Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


nein

Titel


Family Firm Succession as Career Option of Siblings in Swiss Entrepreneurial Families : Insights based on the Family Niche Model and Sibling Research

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Hoffend, Constanze Isabella

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


03.05.1980

Geburtsort


Andernach

Matrikelnummer


05984752

Schlagwörter (GND)


Familienbetrieb; Unternehmernachfolge; Geschwister

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)


Familienunternehmen; Nachfolge; Unternehmensnachfolge; interne Nachfolge; Karriere; Familie; Familien-Nischenmodell

Freie Stichwörter (englisch)


Family firm; Succession; Family firm succession; Internal succession; Career; Family; Siblings; Family Niche Model; Sulloway, Frank J.

Kurzfassung


Basierend auf Forschungskonzepten aus der Geschwisterforschung und primär basierend auf der Familiennischenforschung von Frank J. Sulloway, wird in dieser Dissertation die interne Nachfolge in schweizerischen Familienunternehmen untersucht. Diesbezüglich liegt der Fokus auf Unternehmerfamilien mit mehreren Kindern als potentielle Nachfolger. Basierend auf der Grundannahme, dass Geschwister innerhalb der Familie um die verfügbaren und begrenzten Ressourcen konkurrieren und daher individuelle Strategien entwickeln um sich voneinander zu differenzieren, betrachtet Sulloway insbesondere die Möglichkeiten der Nischenwahl und/oder der Nischenbildung von spätergeborenen Geschwistern. Gemäss Sulloway ist die Wahl einer Nische bei Spätergeborenen davon geprägt, eine Konkurrenzsituation mit frühergeborenen Geschwistern - die während der Kindheit und Jugend durch ihren früheren Geburtsrangplatz als körperlich überlegen und erfahrener einzustufen sind - zu vermeiden.
Übertragen auf den Kontext der Nachfolgeregelung in Familienunternehmen wurden in dieser Studie die Karriereentscheidungen der Nachkommen hinsichtlich der internen Nachfolge als Nischenwahl im beruflichen Kontext betrachtet. In diesem Zusammenhang war der Vergleich der Karriereentscheidungen von frühergeborenen und spätergeborenen Geschwisterkindern ein zentraler Aspekt dieser Studie. Um die interne Nachfolge in Familienunternehmen in Bezug auf ausgewählte Konzepte der Geschwisterforschung zu untersuchen, wurde eine empirische Studie mit neun Fallstudien, bestehend aus zwölf teilstrukturierten Intensivinterviews mit Nachfolgern und Nichtnachfolgern, durchgeführt und die erhobenen Daten mithilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Ziel der Arbeit war es, die Forschungsfragen zu beantworten und darauf aufbauend ein Modell zu generieren und Hypothesen zu entwickeln. Die zentralen Forschungsfragen lauten wie folgt: (1) Wie beeinflusst - unter Zugrundelegung von Konzepten der Geschwisterforschung - die Geschwisterreihe in Unternehmerfamilien die Nachfolge in Familienunternehmen? (2) Wie beeinflussen sich - unter Zugrundelegung von Konzepten der Geschwisterforschung - Geschwister in Unternehmerfamilien hinsichtlich der Nachfolge in Familienunternehmen?
Zusammengefasst dargestellt, ergab die Datenanalyse dass (1) die Konzepte der Geschwister-Identifikation und De-Identifikation auf die Karriereentscheidungen der Nachkommen übertragbar sind, wobei durch die Wahl verschiedener Berufe bewusst oder unbewusst eine Konkurrenzsituation vermieden wurde, (2) Identifikation mit den Eltern wurde häufiger gefunden als De-Identifikation mit den Eltern, wobei jedoch kein eindeutiger Zusammenhang zwischen der Identifikation mit den Eltern und der Karrierewahl der Nachkommen festgestellt werden konnte, und (3) innerfamiliäre Nischen wurden auf verschiede Weise in den Unternehmenskontext übertragen. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere Sulloway's Hypothesen bezüglich der Karrierestrategien von Forschern in den Kontext der Nachfolge in Familienunternehmen übertragen werden können. Diese adaptierten Hypothesen lauten wie folgt: (1) Wenn Du Spätgeborener bist, setze auf Entwicklungsvielfalt. (2) Wenn die firmeneigenen Ressourcen begrenzt sind, setze auf Entwicklungsvielfalt. (3) Deine Entwicklungsvielfalt sollte im Verhältnis zur Anzahl Deiner Geschwister stehen. (4) Unter bestimmten Umständen lasse die vorherigen drei Regeln ausser Acht und spezialisiere dich. Aufbauend auf den Ergebnissen der Forschungsfragen und in Kombination mit den adaptierten Hypothesen wurde das Nachfolge-Nischenmodell entwickelt um das untersuchte Phänomen abschliessend darzustellen.

Kurzfassung (englisch)


Based on sibling research concepts, and primarily based on the research on family niches by Frank J. Sulloway, this dissertation examines internal succession in Swiss family firms. In this context, the focus is set on entrepreneurial families with multiple children as potential successors. Having regard to the basic assumption that siblings within the same family compete with each other for the available and limited resources and therefore develop individual strategies to differentiate from each other, Sulloway particularly researches the opportunity of niche selection and/or niche creation of laterborn siblings. According to Sulloway, laterborns' choice of a niche is characterised by the attempt to avoid a competitive situation with one or several earlierborn sibling(s), since due to the earlier birth order position, the earlierborn(s) can be expected to be physically superior and more experienced during their childhood and youth.
Transferred into the family firm succession context, the career choices regarding internal succession were regarded as an offspring's niche selection within the professional context. In this respect, the comparison between the career choice of earlierborns and laterborns was a central aspect of this study. To research family firm succession in relation to selected sibling research concepts, an empirical research study consisting of nine cases and in summary twelve semi-structured in-depth interviews with successors and non-successors was conducted whereby the data were analysed by means of a qualitative content analysis. The overall aim of this study was first, to answer the research questions and to thereupon generate theory and develop hypotheses. The general research questions were defined as follows: (1) How do sibships in entrepreneurial families, within the scope of sibling research, influence succession in family firms? (2) How do siblings in entrepreneurial families influence each other regarding succession in family firms - considering the family structure variables birth order, sibship size, and age spacing?
In summary, the analyses revealed that (1) the concepts of sibling identification and sibling deidentification are transferable into the family firm succession context, whereby due to the choice of different professions wittingly or unwittingly competition can be avoided, (2) parent identification as well as parent deidentification were found between the successor and the predecessor, however, no distinct cross-case evidence as to a causal relationship between parent identification and the career choice of succession in the family firm could be confirmed, and (3) based on Sulloway's Family Niche Model, inner-family niches are transferable into the family firm succession context in several ways. The research findings show that particularly Sulloway's four rules as to career strategies of scientists can be transferred into the family firm succession context. In consequence, the developed hypotheses as to family firm succession are as follows: (1) If you are laterborn, diversify. (2) If the family firm has limited resources, diversify. (3) Diversify in proportion to the number of your siblings. (4) Under certain circumstances, disregard the previous three hypotheses and specialise. Based on the answers to the research questions and in combination with the developed hypotheses, the Succession Niche Model was generated to conclusively illustrate the research findings.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Zellweger, Thomas Markus (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Fueglistaller, Urs (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Betriebswirtschaftslehre (PMA)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


14.09.2015

Erstellungsjahr (yyyy)


2015

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4407

Quelle



PDF-File


dis4407.pdf

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letzte Änderung: 09/16/2015 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]