Metadaten







Promotionsordnung


PromO94

Kumulative Dissertation


nein

Titel


Gewinnung neuer Produktideen durch Anregung von Lieferanten : eine Fallstudienanalyse bei Markenartikelherstellern

Titel (englisch)


Gaining new product ideas by stimulating suppliers : a case study of manufactures of branded goods

Autor/Autorin


Conreder, Alexander

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


13.11.1973

Geburtsort


Bremen

Matrikelnummer


04600078

Schlagwörter (GND)


Deutschland; Schweiz; Produktentwicklung; Markenartikelindustrie; Open Innovation; Kommunikation; Lieferant

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)


Innovationskommunikation; Markenartikelhersteller; Lieferantenintegration

Freie Stichwörter (englisch)


Innovation management; innovation communication; crowdsourcing; branding good companies; suppliers

Kurzfassung


Die Anzahl der Neuprodukteinführungen von Markenartikelherstellern ist von 20.000 im Jahr 1995 auf heute jährlich über 30.000 gestiegen. Jedoch 70 % dieser neuen Produkte scheitern am Markt. Ein Grund hierfür ist die mangelnde Innovationshöhe, welche zur Differenzierung bestehender Lösungen am Markt benötigt wird. Eine große Anzahl neuer, erfolgreicher Produkte wird jedoch seitens der Hersteller benötigt, um die angestrebten Wachstumsziele zu erreichen. Die naheliegende Lösung, eine alleinige Aufstockung des internen F&E-Budgets, ist oft nicht zielführend, wie bestehende Studien beweisen.
Im Rahmen der Globalisierung und einer Konzentration auf die Wertschöpfungsstufen mit der höchsten Rendite wurden seitens der Markenartikelhersteller Kompetenzen abgegeben, die heute überwiegend bei den Lieferanten liegen. Benötigte neue Kompetenzen für die Entwicklung innovativer Trendprodukte liegen zudem zunehmend außerhalb des Unternehmens. Ein Ansatz zur Steigerung der Innovationsrate liegt daher in der Öffnung des Innovationsprozesses, um auf diese externen Kompetenzen Zugriff zu erlangen. Beispiele u. a. von Beiersdorf, Henkel und Nestlé zeigen, wie mit externen Innovationsquellen erfolgreich neue Produkte entstanden sind − sei es durch systematische Einbindung oder durch zufälliges Aufeinandertreffen von Problem und Lösung zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Im Rahmen dieser Arbeit wurden 35 Fallstudien von zwölf Markenartikelherstellern analysiert, bei denen mit Lieferanten neue Produktideen identifiziert und umgesetzt wurden. Als ein wesentliches Kernelement zur Initiierung einer solchen Zusammenarbeit wurde die Kommunikation zwischen den Partnern identifiziert, wobei vier Muster der Vorgehensweise beschrieben werden konnten: die Suche nach spezifischen Lösungen, die Suche nach Quick Wins, die Suche nach Ideen im Generellen sowie die Aufnahme von Seiteneffekten. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Muster zur Steigerung der Quantität und der Qualität der identifizierten Ideen ist dabei von verschiedenen Einflussfaktoren abhängig. Diese lassen sich den Fähigkeiten und den Eigenschaften des Herstellers sowie den Eigenschaften des Produktes zuordnen.
Die in dieser Arbeit entwickelten Ansätze zeigen Potenziale auf, wie Markenartikelhersteller Lieferanten gezielt zur Gewinnung neuer Produktideen anregen können. Ebenfalls werden Hinweise zum Aufbau benötigter Fähigkeiten in Bezug auf die Eigenschaften von Produkt und Unternehmen gegeben. Die Gültigkeit dieser Ergebnisse, welche auf Basis des hier genutzten qualitativen Forschungsansatzes erarbeitet wurden, muss weiter untersucht werden.

Kurzfassung (englisch)


The number of new product introductions in the consumer goods industry has risen from 20.000 in 1995 up to 30.000 introductions per year today. Nevertheless, 70 % of these new products fail in the market. One of the reasons is an insufficient innovation degree, which is needed to differentiate between the solutions already existing in the market. To meet the manufacturer's growth expectations, companies need a high quantity of new and successful products. Studies show that the obvious solution, an enhancement of the R&D budget, often is of no avail.
While dealing with globalization and focusing on value chains with the highest rates of return, companies have lost critical competencies, now mostly owned by suppliers. New expertise, needed for the development of innovative trend products, is also increasingly external. One approach to improve the innovation rate is therefore to open innovation activities to external innovation sources. Examples of e. g. Beiersdorf, Henkel and Nestlé show how new successful products were launched with external sources of innovation, either by the systematic integration of suppliers or by the coincidental match of an internal problem and an external answer at the right place and time.
In this dissertation, 35 case studies of 12 manufacturers of branded goods have been analyzed, where the ideas for new products where identified and implemented in cooperation with suppliers. Communication between the partners has been made out to be a significant element for initializing such a cooperation, whereby four approaches could be specified: The search for specific solutions, the search for quick wins, the search for ideas in general and the integration of side effects. The successful implementation of these approaches to increase the quantity and heighten the quality of the identified ideas depends on various influencing factors, such as the abilities and properties of the manufacturer as well as the characteristics of the product.
The approach and explanatory model developed in this thesis can be used by manufactures of branded goods to systematically stimulate suppliers to gain new product ideas. Also, the work indicates the development of necessary abilities regarding the characteristics of the product as well as of the company. The validity of these results, developed upon the basis of the qualitative approach of research implemented in this paper, requires further investigation.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Gassmann, Oliver (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Herstatt, Cornelius (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Wirtschaftswissenschaften

Sprache


GER

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


17.09.2012

Erstellungsjahr (yyyy)


2011

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


3949

Quelle



PDF-File


dis3949.pdf

Dokumentverknüpfung


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