Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


nein

Titel


Der Zusammenhang zwischen Management Control und der Förderung von radikaler Innovation in mittleren und grossen Unternehmen

Titel (englisch)


The Role of Management Control in Fostering Radical Innovation in Established Companies

Autor/Autorin


Häuptli, Daniel

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


23.09.1983

Geburtsort



Matrikelnummer


03603743

Schlagwörter (GND)


Management Accounting; Controlling; Management; Unternehmensplanung; Innovation; Corporate Entrepreneurship

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)


Management Control; Management Control Systems; Accounting; Unternehmensführung; Unternehmenssteuerung; radikale Innovation

Freie Stichwörter (englisch)


Radical Innovation; Entrepreneurship; Effectuation; Opportunity; Ambidexterity; Ambidextrous Organization

Kurzfassung


Diese Dissertation folgt dem Forschungsaufruf von Davila, Foster und Oyon (2009), den Zusammenhang von Management Control mit radikaler Innovation in etablierten Unternehmen zu untersuchen. Die Schnittstelle der beiden Forschungsbereiche "innovation and entrepreneurship" und "accounting and control" ist wenig erforscht. Sie glauben, dass ein besseres Verständnis über die Zusammenhänge von radikaler Innovation und Management Control nicht zuletzt wegen der Wichtigkeit des Themas für Praktiker anzustreben ist.
Als Forschungsmethode wurde die Fallstudienmethode nach Stake (1995) angewendet. Folgende drei Fallstudien wurden ausgewählt: Die Abteilung Business Innovation und das Venture car2go von Daimler, das Venture m-way der Migros-Gruppe sowie der Innovationsfonds von ABB. Damit war die Förderung von radikaler Innovation nach der Topdown- und der Bottom-up-Methode (Davila et al., 2009) als Fallstudie vorliegend. Auch waren "structural" und "contextual ambidexterity" (Birkinshaw & Gibson, 2004) als Formen der Förderung von radikaler Innovation in etablierten Unternehmen zur Untersuchung vorhanden.
Als erster Beitrag für Forschung und Praxis ist die Erläuterung der Ausprägung von Management Control für die Förderung von radikaler Innovation in den Fallstudien- Unternehmen im Sinne von "dichten", kontextsensitiven Beschreibungen zu zählen. Weiter ist die Erkenntnis hervorgegangen, dass sich die erweiterte Opportunity Map in Anlehnung an Grichnik (2006) und der Effectuation-Ansatz nach Sarasvathy (2001) als Orientierungshilfe für den Zusammenhang zwischen Management Control und radikale Innovation in etablierten Unternehmen eignen. Die erweiterte Opportunity Map kann als "Landkarte" dienen, um Zusammenhänge von Management Control und radikaler Innovation in etablierten Unternehmen besser zu verstehen - auch in anderen Kontexten als in den Fallstudien-Unternehmen. Weil Entscheidungsfindung ("decision making") in der Accounting-Theorie einen zentralen Stellenwert hat und die unternehmerische Gelegenheit ("opportunity") auch aus entscheidungsorientierter Perspektive der Opportunity Map zugrunde liegt, besteht für Management Control und radikaler Innovation mit diesem Konzept eine gemeinsame Diskussionsebene. Der Effectuation-Ansatz kann insbesondere die dynamischen Aspekte von radikaler Innovation erklären und für Management Control greifbar machen.
Als Konklusion aus den Untersuchungen wird erläutert, inwiefern Aspekte von Management Control befreiende oder kontrollierende Einflüsse auf die Förderung von radikaler Innovation ermöglichen können. Insbesondere wurde aufgezeigt, wie mit Cybernetic Control die Schaffung von radikaler Innovation in etablierten Unternehmen effektiver und effizienter gemacht werden kann. Diese Erkenntnis ist von Praktikern noch nicht als "gebrauchsfertiges Werkzeug" für die Ausgestaltung von Management Control zu verstehen. Es handelt sich bei dieser Erkenntnis um eine Grundlage für weitere Hypothesen, die von Forschern mit (quantitativen) Forschungsmethoden überprüft werden können.

Kurzfassung (englisch)


This study presents an in-depth investigation of management control in the context of radical innovation in established companies. It hereby addresses a research gap defined by Davila, Foster and Oyon (2009). According to these authors accounting and control is perceived as nothing else but detrimental to entrepreneurship and innovation. However, this traditional paradigm of accounting and control should be challenged. A deeper understanding of how accounting and control interlinks with entrepreneurship and innovation in established companies is desirable also because of its relevance to the world of management.
The research design employed the case study method (Stake, 1995) as an inductive approach to provide meaningful insights. Three large corporations were chosen as case studies: The Business Innovation unit and the venture car2go of Daimler; the venture m-way of the Migros-Group; the Innovation Fund of ABB. Hereby examples for contextual and structural ambidexterity as well as top-down and bottom-up sources for radical innovation were present for investigation.
A first contribution to research and practice was realized with the opportunity map of Grichnik (2006), which was adapted to the context of established corporations and management control. As framework for the case research it has proven to be suitable to discuss the relationship between management control and radical innovation in established corporations. This finding applies also to the concept of effectuation (Sarasvathy, 2001). This concept is especially useful to understand the dynamic nature of radical innovation and its implications for management control in established companies.
As a conclusion an explanation is drawn for how management control ideally should interlink with radical innovation in established companies. Hereby especially a cybernetic process is interesting, which was discovered within the Business Innovation department of Daimler. This cybernetic process applied as information and decision support system allows activities for fostering radical innovation to be more efficient and effective. This conclusion should not be understood as a tool for the direct use by practitioners. Instead, it serves as basis for further hypotheses, which can be tested with (quantitative) methods.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Leibfried, Peter (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Schäfer, Dirk (Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Betriebswirtschaftslehre (PMA)

Sprache


GER

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


16.09.2013

Erstellungsjahr (yyyy)


2013

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4151

Quelle



PDF-File


dis4151.pdf

Dokumentverknüpfung


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letzte Änderung: 09/10/2013 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]