Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


ja

Titel


Essays in Empirical International Trade and Industrial Organization

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Helm, Marco

Unter Mitarbeit von


Bühler, Stefan (Prof. Dr.); Burghardt, Dirk; Lechner, Michael (Prof. Dr.)

Geburtsdatum


13.08.1980

Geburtsort


Berlin

Matrikelnummer


07613110

Schlagwörter (GND)


Welthandel; Industrieökonomie; Wirtschaftswachstum; Fusion

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)


Internationaler Handel; Wachstum; Firmengrösse; Politikevaluation; Entritt; Austritt; Fusionen; Übernahmen

Freie Stichwörter (englisch)


Trade liberalization; growth; plant size; policy evaluation; entry; exit; acquisition; merger; employment; matching; difference-in-differences

Kurzfassung


Meine Dissertation umfasst drei Kapitel aus den beiden miteinander verbundenen Forschungsfeldern Internationale Wirtschaft (International Economics, JEL-Code: F) und Industrieökonomik (Industrial Organization, JEL-Code: L).

In Kapitel 1 wird untersucht, welchen Einfluss der Abbau von Handelsschranken auf die Entwicklung des Wirtschaftswachstums hat. Die verwendete Strategie nutzt die Implementierung der Bilateralen Verträge I als glaubhaftes natürliches Experiment. Die in diesem Rahmen vereinbarten Abkommen zur Handelserleichterung sind die Basis zum Messen der Effekte auf das Wachstum von Firmen. Als empirische Schätzverfahren werden sowohl das Difference-in-Differences als auch das Matching angewendet. Auf der Grundlage von schweizerischen Mikrodaten (Betriebszählungsstatistik) können wir bei betroffenen Betrieben ein um ein bis zwei Prozent erhöhtes Wachstum innerhalb der ersten sechs Jahre nachweisen. Insgesamt lassen die Ergebnisse die Schlussfolgerung auf einen erheblichen Einfluss der Handelsliberalisierung auf das Wachstum zu.

Kapitel 2 analysiert, anhand von schweizerischen Mikrodaten, die Auswirkung von Handelserleichterungen auf das Austrittsverhalten von Betrieben. Der empirische Ansatz nutzt die bilateralen Verträge als natürliches Experiment. Im Rahmen dieser Abkommen wurde auch eine Liberalisierung des Handels zwischen der Schweiz und den Europäischen Gemeinschaften vereinbart und umgesetzt. Die Identifikationsstrategie nutzt die Tatsache, dass nicht alle Firmen von dieser Vereinbarung betroffen sind, und ermöglicht die Verwendung des Difference-in-Differences Schätzverfahrens. Die Ergebnisse zeigen eine Reduzierung der Austrittsraten um 1.5 Prozentpunkte und 2.4 Prozentpunkte für die parametrische beziehungsweise semi-parametrische Modellvariante. Im Hinblick auf unterschiedliche Effekte auf kleine und grosse Betriebe, zeigen die Ergebnisse ein schnelleres Anpassen der kleineren Betriebe auf Austrittsraten zum neuen (niedrigeren) Niveau. Diese Studie, mit dem empirischen Nachweis eines Zusammenhanges zwischen Handelserleichterungen und Austrittswahrscheinlichkeiten, ergänzt die bestehende Literatur über Austrittsverhalten von Betrieben um einen weiteren entscheidenden Faktor.

Kapitel 3 untersucht die Auswirkungen auf das Beschäftigungswachstum in Betrieben, welche im Zuge von Fusionen oder Übernahmen neu erworben wurden. Insbesondere wird in dieser Studie auf die wichtige aber sonst eher wenig beachtete Gruppe der Beschäftigten eingegangen. Unter Verwendung von schweizerischen Mikrodaten (Betriebszählungsstatistik) auf Arbeitsstättenebene finden wir, dass je grösser die kaufende Firma, umso höher ist das Beschäftigungswachstum, allerdings wirkt sich die Gesamtgrösse der zu integrierenden Betriebe negativ auf das Wachstum aus. Die Erkenntnis, dass der Grössenunterschied zwischen dem Käufer und den neu zu integrierenden Einheiten ein entscheidender Bestimmungsfaktor für das Wachstum ist, erweitert die bestehende Literatur. Wir führen dieses Ergebnis auf beschränkte Ressourcen des Käufers zurück, d.h. mit relativ hohen Akquisitionskosten sind Betriebsmittel gebunden und nicht für weitere Anstellungen von Mitarbeitern verfügbar und umgekehrt. Bei Übernahmen in Exportindustrien und zwischen Firmen in verbundenen Industrien finden wir negative Effekte auf das Beschäftigungswachstum. Diese Studie leistet auch einen Beitrag zur kontroversen Debatte über Firmenwachstum im Allgemeinen. In diesem Zusammenhang finden wir für schweizerische Betriebe keine Bestätigung für Gibrats Gesetz des proportionalen Firmenwachstums.

Kurzfassung (englisch)


My dissertation is a collection of three essays in the related fields of International Economics and Industrial Organization.

Chapter 1 studies the effect of trade liberalization on growth, using plant-level data from Switzerland. We employ a natural experiment framework to quantify the effect of a bundle of treaties (Bilateral Agreements I) liberalizing trade between Switzerland and the EU enacted in June 2002 on the growth of Swiss plants. Using both a semi-parametric difference-in-differences approach and a matching approach, we find that the liberalization of trade increased the growth of the affected plants by 1%-2% percent during the first six years after liberalization. Our results suggest that trade liberalization has a relevant effect on growth.

Chapter 2 examines the effect of liberalizing trade on exit, using a comprehensive Swiss plant-level data set. The proposed approach is based on a natural experiment which involves a bundle of treaties (Bilateral Agreements I) liberalizing trade between Switzerland and the European Communities. The identification strategy exploits the selective nature of these agreements to estimate the effects using a conditional difference-in-differences approach. The results show a reduction in exit rates of about 1.5 percentage points for the parametric version and 2.3 percentage points for the semi-parametric one. With regard to effect heterogeneity, the small establishments adjust faster than larger ones to the new (lower) level of exit rates. Finally, these findings, which relate liberalized trade and exit rates, add to the existing literature on determinants of firm exits.

Chapter 3 examines the effect of mergers and acquisitions on the growth of employment in newly acquired firm establishments, and is concerned with employees as an important but often neglected stakeholder group. Using a unique census data set on firms in Switzerland, we find that a larger acquirer size has a beneficial effect on employment growth, while a larger size of the newly acquired establishments has an adverse effect. In other words, the size differential between acquirer and target is an important growth determinant. This distinction is new to the literature. We attribute our finding to the resource constraints of acquiring firms: with high acquisition costs, hiring additional employees is restricted and with lower acquisition costs, hiring additional employees is comparatively unrestricted. In addition, mergers in export oriented industries and between firms in related industries are found to have adverse effects on employment growth. Finally, this paper also contributes to a controversial debate on firm growth in general by rejecting Gibrat's Law of proportionate growth for firm establishments in Switzerland.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Bühler, Stefan (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Gugler, Klaus (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee


Keuschnigg, Christian (Prof. Dr.); Föllmi, Reto (Prof. Dr.)

Fachgebiet


Economics and Finance (PEF)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


18.02.2013

Erstellungsjahr (yyyy)


2012

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4128

Quelle



PDF-File


dis4128.pdf

Dokumentverknüpfung


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letzte Änderung: 01/12/2013 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]