Metadaten







Promotionsordnung


PromO94

Kumulative Dissertation


ja

Titel


Structuration Theory and Organization Research

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Broger, Daniel

Unter Mitarbeit von



Geburtsdatum


27.04.1977

Geburtsort



Matrikelnummer


98615123

Schlagwörter (GND)


Organisationstheorie; Strukturation; Identität; Intelligenz; Zukunftsplanung

DDC (Dewey Decimal Classification)


Sozialwissenschaften - 300

Freie Stichwörter (deutsch)


Giddens, Anthony; Organisationale Intelligenz; Organisationale Identität

Freie Stichwörter (englisch)


Structuration; Organizational Intelligence; Organizational Foresight; Organizational Identity

Kurzfassung


Diese Arbeit setzt sich mit der Verwendung der Giddens'schen Strukturationstheorie in der Organisationsforschung auseinander. Es soll aufgezeigt werden, wie fruchtbar ein Rückgriff auf Sozialttheorien - hier die Strukturationstheorie - sein kann. Wir präsentieren drei Beiträge, wobei jeder für sich sowohl einen inhaltlichen, wie auch einen methodischen Zugewinn bieten soll. Der erste Beitrag geht der Frage nach, welchen Einfluss die Strukturationstheorie in der Vergangenheit auf die Forschung zur Organisationalen Intelligenz gehabt hat. Methodologisch ergänzt dabei unser analytischer Ansatz frühere, eher oberflächliche Untersuchungen zum Einfluss von Giddens' Theorie auf bestimmte Forschungsfelder. Dass wir für unsere Untersuchung eine analytische Aufteilung der Strukturationstheorie in sechzehn Dimensionen vornehmen und letztere dann zur Analyse und Diskussion wissenschaftlicher Beiträge entlang unterschiedlicher Auffassungen von Organisationaler Intelligenz heranziehen, erlaubt uns, eine detaillierte Landkarte der Verwendung der Giddens'schen Theorie in diesem Forschungsfeld zu zeichnen. Im zweiten Beitrag wird eine praxeologische Theorie der Zukunftsorientierung (engl. foresight) in Organisationen auf der Basis der Strukturationstheorie entwickelt. Aus methodologischer Sicht fragen wir, welche Rollen Sozialtheorien in der Entwicklung von Organisationstheorien spielen können. Sozialtheorien können aufgrund ihrer abstrakten und generellen Natur nämlich sowohl als Sensibilisierungsinstrument in der Generierung Empirie-gestützter Theorien mittlerer Reichweite im Sinne Mertons (1967) verwendet werden, als auch als Vorlage für die Formulierung von Organisationstheorien durch disziplinierte theoretische Reflexion dienen. Die hier eingeführte Theorie verwendet die Strukturationstheorie im letzteren Sinne. Der dritte Beitrag präsentiert die Ergebnisse einer ethnographischen Studie, in welcher die alltäglichen sozialen Praktiken von Mitgliedern eines Corporate Venture in Bezug auf die Konstruktion einer gemeinsamen Identität hin untersucht wurden. Die Idee des Identitätsentwurfs als sozial verhandeltes, vorläufiges Selbstbild und die Verwendung der Strukturationstheorie als analytische Brille erlauben uns, eine Typologie und ein granulares Bild der sozialen Praktiken zur Herstellung von Identität in organisationalen Situationen hoher Ambiguität zu entwickeln. Aus methodologischer Sicht bedingt das, dass wir uns auch mit der Frage nach dem Status der Strukturationstheorie als Forschungsprogramm auseinandersetzen.

Kurzfassung (englisch)


This doctoral thesis makes the case for the use of Anthony Giddens's theory of structuration in the field of organization studies. We present three self-contained papers, each aimed to contribute at the topic level as well as the methodology level. In the first paper, we assess structuration theory's impact on organizational intelligence research. Our analytical approach provides an alternative to earlier accounts, which have followed a less analytical approach to assess Giddens's impact on a particular field of study. By extracting from Giddens' theoretical writings sixteen dimensions that we consider central to the "spirit" of his structuration theory, and using them to assess contributions on different notions of organizational intelligence, we are able to draw a detailed map of the use of structuration theory in organizational intelligence research. In the second paper, we present a practice-based theory of foresight in organizations that transcends existing dualisms in foresight research. We reflect on the different roles social theory in general and structuration theory in particular can play in building organizational theories. We suggest that structuration theory can be employed either as "sensitizing device" to formulate Mertonian-type theories of the middle-range, or as "template", i.e. a source of inspiration to formulate substantive theories through disciplined theoretical reflection. The theory we then introduce represents a case of the latter. In the third paper, we explore how members of organizations (re)construct a shared sense of identity in situations of high identity ambiguity. The newly introduced concept "identity draft" denotes the socially constructed, provisional, and future-oriented self-conception blueprints which organizational members create when they seek to establish a (new) identity for their organization. We present a longitudinal ethnographic study of identity drafting in a corporate venture, using structuration theory as analytical lens. This requires that we reflect upon structuration theory's status as a "research programme" and that we develop some general rules of structurationist inquiry. In the concluding section, we provide a synthesis of our findings and propose some future research avenues.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Schwaninger, Markus (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Müller-Stewens, Günter ( Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Wirtschaftswissenschaften

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


19.09.2011

Erstellungsjahr (yyyy)


2011

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


3873

Quelle



PDF-File


dis3873.pdf

Dokumentverknüpfung


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