Metadaten







Promotionsordnung



Kumulative Dissertation



Titel


Normatives Nachhaltigkeitsmanagement - Die Bedeutung der Unternehmenskultur am Beispiel der F&E der Automobil- und Maschinenbaubranche

Titel (englisch)


Normative sustainability management

Autor/Autorin


Bieker, Thomas

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum



Geburtsort



Matrikelnummer



Schlagwörter (GND)


Volkswagen-Aktiengesellschaft; Unaxis Balzers AG; Umweltbezogenes Management; Unternehmenskultur; Forschung und Entwicklung

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)


Unternehmen / Innovation; Industrieforschung; Nachhaltigkeit; Nachhaltigkeitsmanagement; Umweltmanagement; nachhaltigkeitsorientiertes Management; nachhaltigkeitsorientiertes F&E-Management; Unternehmenskultur; Automobilbranche; Maschinenbaubranche; normatives Nachhaltigkeitsmanagement; St. Galler Management-Modell

Freie Stichwörter (englisch)


Sustainability management; environmental management; sustainability-oriented management; sustainability-oriented R&D management; corporate culture; automotive industry; mechanical engineering

Kurzfassung


In jüngerer Zeit ist das Nachhaltigkeitskonzept bei Unternehmen auf ein gesteigertes Interesse gestossen. Zum einen, weil die Öffentlichkeit ihnen eine grosse Verantwortung zur Lösung von Nachhaltigkeitsproblemen (etwa in den Bereichen Klimaschutz, Ernährung oder Mobilität) zuschreibt. Zum anderen, weil Unternehmen auf Ebene der Leistungserstellungsprozesse, Produkte und Dienstleistungen auch tatsächlich über vielfältige Anknüpfungspunkte zur Lösung von Nachhaltigkeitsproblemen verfügen. So bekennen sich Firmen zu ihrer nachhaltigkeitsbezogenen Verantwortung in Form von visionären Statements, Umwelt- oder Nachhaltigkeitsberichten. Sie bekunden damit zwar öffentlich, zukünftig stärker entsprechende Massnahmen im Nachhaltigkeitsbereich ergreifen zu wollen. Jedoch werden diese bislang wenig systematisch umgesetzt und sind zur Lösung der Nachhaltigkeitsprobleme zudem wenig effektiv und effizient. Nachhaltigkeitsstatements bleiben damit oft reine Lippenbekenntnisse, die zwar die Öffentlichkeit beruhigen, jedoch keine Veränderungen im Handeln von Unternehmen bewirken. Nachhaltigkeitsorientierte Politiken und Strategien werden zwar in Form von Hochglanzbroschüren der Öffentlichkeit gegenüber kommuniziert, erweisen sich aber bei genauerem Hinsehen als „Papiertiger“, die nicht im Einklang stehen mit den gelebten unternehmenskulturellen Werten. So sind „gelebte“ Ziele im Nachhaltigkeitsmanagement vielfach darauf gerichtet, Gesetzeskonformität sicherzustellen und/oder Effizienz, Reputation bzw. Glaubwürdigkeit zu verbessern. Unternehmen setzen hierzu zwar zusätzliche Strukturen wie eine Umwelt- oder Nachhaltigkeitsabteilung ein. Jedoch dienen diese vordergründig dazu, um auf den Druck von Anspruchsgruppen (z.B. Öffentlichkeit oder Gesetzgeber) zu reagieren, bei diesen für Glaubwürdigkeit zu sorgen und den konventionellen unternehmensinternen Kern abzupuffern. Zudem werden nachhaltigkeitsorientierte Strukturen zu wenig mit den relevanten Kernprozessen verknüpft. Daraus ergeben sich folgende Konsequenzen: Zum einen ist durch ein defensives bzw. reaktives Vorgehen der tatsächliche Beitrag zur Lösung der Nachhaltigkeitsprobleme der Unternehmen bzw. der Gesellschaft gering. Zum anderen wird das Ziel, für Glaubwürdigkeit bei Anspruchsgruppen zu sorgen, nicht erreicht, wenn Unternehmen entgegen ihrer öffentlichen Versprechungen handeln, d.h. Nachhaltigkeit gerade nicht zum integralen Bestandteil ihrer Kultur werden lassen.

Kurzfassung (englisch)


In recent years, companies have been tackling the concept of sustainability. On the one hand, because the public thinks that they are responsible for the solution of sustainability problems (e.g. in the fields of climate change, nourishment or mobility). On the other hand, because they can contribute to the solution of sustainability problems within their processes, products and services. So, companies express their sustainability engagement within their visions, environmental or sustainability reports and announce future measures in order to reduce their ecological footprint. Nevertheless, such measures are not being taken in a systematic way and, therefore, are not able to solve sustainability problems on the level of the company and/or society. Sustainability reports frequently pay mere lip services, that might reassure the public, but do not change corporations' actions and are not rooted in their culture: Goals within sustainability management aim at reducing companies' risks or improving their efficiency, reputation and credibility. To achieve this, companies establish additional structures such as an environmental or sustainability department. Of course, such structures react to the demands of stakeholders (legislation or public). But frequently they are not integrated into companies' core processes. Consequently, sustainability problems remain unsolved. One should bear in mind, that the publicly espoused goal of staying credible will only be achieved if companies integrate sustainability (i.e. sustainability-related goals and measures) into their core processes by fostering a sustainability-oriented culture.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Dyllick-Brenzinger, Thomas (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Ulrich, Peter (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Wirtschaftswissenschaften

Sprache


GER

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


24.10.2005

Erstellungsjahr (yyyy)


2005

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


3068

Quelle



PDF-File


dis3068.pdf

Dokumentverknüpfung


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