Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


ja

Titel


Quality of Service im Internet

Titel (englisch)


Quality of Service on the Internet

Autor/Autorin


Hau, Thorsten

Unter Mitarbeit von


Brenner, Walter (Prof. Dr.); Zarnekow, Rüdiger (Prof. Dr.); Wulf, Jochen; Schindlholzer, Bernhard; Brocke, Henrik; Uebernickel, Falk (Dr.); Hochstein, Axel (Dr.); Büger, Matthias (Dr.); Ebert, Nico

Geburtsdatum


05.12.1980

Geburtsort


Giessen, Deutschland

Matrikelnummer


06-611-313

Schlagwörter (GND)


Internet; Dienstgüte; Datenübertragung; Multihoming; CDN-Netzwerk; Next Generation Network

DDC (Dewey Decimal Classification)


Allgemeines, Informatik, Informationswissenschaft - 000

Freie Stichwörter (deutsch)


Dienstqualität; QoS

Freie Stichwörter (englisch)


Multi-homing; Content delivery network; Quality of Service

Kurzfassung


Quality of Service (QoS) bedeutet, dass ein Kommunikationsnetzwerk unterschiedliche Qualitätsniveaus der Datenübertragung garantieren kann. Das Internet in seiner heutigen Form hat diese Fähigkeit nicht. Alle Daten, die über das Internet übertragen werden, werden von den Netzknoten gleich behandelt. Diese Situation stellt kein Problem dar, solange das Netzwerk nur schwach ausgelastet ist. Sobald aber mehr Datenverkehr anfällt, als das Netzwerk verarbeiten kann, müssen die Netzknoten entscheiden, welche Daten sie weiterleiten und welche Daten warten müssen. Das Problem, dass überlastete Netzknoten wichtige Daten nicht so schnell wie möglich weiterleiten, tritt vor allem an den Verbindungspunkten verschiedener Netzwerke (Peerings) auf. Kommerzielle Anbieter haben daher Content Delivery Networks (CDN) und Multi-Homing (MH) als Technologien zur Umgehung der Peerings etabliert.
In zwei Beiträgen untersucht diese Arbeit, wie sich CDN und MH auf das wirtschaftliche Kalkül der Internetanbieter auswirken. Es wird gezeigt, dass beide Technologien den Internetanbietern grössere Spielräume zur Preisgestaltung eröffnen, als dies normalerweise der Fall ist. Der zentrale Grund hierfür ist die Identifizierbarkeit der Quelle des Datenverkehrs und damit die Möglichkeit, eine Geschäftsbeziehung einzugehen. Ein interessantes Ergebnis ist, dass es durchaus möglich ist, dass der Preis für den Internetzugang für Endkunden auf null sinkt. Internetanbieter könnten sich nur über Einnahmen aus dem Geschäft mit Inhalteanbietern finanzieren und diese Einnahmen zur Subventionierung der Endkunden benutzen. Der Grund für solch ein Verhalten liegt im Wettbewerb um Eyeballs, also Endkunden, für deren Erreichbarkeit Werbetreibende eine hohe Zahlungsbereitschaft haben.
Drei Beiträge, die vor den gerade genannten Arbeiten über QoS entstanden sind, beschäftigen sich mit den IT-Trends Serviceorientierung, Industrialisierung und Out-sourcing. Diese Arbeiten sind in erster Linie der Arbeit in den jeweiligen Projekten mit Praxispartnern geschuldet, lassen sich aber auch als Kontext zu den QoS-Überlegungen interpretieren. Eine Analyse dieser Entwicklungen zeigt nämlich, dass sie auf zuverlässige QoS angewiesen sind und somit Treiber für die Weiter¬ent¬wick-lung des Internet darstellen.
Diese Argumentation wird in einem Beitrag in Form einer Synthese der beiden Themengebiete QoS und Serviceorientierung vertieft. Der Artikel argumentiert, dass das Internet als Teil der Wertschöpfungskette einer Dienstleistung ein unkalkulierbares Risiko darstellt und daher als Handicap für die weitere Verbreitung geschäftskritischer Services gesehen werden muss. Somit ist es notwendig, bestimmte Qualitätsniveaus der Daten¬über¬tra¬gung garantieren zu können, um die Vision des weltumspannenden Service-Netzwerks Realität werden zu lassen.

Kurzfassung (englisch)


Quality of Service (QoS) means that a communication network can guarantee reliable levels of data transmission quality. The Internet in its present form does not have this capability. All data that is sent over the Internet is being treated equally by all nodes of the network. This situation does not pose a problem as long as the network is only lightly loaded. As soon as there is more demand than there is capacity for data transmission, the nodes must prioritize certain data and delay other. The problem that overloaded network nodes do not forward important data as fast as possible primarily arises at the points of interconnection (peerings) between different networks. Commercial providers have therefore invented Content Delivery Networks (CDN) and Multi-Homing (MH). Both are technologies to circumvent peerings.
In two contributions, this work analyzes how CDN and MH influence the economic incentives of Internet service providers (ISPs). It is shown that both technologies open up greater possibilities for pricing than commonly available. The central reason for this is the possibility of a business relationship between the ISP and the originator of data traffic which becomes possible because the originator can be identified by the ISP. A further interesting result is the possibility of the end user price for Internet access falling to zero. ISPs could possibly be put in a situation in which it is feasible that all their income is generated on the content provider side and that revenues from this business are used to subsidize end user access. Such a situation is quite feasible when taking into account the competition for eyeballs, i.e. end users which advertisers want to reach.
Three contributions that were written prior to the just mentioned works on QoS treat three important IT-trends: Service orientation, industrialization and outsourcing. These articles should be seen primarily as results of the respective projects with industry partners. However, they can also be interpreted as contextual to the QoS works. An analysis of the three mentioned trends shows that they are all highly dependent on reliable QoS and thus can be seen as business drivers for the advancement of the Internet infrastructure towards QoS capabilities.
This argument is further developed in an article that attempts the synthesis of the two disjunct issues of "QoS" and "service orientation". The article argues that the Internet as a part of the service value chain presents an uncontrollable risk factor and is thus a handicap for the further distribution of business critical applications via the Internet. It is necessary to be able to guarantee certain quality levels of data transmission in order to reach the goal of a worldwide network of distributed services.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Brenner, Walter (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Zarnekow, Rüdiger (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Betriebswirtschaftslehre BMA

Sprache


GER

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


22.02.2010

Erstellungsjahr (yyyy)


2009

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


3736

Quelle



PDF-File


dis3736.pdf

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letzte Änderung: 11/14/2013 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]