Metadaten







Promotionsordnung


PromO94

Kumulative Dissertation


nein

Titel


Transparenzorientierte Informationssysteme komplexer Dienstleistungen : Bedeutung ratingbasierter Rankingangaben im Nutzungszyklus des primären Dienstleistungsnutzers im universitären Hochschulwesen

Titel (englisch)


Transparency oriented information systems of complex services : Relevance of rating-based rankings in the usage cycle of the primary service user in the setting of higher education at universities

Autor/Autorin


Hensler, Bruno

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


09.01.1969

Geburtsort


Einsiedeln

Matrikelnummer


02606168

Schlagwörter (GND)


Dienstleistung; Rating; Verbraucherinformation; Nutzung; Means-end-Theorie; Signaltheorie; Hochschule; Ranking

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)


Hochschulranking; transparenzorientiert; Offenlegung; Signaltheorie; Komplexitätsbewältigung; Student; Universität; Informationssystem; Transparenz; Komplexität

Freie Stichwörter (englisch)


Services; university; transparency; university ranking; higher education; rating; transparency-oriented; publication; signaling

Kurzfassung


Dienstleistungen kommt in reifenden Volkswirtschaften eine zunehmende wirtschaftliche Bedeutung zu. Die Dynamisierung der Rahmenbedingungen, der Bedürfnisse sowie der Leistungskomponenten führen für den primären Dienstleistungsnutzer (DLNprim) zu einer steigenden Angebotsvielfalt. Daraus leitet sich für ihn gesamthaft eine zunehmende Komplexität und in der Folge eine erhöhte Unsicherheit ab. Ratingbasierte Rankings (Rangierungen) lassen sich als systematisch vergleichende, transparenzorientierte Informationssysteme beschreiben, mit deren Hilfe Komplexität und Unsicherheit zu bewältigen versucht wird.
Aufgrund der wissenschaftlich spärlich ergründeten Bedeutung solcher Systeme aus Sicht des DLNprim wird am Beispiel der komplexen Dienstleistung "Universitärer Lehrgang" den Fragen nachgegangen, wie der DLNprim ratingbasierte Rankingangaben entlang des Nutzungszyklus nutzt, und welches die Funktion, die Wirkung sowie der ihm daraus erwachsende Nutzen ist? Die Signaltheorie, in welcher ökonomische und behavioristische Theorieansätze teilweise verschmelzen, dient hierzu in der vorliegenden 3-stufigen, explorationsorientierten Untersuchung als beobachtungsleitender Bezugsrahmen und Erklärungsansatz. Aus Interviews mit Interessierten (Vornutzung), Studierenden (Nutzung) und Ehemaligen (Nachnutzung) gewonnene Erkenntnisse werden anhand der Absolventenbefragung der Universität St. Gallen (HSG) quantitativ validiert und mittels interkulturell zusammengesetzter Fokusgruppen reflektiert.
Die Untersuchung fördert deutliche Hinweise zu Tage, wonach, entgegen der zuvor beschriebenen Absichten solcher Systeme, Hochschulrankings beim DLNprim objektiv zu einer erhöhten Komplexität führen, da es für die Deutung der Angaben vorerst die dem Ranking zu Grunde liegende individuelle Systematik zu kennen gilt. Daneben zeigt sich jedoch auch, dass Rankingangaben beim DLNprim vertrauensbasiert als signalisierende Referenzpunkte für die Information, Selektion, Konfirmation und Kommunikation bezüglich der Sinnhaftigkeit und Werthaltigkeit des eigenen Tuns funktionieren. Basierend auf dem vom DLNprim berichteten simplifizierenden Denkmodell scheinen Rankingangaben subjektiv komplexitäts- und unsicherheitsreduzierend zu wirken. Rankings müssen im Management von universitären Hochschulen äusserst relevante Instrumente darstellen, über deren weitreichende Wirkungsdynamiken es sich jederzeit bewusst zu sein gilt.
Forschungsmethodisch hat sich die im Rahmen der Means-End-Analyse erfolgte Weiterentwicklung der Aggregierungen und Terminologien als zielführend erwiesen.
Es zeigt sich, dass zusätzlicher Forschungsbedarf hinsichtlich Analogien mit Aspekten der Markenführung besteht. Zudem gilt es vor dem Hintergrund der steigenden Etablierung von Social Medias die künftige Nutzungsdynamik von Rankingangaben zu untersuchen.

Kurzfassung (englisch)


Services are becoming increasingly important in maturing economies. Additionally, as a result of changes in overall business conditions and needs in general, primary service users (SUprim) are facing an ever growing selection of service options, which has led to a higher degree of complexity and a growing uncertainty. Relational rankings based on a rating process can be seen as systematic, comparative, transparency-oriented information systems which seek to overcome complexity and uncertainty.
Given the lack of research regarding the importance of such information systems from the point of view of the SUprim, this study is based on an academic university program seen as an example of a complex service. Following the usage cycle we explored answers to the questions of how the SUprim is using ratings-based rankings and what its functions, its effects and its overall value will be. In this triangular, exploration-oriented study, the Signaling Theory, in which theoretical economic and behaviorism approaches are reflected, provides the framework for our research and explanations. Findings based on explorative interviews with applicants (pre-utilisation), students (utilisation), and alumni (post-utilisation) were quantitatively validated with data from our survey at University of St. Gallen (HSG) graduates at both the bachelor's and master's level and additionally reflected in discussions involving intercultural focus groups.
In contrast to the purpose described above, there are clear signs that university rankings lead to a higher level of complexity from an objective point of view: The SUprim first has to become familiar with the criteria used and their weighting in the rating system before being able to interpret the ranking information. However, we show that, operating mainly on a sense of trust, the SUprim uses the ranking information as references for information, selection, confirmation and communication of the meaningfulness of his own opinion and decision making. Based on the simplistic mindset of the SUprim, rankings seem to reduce complexity and uncertainty from a subjective point of view. Not only are rankings highly relevant in the service management of universities, but university managers must be attentive at all times to the dynamics of the overall effects rankings can cause.
From a methodical perspective, the research has further developed the aggregations and terminologies of the means-end-analysis, which has proven to be highly productive.
In addition to external validation, further research is needed concerning analogies between rankings and aspects of brand management. Moreover. in light of the in-creasing utilization of social media, future dynamics in the use of rankings need to be explored.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Bieger, Thomas (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Fueglistaller, Urs (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Wirtschaftswissenschaften

Sprache


GER

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


19.09.2011

Erstellungsjahr (yyyy)


2011

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


3897

Quelle



PDF-File


dis3897.pdf

Dokumentverknüpfung


Link zu diesem Dokument







letzte Änderung: 08/07/2015 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]