Metadaten







Promotionsordnung


PromO94

Kumulative Dissertation


nein

Titel


Räume der Partizipation : Wie man ein Kunstmuseum inszeniert

Titel (englisch)


Spaces of Participation : Modes of Ordering an Art Museum

Autor/Autorin


Michels, Christoph Johannes Anatol

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


07.11.1975

Geburtsort



Matrikelnummer


96921705

Schlagwörter (GND)


Sankt Gallen : Kunstmuseum Sankt Gallen; Partizipation; Actor-Network-Theory; Stadtentwicklung

DDC (Dewey Decimal Classification)


Sozialwissenschaften - 300

Freie Stichwörter (deutsch)


Ordnungsweisen; Inszenierung; Performanz; Ethnographie

Freie Stichwörter (englisch)


Modes of Ordering; Enactment; Performance

Kurzfassung


Die vorliegende Arbeit erkundet Möglichkeiten der Partizipation im Kontext der Stadtentwicklung. Entlang einer empirischen Fallstudie und einer theoretischen Erörterung reflektiert sie bestehende Partizipationsbegriffe und schlägt eine Erweiterung dieser durch ein performatives Partizipationsverständnis vor. Die parallel zur empirischen Studie geführte theoretische Diskussion basiert auf einem breiten Literaturapparat, der aus der Humangeographie genauso schöpft wie aus der Organisationstheorie, der Soziologie und der Planungstheorie.
Die Fallstudie beschäftigt sich mit dem St. Galler Kunstmuseum und behandelt die Frage, wie dieses als öffentlicher Raum organisiert wird und welche Formen der Partizipation es ermöglicht. Das Kunstmuseum wird dabei als Raum beschrieben, der im Schnittpunkt von drei unterschiedlichen Ordnungsweisen performativ erzeugt wird. Dabei wird zwischen einer "strategisch planenden", einer "klassisch bewahrenden" und einer "situativ verkörpernden" Ordnungsweise unterschieden. Jede dieser Ordnungsweisen produziert das Museum und seine Zukunft auf andere und zum Teil widersprüchliche Art. Sie weisen den Teilnehmern unterschiedliche Subjekt- und Objektpositionen im Gefüge des Museums zu und erzeugen somit Spannungsverhältnisse, durch die (manchmal) neue Formen des Partizipierens möglich werden.
Die Arbeit erkundet daher zunächst die Praktiken, in denen die Ordnungsweisen ihre Teilnehmer inszenieren und bestimmte Zukunftsszenarien des Museums ins Leben rufen. Anschliessend beschreibt sie, wie manche der Teilnehmer in sich gegenseitig ausschliessende Positionen und somit in Spannungsverhältnisse gesetzt werden. Schliesslich zeigt die Arbeit, wie diese Spannungen zur Stabilisierung oder Veränderung der bestehenden Verhältnisse und der beteiligten Akteure führen können.
Partizipation wird aus diesen Beobachtungen heraus als ein Effekt heterogener, vielfältiger und mehr oder weniger stabiler Ordnungsweisen beschrieben, die in körperlichen Praktiken, Sprache und Materialitäten inszeniert werden und daher verhandelbar und potentiell veränderlich sind.

Kurzfassung (englisch)


This thesis explores the possibilities for participation in the production of public space within cities. Through an empirical case study and the review of existing literatures, the study reflects on the predominant notions of participation and develops a new, performative understanding of participation. The theoretical discussion draws on a variety of literatures - including works from human geography, organizational studies, sociology and planning theory - and runs parallel with the empirical study, allowing for a simultaneous consideration of the two parts.
The case study deals with the St. Gallen Art Museum and addresses the question of how the museum is organized as a public space and what possibilities it provides for participation. The study depicts the museum as a product that emerges from three intersecting modes of ordering. Each of these modes enacts the museum and its participants in a different and sometimes contradictory manner. Consequently, each of these modes of ordering follows its specific rationale - planning the museum strategically, preserving it classically, or embodying it situationally. These orderings of the museum produce different subject and object positions for its participants and - in doing so - create tensions that (sometimes) allow for change and new forms of participation.
Firstly, the case study explores the practices in which the three modes of ordering stage their participants (people and objects) and through which they produce specific imaginations of the museum's future. Secondly, the case study describes how the participants are positioned in mutually exclusive positions and how this produces tensions. Finally, I show how these tensions either stabilize or change the existing modes of ordering and their respective possibilities for participation.
The notion of participation, as it emerges from this study, is framed as an effect of heterogeneous, multiple and (sometimes) changing modes of ordering that are performed in bodily practices, languages and materialities. Participation is therefore always in the making and potentially open to contestation and change.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Steyaert, Chris (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Beyes, Timon (Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Wirtschaftswissenschaften

Sprache


GER

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)



Erstellungsjahr (yyyy)


2009

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


3740

Quelle



PDF-File


dis3740.pdf

Dokumentverknüpfung


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letzte Änderung: 05/31/2012 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]