Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


nein

Titel


An economic theory of country membership policies

Titel (englisch)



Autor/Autorin


de Frutos, Fernando

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


30.05.1972

Geburtsort



Matrikelnummer


10604353

Schlagwörter (GND)


Öffentliches Gut; Einwanderung; Welthandel; Finanzwirtschaft

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)



Freie Stichwörter (englisch)


Country Membership; Country Formation; Economic Citizenship; Investor Programs; Club Goods; Public Goods; Economic Crowding; Government Size; Population Size; Immigration; International Trade; Public Finance; Political Economy; Social Homogeneity; Unions and Secessions

Kurzfassung


Diese Doktorarbeit ist darauf ausgerichtet, eine ökonomische Theorie von Richtlinien für Ländermitgliedschaften zu erstellen. Unter der Annahme, dass eine solche Mitgliedschaft ein gemeinsames Eigentums- und Benutzungsrecht des öffentlichen Kapitals eines Landes beinhaltet, leitet das Modell davon einen ausgeglichenen minimalen Mitgliedschaftsbeitrag ab, den die einheimische Bevölkerung von neuen Mitgliedern verlangen sollte. Die Analyse fokussiert sich darauf, wie sich neue Mitglieder auf die Vorteile von Skaleneffekten bei öffentlichen Gütern, die breitere Verteilung von öffentlichem Kapital, sowie die potentiellen ökonomischen Externalitäten auswirken.

Das Modell besagt, dass der Mitgliederbeitrag parallel zur Höhe des öffentlichen Kapitals steigt und dass er umgekehrt proportional zum Ausmass von Öffentlichkeit ist. Durch Neuzugänger verursachte Überbevölkerungseffekte bei öffentlich zur Verfügung gestellten Gütern erhöhen den Zugangsbeitrag. Er sinkt jedoch mit steigender allgemeinen sozialen Homogenität der einheimischen Bevölkerung, wobei durch neue Mitglieder verursachte Änderungen dieser Homogenität den Mitgliederbeitrag wieder steigen lässt. Die durch ein neues Mitglied erhöhte Produktivität oder das vergrösserte Humankapital senken den Mitgliederbeitrag bei einer temporären Mitgliederschaft, während der Effekt, wenn die Mitgliedschaft permanent ist, sowohl davon abhängt, ob der Kapitalrendite endogen oder exogen bedingt ist, als auch vom Typ der modellierten Produktivität. Unter der Annahme, dass das private und öffentliche Kapital komplementäre Produktionsfaktoren sind, zeigt das Modell des Weiteren, dass der Mitgliederbeitrag mit zunehmendem privaten pro Kopf Kapital der einheimischen Bevölkerung steigt während er mit jenem des neuen Mitgliedes sinkt.

Diese Doktorarbeit analysiert auch die politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen abhängend von unterschiedlichem Kapital, den heterogenen Fertigkeiten, der soziale Homogenität und der Vorliebe der Regierung innerhalb der einheimischen Bevölkerung und wie sie die Eintrittsgebühr verändert.

Empirische Daten von Immigranteninvestorenprogrammen deuten darauf hin, dass öffentliches und privates Kapital im Gastland positiv mit dem Beitrag korreliert, das man von einem Bewerber verlangt. Diese Korrelation ist jedoch schwach und beeinträchtigt durch die Datenverfügbarkeit und getroffenen Annahmen. Hinweise vom Erwerb der Einwohnerschaft durch Einbürgerung deuten auf ein positives Verhältnis von öffentlichem Kapital und der Anzahl Jahren von verlangtem rechtlichen Aufenthalt hin. Diese Resultate jedoch unterschiedlich, wenn ein breiteres Mass wie der MIPEX access to Nationality Index angewendet wird.

Das Ländermitgliedschaftsmodell behält seine erklärende Aussagekraft, auch wenn man verschiedenen Grundannahmen verändert - Kapitalrendite, Komplementarität der Faktoren und das Ausmass von wirtschaftlicher Offenheit - und schlägt eine Brücke zwischen den folgenden Gebieten der ökonomischen Literatur über Immigration: Arbeitsmarkttheorie, internationaler Handel und öffentliche Finanzwissenschaft.

Kurzfassung (englisch)


This thesis sets out to provide an economic theory of country membership policies. Assuming membership provides joint ownership and user rights over a county's public capital, the model derives the equilibrium minimum membership fee that the native population should require from prospective new members. The analysis focuses on the trade-offs between the benefits from economies of scale in the provision of public goods, the ownership dilution of public capital and the potential economic externalities generated by a new member.

The model implies that the membership fee is increasing with the amount of public capital stock and inversely related to its degree of publicness. Crowding effects in publicly provided goods caused by a new entrant increase the required contribution. Additionally, the membership fee is decreasing with the overall degree of social homogeneity in the native population, although changes in the latter caused by a new member cause the fee to rise. Productivity or human capital increases induced by a new member reduce the membership fee for temporary membership, whilst its effect when membership is permanent depends on whether the return on capital is endogenously or exogenously determined, as well as the type of productivity modelled. Further, when assuming that private and public capital are complementary factors of production, the membership fee is increasing with the private capital endowments per capita of the native population and decreasing with those of the new member.
This dissertation also analyses the political economy implications arising from different wealth endowments, heterogeneous skills, social homogeneity, and government preferences within the native population, and how they alter the membership fee.

Empirical data from immigrant investor programs points towards public and private capital stocks in the host country being positively related to those asked to an applicant, but the relationship is weak and hampered by data availability and estimating assumptions. Evidence from the acquisition of citizenship by naturalisation also indicates a positive relationship between public capital and the number of years of legal residence requested, whilst results are mixed when using a broader measure like the MIPEX Access to Nationality index.

The country membership model maintains its explanatory power after altering some of its main assumptions - return on capital, factor complementarity, and degree of economic openness - effectively building a bridge between the economic literature on immigration that stems from the areas of Labor Economics, International Trade and Public Finance.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Sunde, Uwe (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Evenett, Simon (Prof. PhD)

Erweitertes Diss. Komitee


Poutvaara, Panu (Prof. Dr.)

Fachgebiet


International Affairs and Political Economy (DIA)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


22.02.2016

Erstellungsjahr (yyyy)


2015

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4451

Quelle



PDF-File


dis4451.pdf

Dokumentverknüpfung


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letzte Änderung: 01/12/2016 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]