Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


ja

Titel


Essays on Political Economy Contests

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Denter, Philipp Georg

Unter Mitarbeit von



Geburtsdatum


30.09.1980

Geburtsort


Bonn

Matrikelnummer


06613277

Schlagwörter (GND)


Ökonomische Theorie der Politik; Property-Rights-Ansatz; Interessenpolitik; Informationsaustausch; Wahlkampf; Wettbewerb; Aufsatzsammlung

DDC (Dewey Decimal Classification)


Sozialwissenschaften - 300

Freie Stichwörter (deutsch)



Freie Stichwörter (englisch)


Contests; Political Competition; Communication; Lobbying; Conflict; Deterrence

Kurzfassung


Meine Dissertation hat vier Kapitel. In allen Kapiteln benutze ich Wettkampfmodelle um politökonomische Fragestellungen zu untersuchen.

In Kapitel 1 untersuchen ich und meine Koautorin Dana Sisak welchen Effekt öffentliche Meinungsumfragen für das Verhalten von konkurrierenden Parteien in einem politischen Wahlkampf hat. Ohne Umfragen haben die Parteien unabhängig vom Wahlsystem identische Anreize im Wahlkampf. Falls es Umfragen gibt, existiert in Demokratien mit einfachem Mehrheitswahlrecht immer ein Gleichgewicht in welchem die bislang beliebtere Partei stärker in den Wahlkampf investiert. Falls der Wahlkampf einen starken Einfluss auf den Wahlausgang hat, kann auch der gegenteilige Effekt auftreten. Handel es sich statt um Mehrheitswahlrecht um Verhältniswahlrecht, dann kann keine allgemeingültige Aussage bezüglich des Effektes von Umfragen gemacht werden, da die Ergebnisse explizit von den Wählerpräferenzen abhängen.

In Kapitel 2 untersuche ich wie Parteien in Wahlkämpfen verschiedene Themen hervorheben, wenn die Sichtbarkeit eines Themas die wahrgenommene Wichtigkeit beeinflusst. Haben Parteien komparative Vorteile, werden sie sich im Wahlkampf spezialisieren, solange kein Kandidat einen signifikanten Vorteil durch niedrigere Grenzkosten hat.
Wenn die Wählerschaft ex ante einen Themenbereich als vergleichsweise wichtig erachtet, werden beide Parteien sich auf dieses Thema konzentrieren; es kann also passieren, dass eine Partei mehr über ein Thema redet, bei welchem sie einen komparativen Nachteil hat, als über das Thema, bei welchem sie einen komparativen Vorteil hat.

In Kapitel 3 untersuchen ich und meine Koautoren John Morgan und Dana Sisak den freiwilligen und dezentralen Austausch von Informationen in einem Wettkampf. Die Ergebnisse stelle ich einer Situation mit verpflichtender Offenlegung von Informationen gegenüber. Verpflichtende Offenlegung senkt häufig die allokative Effizienz sowie steigert die ineffiziente Ressourcennutzung im Vergleich zur dezentralen Lösung. Transparenz hat somit oftmals negative Nebeneffekte.

In Kapitel 4 untersuchen meine Koautorin Dana Sisak und ich die endogene Durchsetzung von Eigentumsrechten in Wettkämpfen mit sequentieller Strategienwahl und unvollständigen Informationen. Zieht die Verteidigung zuerst und ist hinreichend stark, können bei vollständigen Informationen Eigentums-rechte perfekt gesichert werden, was in der Literatur häufig gezeigt wurde. Dieses Ergebnis bricht jedoch zusammen, sobald unvollständige Informationen berücksichtigt werden. Somit wird eine neue Erklärung für unsichere Eigentumsrechte gegeben.

Kurzfassung (englisch)


My dissertation consists of four chapters, all of which are devoted to the analysis of contests in a political economy context.

Chapter 1 studies the impact public opinion polls have on candidates' incentives to compete in a political campaign. Under a plurality rule, polls always can cause situations in which the more popular candidate campaigns more heavily. In close campaigns also the opposite may happen if having an influence is ceteris paribus not very expensive. Under proportional representation no clear statement about the effect is possible unless there is more information about the electorate available.

Chapter 2 studies communication strategies of candidates for a political office during the campaign contest, when campaigning has both a policy advertising and an issue priming component. If candidates have comparative advantages, they specialize in different issues. However, unlike predicted by Riker's dominance principle, specialization is usually imperfect, meaning candidates address all issue during the campaign. If one candidate has a large marginal cost advantage, he may spend more than his opponent also on issue in which he is disadvantaged. A candidate may also spend more on an issue he does not specialize in if voters ex-ante perceive this issue to be relatively important.

Chapter 3 studies situations where two lobbying groups compete for a political favor. When the goal of a policy maker is to keep the wastefulness of the competition low, under mild conditions a policy that mandates the disclosure of private information is not optimal and dominated by a policy of decentralized information sharing. The same holds true if the goal of a politician is to increase allocative efficiency.

Chapter 4 studies self-enforcement of property rights in a contest game. While under complete information the defender may deter the appropriator and so achieve secure property rights, this cannot happen when there is uncertainty about the appropriator's type, independent of risk preferences and relative ability in the contest. Hence, we give a new rationale for imperfectly enforced property that is not based on power but on heterogeneity and the thereby caused uncertainty faced by the defender.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Kolmar, Martin (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Skaperdas, Stergios (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee


Föllmi, Reto (Prof. Dr.)

Fachgebiet


Economics and Finance (PEF)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


17.09.2012

Erstellungsjahr (yyyy)


2012

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4061

Quelle



PDF-File


dis4061.pdf

Dokumentverknüpfung


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