Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


nein

Titel


Die Kompetenzen der Europäischen Union für ausländische Investitionen in und aus Drittstaaten

Titel (englisch)


The European Union's Competences for Foreign Investment in relation to Third Countries

Autor/Autorin


Schmitt, Ramona

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


29.02.1984

Geburtsort


Bamberg

Matrikelnummer


08615510

Schlagwörter (GND)


Europäische Union; Auslandsinvestition; Drittland; Investitionsschutz

DDC (Dewey Decimal Classification)


Recht - 340

Freie Stichwörter (deutsch)


EU; Investitionen; Kompetenzen

Freie Stichwörter (englisch)


European Union; Foreign Investment; competences

Kurzfassung


Die Arbeit beschäftigt sich mit den Kompetenzen der Europäischen Union (EU) für ausländische Investitionen. Nach jahrelangen Diskussionen um die Reichweite der Gemeinsamen Handelspolitik wurde der EU mit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon am 1. Dezember 2009 eine explizite, ausschliessliche Kompetenz für "ausländische Direktinvestitionen" übertragen (Art. 207 Abs. 1 AEUV). Bislang waren vornehmlich die Mitgliedstaaten im Bereich des Investitionsschutzes aktiv, während die Rolle der Europäischen Gemeinschaft (EG) sehr begrenzt war. Diese Entwicklung bringt viele rechtliche Fragen mit sich, die in dieser Studie adressiert werden.
Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage nach der Reichweite der Zuständigkeit für ausländische Direktinvestitionen gem. Art. 207 Abs. 1 AEUV. Da diese in den EU-Verträgen nicht näher konkretisiert wird, gehen die Meinungen innerhalb des Schrifttums und in der Praxis hierzu auseinander. Um ein vollständiges Bild über die Kompetenzen der Union im Bereich des Investitionsrechts zu erhalten, wird darüber hinaus analysiert, ob sich anderen Vertragsbestimmungen des AEUV explizite oder implizite Kompetenzen für die Regelung ausländischer Investitionen entnehmen lassen.
Im Anschluss werden die Auswirkungen der Kompetenzübertragung auf die bestehenden mitgliedstaatlichen Investitionsschutzabkommen thematisiert. Hierbei wird insbesondere ermittelt, welche Folgen die Kompetenzverschiebung aus völkerrechtlicher und europarechtlicher Sicht mit sich bringt. In diesem Zusammenhang wird auch der Vorschlag der Kommission zur Einführung einer Übergangsregelung eingehend erörtert und bewertet.
Abschliessend werden einige Überlegungen zur künftigen Wahrnehmung der investitionsrechtlichen Kompetenzen und zur Ausgestaltung des Investitionsschutzsystems auf europäischer Ebene angestellt. Unter Berücksichtigung der Auffassung der EU-Organe werden grundsätzliche Wege aufgezeigt und mögliche Inhalte künftiger EU-Investitionsschutzabkommen diskutiert.

Kurzfassung (englisch)


This dissertation centres on the European Union's (EU) competences for foreign investment. After many years of discussing the scope of the common trade policy, the EU was given an explicit and exclusive competence for "foreign direct investment" (Art. 207(1) TFEU) with the coming into force of the Lisbon Treaty on the 1st December 2009. Up until that point it was primarily the Member States which had been active in the area of investment protection, with the European Community's (EC) role being very limited. This development brings with it many legal questions, which this thesis seeks to address.
The central question in this evaluation is the scope of the competence for foreign direct investment. As the EU treaties themselves do not provide further guidance in this respect, there are differing opinions as to the precise implementation of the competence both amongst commentators and in practice. In order to obtain a comprehensive picture of the Union's competences in the field of investment law, an expansive analysis will be conducted to ascertain whether explicit or implicit competences to regulate foreign investments can be drawn from other provisions of the TFEU.
The effect the competence transfer has on the existing International Investment Agreements (IIA) of the Member States will then be discussed. The consequences of this shift will be examined particularly from a public international law and European law perspective, after which the Commission's proposal to introduce a transitional rule will be closely scrutinised and debated.
The dissertation will conclude with a deliberation on the future use of the competences and the kind of shape a European investment protection system could take. By considering the view of the EU organs − as expressed through various statements and proposals − several general questions will be addressed, including a discussion on the possible content of future IIAs.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Odendahl, Kerstin (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Aaken, Anne van (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Rechtswissenschaft (DLS)

Sprache


GER

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


18.02.2013

Erstellungsjahr (yyyy)


2013

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4110

Quelle


Herbert Utz Verlag, München, 2013

PDF-File


dis4110.pdf

Dokumentverknüpfung


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