionieren versuchen, indem sie das in ihrem Ermessen liegende Publikationsverhalten anpassen, insbesondere durch vermehrtes Publizieren von vorteilhaften Nachrichten. Investoren erkennen dieses opportunistische Verhalten.

Kurzfassung (englisch)


This thesis empirically investigates three corporate financial research questions.

Chapter 1 analyzes whether shareholder votes on mergers and acquisitions in both target and acquirer firms relate to the announcement day abnormal returns and whether the voting outcome has implications for the short- and long-run merger performance. We find that both abnormal returns upon merger announcement and recommendations by the proxy advisor Institutional Shareholder Services (ISS) are negatively related to shareholder voting dissent. The former relationship is stronger for target firms and only borderline significant for acquirer firms. Overall, shareholders seem to take both advisor opinions and market beliefs into account when taking their voting decision. We also find that voting dissent is strongly positively related to cumulative abnormal returns on the meeting date. The observed relationship holds only for mergers with a long negotiation period suggesting that in these mergers a higher fraction of residual uncertainty is resolved upon a "pass" vote. Furthermore, we find that voting dissent is negatively related to long-run abnormal merger performance suggesting a predictive power of merger votes.

Chapter 2 investigates whether firms change their news disclosure behavior when experiencing an exogenous negative shock to their stock price. We use mutual fund flow-induced selling pressure to measure exogenous undervaluation and classify news as positive and negative based on a textual analysis. Our results show a robust negative relationship between mutual fund flow-induced selling pressure and the volume of negative news and a positive relationship between selling pressure and the volume of positive news. Thus, management appears to be aware of undervaluation resulting from an exogenous shock and responds by delaying the release of bad news while seeking the publication of good news. This link between selling pressure and news releases is stronger among larger, high-valuation, and equity issuing firms. We further show that firms postpone the release of bad news from the selling pressure quarter to subsequent quarters. Our results demonstrate that news disclosure may be biased by firms seeking to support their stock price.

Chapter 3 analyzes whether firms manage news strategically prior to seasoned equity offerings (SEO) by altering their disclosure in the 90 days preceding the announcement relative to a sample of matched firms that do not conduct an SEO. Specifically, we show that SEO firms increase the amount of news that are under managers' discretion while not altering the amount of non-discretionary news. We run a content analysis to determine news tone and show that the increase in discretionary news is solely driven by an increase in news with a positive tone. Finally, the amount of pre-SEO positive discretionary news is strongly negatively related to abnormal returns following the SEO, while there is no relationship between other news types and post-SEO abnormal returns. Our findings suggest that managers seek to condition the market prior to announcing an SEO by altering the disclosure of news subject to their discretion, in particular by releasing more favorable news. Investors eventually recognize this opportunistic disclosure after the equity issuance.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Schmid, Markus (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Ammann, Manuel (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Betriebswirtschaftslehre (PMA)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


22.02.2016

Erstellungsjahr (yyyy)


2016

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4466

Quelle



PDF-File


dis4466.pdf

Dokumentverknüpfung


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letzte Änderung: 01/12/2016 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]