Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


ja

Titel


Adaptive Konzepte zur strategischen Steuerung von Software Applikationen

Titel (englisch)


Adaptive Approaches to Strategic Information Systems Planning

Autor/Autorin


Györy, Andreas Antonius Béla

Unter Mitarbeit von


Brenner, Walter (Prof. Dr.); Uebernickel, Falk (Prof. Dr.); Cleven, Anne (Dr.); Pirouz, Mani; Seeser Günter (Dr.)

Geburtsdatum


05.11.1981

Geburtsort


München

Matrikelnummer


09616079

Schlagwörter (GND)


Informationssystem; Anwendungssoftware; Informationsmanagement

DDC (Dewey Decimal Classification)


Allgemeines, Informatik, Informationswissenschaft - 000

Freie Stichwörter (deutsch)


Strategisches Applikationsmanagement; Schatten IT; Geschäftsorientierung; IT Governance; IT Balanced Scorecard; Applikations-Lebenszyklus-Management

Freie Stichwörter (englisch)


Strategic Information Systems Planning; Shadow IT; Business IT Alignment; IT Governance; IT Balanced Scorecard; Business-Driven Information Technology; Application-Management; Application-Lifecycle

Kurzfassung


Die Reife neuer Informationstechnologien (IT) wie z.B. mobile Applikationen und soziale Netzwerke setzt Unternehmen vermehrt unter Druck, ihre Geschäftsprozesse zu digitalisieren, um konkurrenzfähig zu bleiben. Die hierfür benötigte Modernisierung der Informationssysteme (IS) stellt IT Verantwortliche vor die Herausforderung, gleichzeitig einen effizienten IT Betrieb zu garantieren und Innovation zu fördern. Dabei entsprechen die etablierten IT Organisations- und Prozessstrukturen, die in erster Linie auf einen sicheren und effizienten Betrieb ausgerichtet sind, häufig nicht den Anforderungen für innovative Entwicklungsprojekte. Viele Innovations- und Digitalisierungs-Projekte können daher nicht mit den von der Geschäftsseite erwarteten Implementationszeiten und -arten realisiert werden. Inzwischen umgehen Fachbereiche daher immer häufiger bestehende Strukturen und realisieren Implementierungsprojekte mit ihren eigenen Mitarbeitern oder geben die Entwicklung extern in Auftrag. Diese sogenannte "Schatten IT" kann für den einzelnen Bereich eine schnelle, flexible und innovative Lösung darstellen, bedeutet jedoch für das Gesamtunternehmen ein schwer abzuschätzendes Risiko. Fehlende Garantien bezüglich Datensicherheit, Systemverfügbarkeit oder Integrationsfähigkeit für solche Systeme können unternehmensweit zu unvorhersehbaren Verzögerungen, Kosten und Schäden führen.
Diese Dissertation entwickelt Konzepte, um das Potenzial fachbereichsgetriebener IT Lösungen gezielt zu nutzen und dabei deren Risiken zu minimieren. Dafür wird zunächst die Bedeutung eines differenzierten Managements einzelner Applikationen anhand der IT Balanced Scorecard (BSC) erörtert. Darauf aufbauend werden im Rahmen einer Langzeitfallstudie die vier Phasen des strategischen Applikationslebenszyklus (SALZ) abgeleitet, die es ermöglichen, das Potenzial und die passenden Managementvorgaben einer Applikation individuell zu bestimmen. In einem zweiten Forschungszweig wird das Phänomen der Schatten IT und dessen Potenziale und Risiken untersucht, um passende Umgangsformen zu identifizieren. Daraus resultieren drei Modi der Verantwortungsverteilung zwischen Fachbereich und IT Abteilung, die jeweils zu unterschiedlichen Graden Innovation, Sicherheit und Effizienz fördern. Abschließend werden diese Verantwortungsmodi den Phasen des SALZ Modells zugeordnet, um ein adaptives Applikationsmanagement zu ermöglichen. Diese Herangehensweise räumt in den frühen Entwicklungsphasen den Fachbereichen und in den nachgelagerten Phasen dem IT Bereich mehr Verantwortung ein. Dadurch wird zeitlich versetzt, zuerst geschäftsnahe und strategische Innovation und danach Prozess- und Systemeffizienz gefördert.

Kurzfassung (englisch)


The maturity of new developments in Information Technology (IT) like mobile applications and social networks places companies under an increasing pressure to digitalize their business and client processes in order to remain competitive. The required modernization of their Information Systems (IS) now poses the challenge of simultaneously maintaining efficient operations and implementing innovative applications. The currently established organizational and procedural structures focus on secure and efficient operations but are far from suitable to fulfil the requirements of dynamic and innovative ventures. Hence, many projects cannot be realized within the expected implementation-time or degree of user integration. Multiple cases document how departments and employees therefore circumvent existing structures and implement projects themselves or simply contract external vendors. From a business unit's point of view such so-called "shadow IT" projects can provide fast, flexible and innovative solutions. For the company as a whole, however, they can pose high security and efficiency risks as in most cases neither data security, system availability nor integration interfaces comply with company's policies.
This thesis is devoted to address this challenge and to identify concepts that make use of the viable potential of business-driven IT solutions while minimizing the associated risks. At first the importance of a differentiated management of individual applications is discussed, based on the IT Balanced Scorecard (BSC). Subsequently, the four-phased strategic application lifecycle (SALC) is derived from a long-term case study. These phases allow an adaptive management of applications dependent on its strategic and operational impact. A second stream of research examines the potentials and risks of shadow IT and identifies ways of dealing with this of kind business-driven IT solution. Three different models for distributing the responsibility between business and IT departments are identified each enabling innovation, safety and efficiency to different degrees. Finally, this responsibility model is applied to the four SALC phases. The resulting model allows for more business responsibility in the early stages of application development in order to promote innovation and strategic use. During later phases responsibility is transferred to the IT function for standardization, business process optimization and consolidation purposes.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Brenner, Walter (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Zarnekow, Rüdiger (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Betriebswirtschaftslehre (PMA)

Sprache


GER

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


22.02.2016

Erstellungsjahr (yyyy)


2016

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4403

Quelle



PDF-File


dis4403.pdf

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letzte Änderung: 09/20/2016 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]