Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


nein

Titel


The joint strict indirect environmental civil liability of banks in Brazil from a Law and Economics perspective

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Pacheco Pelucio, Aline

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


19.01.1987

Geburtsort


Campinas, Brazil

Matrikelnummer


14-603-062

Schlagwörter (GND)


Umwelthaftung; Bank; Corporate Governance; Innenpolitik; Recht; Wirtschaft

DDC (Dewey Decimal Classification)


Recht - 340

Freie Stichwörter (deutsch)


Umwelthaftung; Banken; Corporate Governance; soziale und ökologische Innenpolitik; Recht und Wirtschaft

Freie Stichwörter (englisch)


Environmental liability; banks; corporate governance; social and environmental internal policies; law and economics

Kurzfassung


“Das Thema dieser Forschungsarbeit ist “Die gemeinsame strikte indirekte umweltliche zivile Verantwortung der Banken in Brasilien im Anbetracht der rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Perspektive”. Es ist das Vorhaben des Projektes zu diskutieren, ob die gemeinsame strikte indirekte umweltliche zivile Verantwortung der Banken, welche derzeit mit Grundlage in spezifischen Provisionen der brasilianischen Umweltpolitik und des bürgerlichen Gesetzbuches ein Trend in den brasilianischen Gerichtshöfen und in der Doktrine ist, die beste verfügbare Alternative des brasilianischen rechtlichen Systems ist, um Umweltschäden, welche von Projekten entstehen die von Banken finanziert werden, all dies von einer rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Sicht.
Heutzutage gibt es ein Konsensus, sowohl im Milieu der Jura und Wirtschaft, wie auch der Geschäftsführung, dass umweltliche Nachhaltigkeit für die Ausführung von Geschäftsaktivitäten in Betracht gezogen werden muss. Angesichts dessen muss die Verlängerung des Konzepts der gemeinsamen strikten indirekten umweltlichen zivilen Verantwortung sorgfältig überprüft werden, da diese Art von Verantwortung auf signifikanter Weise die Kosten und die Vorhersehbarkeit der Investitionen in Brasilien als ein Ganzes, sowohl wie die nationalen Konditionen des finanziellen Systems beeinflusst.
In Anbetracht der vorstehenden Erläuterungen, ist das finale Ziel dieser Arbeit der Vorschlag einer für Brasilien passenden legalen Lösung, von einer rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Perspektive, welche Folgendes zusammenfügen soll: (i) die effektive Sanierung der Umweltschaden, welche von Projekten entstehen, die von Banken finanziert wurden; (ii) die Durchführung von effizienten Finanzierungsvereinbarungen für neue Projekte; und, in Konsequenz, (iii) die Garantie von effizienten Konditionen für Operationen des finanziellen Systems.
Da der direkte Anleger normalerweise eine Zweckgesellschaft ist, hat er keine finanzielle Fähigkeit; Umweltschäden, welche von Projekten die von Banken finanziert wurden, zu sanieren oder zu entschädigen, insbesondere wenn sie vor dem Abschluss des finanzierten Projektes passieren. Somit ist die zentrale Sorge, einen Verantwortlichen zu finden, der diese Reparation und/oder Entschädigung tragen kann. Infolgedessen, um Umweltschadenreparationen und Entschädigungen sicherzustellen, gibt es eine signifikative Tendenz der brasilianischen Gerichter und der Doktrine, solche Verpflichtungen den Banken aufzuerlegen, welche sicherlich die tiefsten Taschen sind.
Die rechtliche Argumentation für solche Pflichtverhängung ist, insbesondere, basiert auf der funktionalisierenden Interpretation des Prinzips der vollen Entschädigung, die strikte Verpflichtung des Deliktsrechtes (brasilianisches bürgerliches Gesetzbuches) und der brasilianischen Umweltpolitik (Gesetz Nr. 6.938/1981). In anderen Wörtern basiert sich diese Verantwortung auf sozialen und umweltlichen Schutzbedingungen und Argumenten von verfassungsrechtlicher Natur.
Dennoch bieten die Vertreter dieser Art von Verantwortung keine vorangehende Analyse der wirtschaftlichen, finanziellen und anreizverhaltlichen Impakte solcher Erweiterung des Konzepts. In dieser Hinsicht, zum Beispiel, sind Banken rechtlich verpflichtet, viele Dokumente und Informationen von Kreditnehmer zu fordern, um sicherzustellen ob ihre Projekte den brasilianischen Umweltgesetzen entsprechen. Dieses Verhalten freit Banken gegenwärtig von der Verantwortung für Umweltschäden. Aber wenn der oben beschriebene Ansatz der Gerichte und Doktrine die Norm wird, werden Banken ermutigt, ein morales Risikobenehmen zu adoptieren. Zum Beispiel werden sie ermutigt, diese Dokumente und Informationen nicht mehr zu überprüfen. Als Ergebnis, wird diese wichtige Funktion für Schadenprävention, Mitigation und Kontrolle, welche heutzutage von Banken durchgeführt wird, nicht mehr realisiert werden.
Beginnend ist es eine Herausforderung des vorgeschlagenen Projektes, die Impakte der Kollektivizierung und Sozialisierung der gemeinsamen strikten indirekten umweltlichen zivilen Verantwortung der Banken in Brasilien auf die Effizient und Leistung der finanziellen Vereinbarungen und des finanziellen Systems zu analysieren, in Anbetracht der rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Perspektive.
Danach muss die Dissertation eine rechtliche Lösung für das Problem der umweltlichen Verantwortung der Banken vorschlagen, was sich am Besten unter der Perspektive der Rechts- und Wirtschaftswissenschaft machen lässt. Solche rechtliche Lösung, die in dem abschliessenden Teil dieser Dissertation vorgeschlagen wird, muss Folgendes zusammenfügen: (i) die effektive Sanierung der Umweltschaden, welche von Projekten entstehen, die von Banken finanziert wurden; (ii) die ratsamsten Inzentive für umweltschützende Pflichten, sowohl von Banken wie von Kreditnehmern; (iii) die Möglichkeit von Kreditvermittlungsaktivitäten von wirtschaftlichen Players, welche im brasilianischen finanziellen System agieren; und (iv) die Möglichkeit, ein effizientes Arrangement von finanziellen Verträgen für neue Projekte zu gestalten.”

