Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


ja

Titel


Three Essays in Empirical Corporate Finance

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Horsch, Philipp

Unter Mitarbeit von


Ammann, Manuel (Prof. Dr.); Oesch, David (Prof. Dr.)

Geburtsdatum


24.09.1987

Geburtsort


Köln, Deutschland

Matrikelnummer


05610100

Schlagwörter (GND)


Corporate Finance; Chief Executive Officer; Gewerkschaft; Innovation; Unternehmensentwicklung

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)



Freie Stichwörter (englisch)



Kurzfassung


Die vorliegende Dissertation besteht aus drei unabhängigen Aufsätzen, die verschiedene Fragestellungen in Teilbereichen der empirischen Unternehmensfinanzierung (Corporate Finance) behandeln. Trotz der unterschiedlichen Themen verbindet diese drei Arbeiten eine Gemeinsamkeit: Fokussierung auf die empirische Identifikation.

Im ersten Aufsatz, Competing with Superstars, untersuchen wir das Verhalten von CEOs, die im Wettbewerb mit herausragenden CEOs, sogenannten Superstar CEOs, stehen. Wir verwenden die Verleihung von Managerauszeichnungen als exogenen Schock hinsichtlich des (Superstar-) Status von CEOs. Dies erlaubt es eine Vielzahl alternativer Erklärungen auszuschliessen sowie die Endogenität von Status und Verhalten zu reduzieren. Unsere Ergebnisse zeigen, dass CEOs durch das Beisein von Superstar CEOs motivierter sind und ihren Einsatz und ihre Risikofreudigkeit steigern. Dieser Effekt ist am stärksten für CEOs, die selbst noch keine Managerauszeichnung erhalten haben, die geographisch nah bei einem Superstar CEO leben und deren Firmen eine gute Corporate Governance haben. Der Motivationseffekt führt bei den jeweiligen Unternehmen zu steigenden Aktienkursen, verbesserten operativen Kennzahlen sowie - gemessen an der Anzahl neuer Patente - einer Zunahme an Innovationen. Insgesamt führen unsere Ergebnisse zu dem Fazit, das Superstarsysteme (Konkurrenzsysteme) einen gesamtwirtschaftlich positiven Einfluss haben.

Im zweiten Aufsatz, Unionization and Corporate Disclosure: Evidence from a Natural Experiment, untersuchen wir, ob sich die Rechnungslegungsqualität eines Unternehmens durch die Anwesenheit einer Gewerkschaft verändert. Für die Identifikation des Effektes nutzen wir eine Eigenheit der amerikanischen Arbeitnehmergesetze: Arbeitnehmer stimmen ab ob eine Gewerkschaft ihre Rechte vertreten soll; es bedarf einer absoluten Mehrheit. Die resultierende Diskontinuität an der 50% Schwelle erlaubt, mittels einer Regressions-Diskontinuitäts-Analyse, kausale Rückschlüsse. Innerhalb eines Jahres nach Einführung einer Gewerkschaft verbessert sich die Rechnungslegungsqualität eines Unternehmens um 2,6%. Diese Verbesserung tritt insbesondere bei Firmen auf, die zuvor bewusst niedrige Unternehmensgewinne publiziert haben. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Gewerkschaften die Rechnungslegungsqualität von Unternehmen kontrollieren und verbessern, wenn dies zum Vorteil ihrer Gewerkschaftsmitglieder sein könnte.

Im dritten Aufsatz, Are There Peer Effects In Innovation?, untersuchen wir ob das Innovationsverhalten von Unternehmen durch die Innovationen von Wettbewerbern beeinflusst wird. Um die Zirkularität des Innovationsverhaltens zwischen Einzelfirmen und Wettbewerbern aufzuheben und kausale Interpretationen zu ermöglichen, verwenden wir exogene Eigenkapitalshocks. Unsere Ergebnisse zeigen, dass das Innovationsverhalten von Firmen stark von demjenigen ihrer Wettbewerber beeinflusst wird. Eine Veränderung in der durchschnittlichen Anzahl Patente von Wettbewerbern um eine Standardabweichung führt zu einer Veränderung von 0.3 Standardabweichungen in der Anzahl Patente der betrachteten Einzelfirmen. Die Ergebnisse sind ähnlich wenn wir Forschungsausgaben untersuchen. Zwischen Forschungsausgaben und Patenten beobachten wir einen dynamischen Effekt. Innerhalb eines Jahres nach einem exogenen Eigenkapitalshock steigen die Forschungsausgaben, wohingegen eine signifikante Veränderung bei der Anzahl der Patente erst nach zwei bis drei Jahren eintritt. Des weiteren beobachten wir, dass dieser Effekt insbesondere durch das Verhalten von Wettbewerbern - anstatt ihren Charakteristiken - ausgelöst wird.

Kurzfassung (englisch)


This dissertation consists of three independent papers dealing with three different research questions in the area of corporate finance. Despite the different topics all three papers have one main commonality: their focus on empirical identification.

In the first paper, Competing with Superstars, we investigate the effect of superstar CEOs on their competitors. Exploiting shocks to CEO status due to prestigious media awards, we document a significant positive stock market performance of competitors of superstar CEOs subsequent to an award. The effect is more pronounced for competitors who have not received an award themselves, who are geographically close to an award winner and who are not entrenched. We observe an increase in risk-taking, operating performance and innovation activity of superstars' competitors as potential channels for this positive performance. Our results suggest a positive overall welfare impact of corporate superstar systems due to the incentivizing effect on superstars' competitors.

The second paper, Unionization and Corporate Disclosure: Evidence from a Natural Experiment, investigates the effect of unionization on financial reporting quality. We establish causality by applying a regression discontinuity design exploiting the discontinuity generated by labor union elections that pass or fail by a small margin. Unionized firms improve their financial reporting quality by 2.6% the year after the election compared to nonunionized firms. The effect is mainly attributable to companies which understate their income. The effect is more pronounced in states with right to work laws and for companies with higher information asymmetry. Our results suggest that unions monitor companies if it potentially increases their rent seeking profits.

In the third paper, Are There Peer Effects In Innovation?, we investigate how companies react to their peers' innovation activities, such as new patents. Exploiting exogenous equity shocks, we find that companies' innovation activity is positively influenced by their industry peers. A one standard deviation increase in the number of patents filed by peers leads to a 0.3 standard deviation increase at the company of study. We observe similar results when we consider research and development expenses. The dynamics of these effects represent the innovation cycle. Firms significantly increase their patent applications two years after an equity shock and their R&D expenses one year after an equity stock. In additional analyses, we find that the documented peer effect is due to peers' actions rather than their characteristics.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Ammann, Manuel (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Schmid, Markus (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Betriebswirtschaftslehre (PMA)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


22.02.2016

Erstellungsjahr (yyyy)


2016

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4468

Quelle



PDF-File


dis4468.pdf

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letzte Änderung: 01/25/2016 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]