Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


nein

Titel


Die Entdeckung des Kosmos - Autoethnographie einer urbanen Intervention

Titel (englisch)


The Discovery of the Cosmos - Autoethnography of an Urban Intervention

Autor/Autorin


Deckert, Bruno

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


12.12.1949

Geburtsort


Radolfzell am Bodensee (BRD)

Matrikelnummer


87726121

Schlagwörter (GND)


Kreativität; Urbanität; Stadtentwicklung; Intervention; Kollaboration; Entrepreneurship; Stadtforschung

DDC (Dewey Decimal Classification)


Sozialwissenschaften - 300

Freie Stichwörter (deutsch)


Städtische Räume; Urbanes Unternehmertum; Symbolische Ökonomie; Kreativwirtschaft; Gentrifizierung

Freie Stichwörter (englisch)


Urban spaces; urban entrepreneurship; symbolic economy; creative cities; gentrification

Kurzfassung


In den letzten Jahrzehnten haben sich die Städte des Westens vielfältig und zum Teil tiefgreifend gewandelt. Zwei charakteristische Elemente dieses Wandels beschreiben die Tendenz zur kulturorientierten und unternehmerischen Stadt, die den thematischen Hintergrund der vorliegenden Studie bildet. Darin geht es zentral um Prozesse und Phänomene, die - abstrakt formuliert - aus dem Aufeinandertreffen von Differenzen entstehen.
Die Studie erkundet, wie im Rahmen eines unternehmerischen Projektes ein urbaner Ort entstehen soll. Dabei bedient sie sich einer performativen Methode. Sie erzeugt den Gegenstand, den sie untersucht (enactive research). Der Unternehmer, Mitinitiant des Projekts, dem Gegenstand der Untersuchung, ist auch Forscher und Autor der Studie. Zwischen Projekt und Studie besteht insofern ein Verhältnis der wechselseitigen Bezogenheit und Interdependenz. Der Forscher/Autor begleitet kein abgeschlossenes Projekt, sondern eines, das im Werden, im Entstehen, das im Verlauf begriffen und in das er selbst als Unternehmer involviert ist. Das Ende der Studie markiert nicht das Ende des Projekts.
Beim Untersuchungsobjekt handelt es sich um ein kulturell-gastronomisches Vorhaben, das die Initianten in einem neu entwickelten Stadtteil am Zürcher Hauptbahnhof realisieren wollen. Es ist in ein Konfliktfeld unterschiedlicher Ansprüche und Interessen eingespannt und entwickelt sich in einem Aushandlungsprozess, dessen Verlauf davon abhängig ist, ob und wie es den - immer wieder antagonistischen - Akteuren gelingt, ihre Berührungsflächen als durchlässige Austauschzonen zu gestalten. Die - mit anderen Worten - hybride Konstellation des Projekts prägt letztlich nicht allein die unternehmerische Praxis, sondern auch deren Ergebnis, den geplanten städtischen Ort selbst.
Als zentrale Einsicht der Studie taucht so die Emergenz des Dritten auf. Der intendierte starke Ort nimmt als Wille und Vorstellung der Initianten seinen Anfang, im Widerspruch der Verhältnisse seinen Fortgang, und findet als Konstrukt einer Kollaboration seine (prospektive) Vollendung. Er lässt sich als ein Raumprojekt der dritten Art beschreiben, das mit Begriffen des Atmosphärischen zu verstehen und zu konzeptualisieren ist. In situ fungiert er als eine atmosphärische Installation, als ein hybrider Kollektor der Versammlung und Nicht-Versammlung, der in einer osmotisch-durchlässigen Architektur öffentlich-zivilisierte Begegnungen und ästhetisch-affektive Erfahrungen ermöglicht.

Kurzfassung (englisch)


To some extent western cities had to meet a profound and multifaceted change in the last decades. The bias towards the culture-minded and entrepreneurial city is symptomatic of this change and forms the background of my thesis which essentially deals with the processes and phenomena emerging from the clashing of differences, abstractly speaking.
The case study explores how - in the context of an entrepreneurial project - an urban place is supposed to be realized. In doing so it makes use of a performative approach. It creates the object of study (enactive research). The entrepreneur as co-initiator of the project as the object of study is, at once, the researcher and the author of the study. So there is a relation of mutual relatedness and interdependence between project and study. The researcher/author doesn't go along with a project already done but rather with one in the making and one he is involved in as an entrepreneur. The end of the study doesn't coincide with the end of the project.
The object of study is about a cultural-gastronomical enterprise which is to be realized in a newly developed area of the city right beside the Zürich main station. It is stretched between the poles of different claims and interests and is going ahead in the context of a negotiation process. The course of this process depends on if and how the - frequently antagonistic - actors are able to form the area of contact as a porous area of exchange. In other words, it's not just that the hybrid project set-up is molding the entrepreneurial practice, but also the outcome of this practice, the projected urban place.
Thus the emergence of the third emerges as the key insight of the study. The intended strong place (der starke Ort) begins as will and representation of the initiators, continues as contradiction of the circumstances, and finishes (prospectively) as construct of a collaboration. It can be described as a space project of the third kind which is comprehensible and conceptualized as something atmospheric. In situ it functions as an atmospheric installation, as a hybrid collector of assembly and non-assembly, enabling encounters of a public-civilized manner and experiences of an aesthetic-affective kind in a porous-osmotic architecture.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Steyaert, Chris (Prof. PhD)

Korreferent/Korreferentin


Grand, Simon (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Organisation und Kultur (DOK)

Sprache


GER

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


19.09.2016

Erstellungsjahr (yyyy)


2016

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4514

Quelle


Dis4514.pdf

PDF-File


dis4514.pdf

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letzte Änderung: 10/11/2016 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]