Kurzfassung (englisch)


The research topic of this work is “The joint strict indirect environmental civil liability of banks in Brazil from a Law and Economics perspective”. The project proposal is meant to discuss whether the joint strict indirect environmental civil liability of banks, which is a current trend in Brazilian courts and doctrine based on certain provisions of Brazilian Environmental Policy and the Brazilian Civil Code, is the best alternative available for the Brazilian legal system to remediate environmental damages arising from projects funded by such banks from a Law and Economics point of view.
Presently, there is a consensus in Law, Economics and Management that environmental sustainability should be taken into account for the conduction of any business activities. In view of this consensus, the extension of the concept of joint strict indirect civil environmental liability to banks should be carefully reviewed, since such a type of liability significantly affects the costs and predictability of investments in Brazil as a whole, as well as the condition of the national financial system.
In view of the above, the final objective of the dissertation is to propose a legal solution appropriate for Brazil, based on the perspective of Law and Economics, which shall conciliate: (i) the effective remediation of environmental damages arising from projects funded by banks; (ii) the execution of efficient financing agreements for new projects; and, consequently, (iii) the guarantee of efficient conditions for financial system operations.
Since the direct investor is normally a special purpose company, it has no financial capacity to repair and/or compensate environmental damages arising from the implementation of projects financed by banks, especially in cases when the damages arise before the conclusion of the funded project. Therefore, the main concern is in finding a solvent, responsible organization able to repair and/or compensate such damages. Accordingly, in order to ensure the repair/compensation of environmental damages, there is a significant trend in Brazilian judicial courts and doctrine studies to impose such obligations onto banks, which certainly have the deepest pockets.
The legal argument for such liability imposition is particularly based on the functionalized interpretation of the principle of full repair, the distinction between strict liability and tort law (Brazilian Civil Code), and the Brazilian Environmental Policy (Law No. 6.938/1981). In other words, such liability is grounded on social and environmental protection requirements and arguments arising from constitutional rights.
Nonetheless, the defenders of this type of liability provide no previous analysis of the economic, financial and behavioral incentive impacts of such an extension of environmental liability. In this respect, for example, banks are legally required to request many documents and information from borrowers to ascertain whether their projects comply with Brazilian environmental laws. This behavior until now exempts banks from being liable for environmental damages.
However, if the above-mentioned approach taken by judicial courts and doctrine becomes commonplace, banks will be encouraged to adopt moral hazard behavior. In other words, they will no longer be encouraged to review these documents and information. As a result, this important function of damage prevention, mitigation and control that are nowadays performed by banks will be no longer performed.
Initially, it had been a challenge of the proposed dissertation project to analyze the impacts of collectivization and socialization of joint strict indirect environmental civil liability on the efficiency and performance of financing agreements and the financial system, in accordance with Law and Economics.
Thereafter, a legal solution has been proposed in this dissertation for the problem of defining the environmental liability of banks, which is more appropriate under the perspective of Law and Economics. The proposed legal solution conciliates: (i) the effective remediation of environmental damages arising from new projects; (ii) the most advisable incentives for environmental prevention duties of both banks and borrowers; (iii) the possibility of exercising credit intermediation activities by economic players acting within the Brazilian financial system; and (iv) the possibility of creating an efficient arrangement of financing agreements for new projects.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Sester, Peter (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Lemos, Patrícia Faga Iglecias (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Rechtswissenschaft

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


18.09.2017

Erstellungsjahr (yyyy)


2017

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4685

Quelle



PDF-File


dis4685.pdf

Dokumentverknüpfung


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letzte Änderung: 08/22/2017 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]