Metadaten







Promotionsordnung



Kumulative Dissertation



Titel


Organisationale Identifikation im Unternehmenskontext - Treiber, Wirkungen und Ansatzpunkte für das Management

Titel (englisch)


Organizational Identification - Antecedents, Outcomes, and Implications for Management

Autor/Autorin


Böhm, Stephan

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


03.10.1978

Geburtsort


München

Matrikelnummer



Schlagwörter (GND)


Hilti AG; Asea-Brown-Boveri-Aktiengesellschaft; MacDonald’s Corporation; Southwest Airlines; Unternehmen; Mitarbeiter; Identifikation; Gruppenidentität; Commitment (Management)

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)


ABB AG; Organisationale Identifikation; Kollektive Identifikation; Kollektive Identität; Organisationales Commitment; Mitarbeiterführung; Transformationale Führung; Kündigungsabsicht; Führung; Strukturgleichungsmodell; Perspektive; Stolz

Freie Stichwörter (englisch)


Organizational Identification; Collective Identification; Collective Identity; Organizational Commitment; Transformational Leadership; Turnover Intention; Structure Equation Model; Perspective; Pride

Kurzfassung


Die vorliegende Arbeit zielt darauf, den Kenntnisstand zur organisationalen Identifikation (OI) zu erweitern und theoretisch wie praktisch relevante Einsichten bzgl. der aktiven Stärkung und langfristigen Nutzung von organisationaler Identifikation zu generieren. Hierzu wird zunächst der Frage nachgegangen, was OI ist, welche Ausprägungen von OI unterschieden werden können und wie OI auf individueller und kollektiver Ebene entstehen kann. In einem weiteren Schritt wird ein Ursache-Wirkungs-Modell der kollektiven OI entwickelt, welches propagiert, dass ein transformationales Führungsklima auf Abteilungsebene zu einer Steigerung der Stärke der kollektiven Identität in den Abteilungen führt. Diese wiederum erleichtert den Mitarbeitern die gemeinsame Identifikation mit dem Unternehmen. Die kollektive OI auf Abteilungsebene erweist sich ferner als wesentlich für wichtige Effekte in Unternehmen. So wird angenommen, dass verstärkte kollektive OI das kollektive Commitment der Mitarbeiter erhöhen kann, da diese sich verstärkt für die Organisation einsetzen wollen. Hierdurch wird der Wunsch, das Unternehmen zu verlassen, nachhaltig reduziert, wodurch die kollektive Kündigungsabsicht sinkt. Das so entwickelte Modell der kollektiven OI wird anschliessend einem quantitativ-empirischen Test unterzogen, wobei Daten aus drei Mitarbeiterbefragungen bei einem europäischen Konzern zum Einsatz kommen. Durchschnittlich 2.355 Mitarbeiter aus 145 Abteilungen und 26 Ländern werden in die finalen Analysen einbezogen, die grösstenteils mittels Strukturgleichungsrechnungen erfolgen. Im Rahmen verschiedener Analyseschritte können alle Hypothesen bestätigt werden. Als Kernerkenntnis ist festzuhalten, dass die kollektive OI der Mitarbeiter primär durch die Vermittlung einer starken kollektiven Identität angesprochen werden kann. In einem letzten Schritt wird mit Hilfe einer qualitativ-empirischen Studie untersucht, wie Führungskräfte handeln können, um eine starke kollektive Identität zu erzeugen. Die Auswertung von acht Fallstudien und 21 Management-Interviews aus neun verschiedenen Unternehmen zeigt, dass zwei Dimensionen eine starke und nachhaltige organisationale Identität charakterisieren: die strategische Zukunftsperspektive des Unternehmens sowie der gemeinsame Stolz auf das Unternehmen. Gelingt es Führungskräften, beide Dimensionen über entsprechende Hebel zu stärken, so schaffen sie eine tragfähige und zukunftsgerichtete Identität, welche langfristig die kollektive Identifikation der Mitarbeiter ermöglicht, Trägheit verhindert und Leistung fördert. Zum Abschluss der Arbeit werden die Limitationen der Studie aufgezeigt und Implikationen für Wissenschaft und Praxis abgeleitet.

Kurzfassung (englisch)


This dissertation aims at extending the understanding of organizational identification (OI) as a highly relevant construct for both research and practice. In a first step, it investigates which forms of OI exist and how OI develops at both an individual and collective level of analysis. In a second step, a comprehensive, encompassing theoretical framework of collective organizational identification is derived. It is hypothesized that a transformational leadership climate fosters the identity strength within a department, which in turn leads to an enhanced collective identification of the employees. Concerning the outcomes of collective identification, it is theoretically argued that the construct has a positive effect on collective organizational commitment, which in turn reduces the collective turnover intention within the department. In a third step, the theoretical model of collective identification is empirically tested. Therefore, a longitudinal survey study is conducted, gathering data at three different times. The data was collected from 26 different country locations of a multinational company. The study sample comprised an average number of 2,355 employees nested within 145 work units. The empirical analyses found support for a reliable and valid construct of collective identification that is different from related constructs (i.e., collective commitment, collective identity). Further, hypotheses testing confirmed all relationships proposed in the nomological net. In a last step, the thesis investigates what leaders can do to build a strong and sustainable collective identity to foster in turn their employees’ identification and commitment. The analysis of eight case studies and 21 management interviews showed that two dimensions characterize a strong collective identity: the strategic perspective as well as the organizational pride of the company. If leaders are successful in strengthening both dimensions by certain levers, they create a sustainable identity which facilitates identification, commitment, and performance while it prevents organizational inertia. The dissertation concludes with the study’s limitations, suggestions for practitioners, and future research directions.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Bruch, Heike (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Gomez, Peter (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Wirtschaftswissenschaften

Sprache


GER

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


18.02.2008

Erstellungsjahr (yyyy)


2008

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


3418

Quelle


Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler / GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden, 2008

PDF-File


dis3418.pdf

Dokumentverknüpfung


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