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Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


ja

Titel


Essays in Labor Economics and the Economics of Education

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Thiemann, Petra Maria

Unter Mitarbeit von


Bütler, Monika (Prof. Dr.); Deuchert, Eva (Prof. Dr.); Felfe, Christina (Prof. Dr.); Lechner, Michael (Prof. Dr.); Pfister, Sharon (Ph.D.); Staubli, Stefan (Ph.D.); Tafreschi, Darjusch (Ph.D.)

Geburtsdatum


27.01.1981

Geburtsort


Ahlen

Matrikelnummer


06612204

Schlagwörter (GND)


Arbeitsmarkt; Bildungsökonomie; Interaktion; Kinderbetreuung

DDC (Dewey Decimal Classification)


Sozialwissenschaften - 300

Freie Stichwörter (deutsch)


Peer-Effekte; Soziale Interaktion; Bildung; Gender; Behinderung; Arbeitsangebot; Sitzenbleiben

Freie Stichwörter (englisch)


Peer effects; social interactions; higher education; gender; childcare; disability; retention; labor supply; economics; education; labor

Kurzfassung


Diese Dissertation besteht aus fünf Aufsätzen aus den Bereichen Arbeitsmarkt- und Bildungsökonomie. Das Ziel der Dissertation ist es, ein Verständnis für die Faktoren zu entwickeln, die individuelle Bildungsziele und individuelles Arbeitsangebot determinieren. Die Hauptmotivation dieser Arbeit liegt darin, dass Politikmassnahmen auf verschiedenen institutionellen Ebenen (z.B. auf der Ebene der Universität oder der Regierung) diese Faktoren zu einem gewissen Grad beeinflussen können.

Die ersten beiden Kapitel beschäftigen sich mit der Frage, welche Rolle Peer-Gruppen für post-sekundäre Bildungsergebnisse spielen. Für viele Studienanfänger stellen Freunde und Studienkollegen eine wichtige Hilfe und Informationsquelle dar. Um den Effekt der Zusammensetzung von Peer-Gruppen auf akademische Leistungen zu untersuchen, nutze ich Orientierungsgruppen an der Universität St. Gallen, die mit Hilfe eines Zufallsmechanismus zusammengestellt werden. Kapitel 1 untersucht den Effekt der Gruppenzusammensetzung im Hinblick auf die vorausgesagten Leistungen der Mitstudenten ("Peer-Qualität"). Die Analyse ergibt Folgendes: Erstens beeinflusst die Peer-Qualität die Leistung der Studierenden. Zweitens ergibt sich aus einer Simulationsanalyse, dass ein Entscheidungsträger, der den Leistungsdurchschnitt positiv beeinflussen möchte, die Gruppen so zusammensetzten sollte, dass die Peer-Qualität über die Gruppen hinweg ähnlich ist. Kapitel 2 untersucht die Effekte der Geschlechterzusammensetzung dieser Gruppen im gleichen Kontext. Die Analyse zeigt, dass Frauen von höheren Frauenanteilen in der Gruppe leicht profitieren. Jedoch kann aus dieser Beobachtung keine klare Regel für die Zusammensetzung der Gruppen abgeleitet werden.

Kapitel 3 (mit Darjusch Tafreschi und Sharon Pfister) analysiert, wie sich Kurswiederholungen an der Universität auswirken. Studierende der Universität St. Gallen, die eine bestimmte Leistungsschwelle nicht erreichen, müssen das erste Studienjahr wiederholen oder andernfalls ihr Studium beenden. Um den Effekt des Wiederholens zu analysieren, vergleichen wir Studierende, die sich diesseits oder jenseits dieser Leistungsschwelle befinden, aber nah an der Leistungsschwelle sind. Das Wiederholen beeinflusst die Noten in den folgenden Studiensemestern positiv und nachhaltig.

Die letzten beiden Kapitel untersuchen Arbeitsangebotsentscheidungen. Kapitel 4 (mit Christina Felfe und Michael Lechner) analysiert den Einfluss der Verfügbarkeit von Mittags- und Nachmittagsbetreuung für Schulkinder auf die Erwerbstätigkeit von Müttern und Vätern in der Schweiz. Die Analyse nutzt Unterschiede in der Intensität des Betreuungsangebotes auf der Gemeindeebene, die wiederum durch Unterschiede in der Gesetzgebung zwischen den Kantonen hervorgerufen werden. Wir beschränken uns auf kleine Regionen in der Nähe der Kantonsgrenzen und vergleichen nur diejenigen Gemeinden, die sich im Hinblick auf beobachtbare Charakteristiken ähneln. Höhere Betreuungsdichte führt dazu, dass ein höherer Anteil von Müttern Vollzeit erwerbstätig ist. Gleichzeitig reduziert sich der Anteil der Vollzeitbeschäftigten unter den Vätern.

Das letzte Kapitel, Kapitel 5 (mit Monika Bütler, Eva Deuchert, Michael Lechner und Stefan Staubli), untersucht finanzielle Arbeitsanreize für Personen, die Leistungen der Invalidenversicherung (Arbeitsunfähigkeitsversicherung) in der Schweiz beziehen, mit Hilfe eines Feldexperiments. Obwohl den Versicherten eine substanzielle Summe angeboten wird, können diese nicht dazu veranlasst werden, mehr zu arbeiten und sich weniger auf Versicherungsleistungen zu stützen.

Kurzfassung (englisch)


This thesis combines five essays in the fields of Labor Economics and the Economics of Education. The goal of the thesis is to understand the factors that influence individuals' choices with respect to their educational attainment and their labor supply. The thesis is motivated by the notion that policies at different institutional levels (e.g., at the university or at the government level) can influence these choices to some extent.

The first two chapters examine the role of peer groups for student outcomes in post-secondary education. Many university entrants rely on friends and study partners as sources of information and support. To determine the effect of peer group composition on academic achievement, I exploit random assignment to orientation week groups at the University of St. Gallen. Chapter 1 examines the effect of the composition of these peer groups with respect to students' predicted performance ("peer quality"). The results are as follows: First, students' outcomes are positively influenced by their peers' quality. Second, a simulation analysis shows that a policy maker who cares about average achievement should compose groups so that peer quality across groups balances. Chapter 2 examines gender peer effects in the same context. The analysis shows that while female students seem to benefit from higher shares of females in their peer group, no clear policy rule for gender group composition can be established.

Chapter 3 (co-authored with Darjusch Tafreschi and Sharon Pfister) examines the effect of course repetition in higher education. Students who do not meet a certain performance cut-off have to repeat the full first year or to drop out otherwise. We compare individuals to both sides of this cut-off, but close to the cut-off, to determine the effect of grade repetition. Grade repetition positively and persistently affects subsequent grades.

The last two chapters investigate labor supply decisions. Chapter 4 (co-authored with Christina Felfe and Michael Lechner) studies the impact of the availability of after-school care for school children on parents' employment and work hours in Switzerland. The analysis exploits variation in childcare density at the municipality level that is generated by differences in cantonal legislation. We restrict the analysis to small regions at cantonal boarders and compare only municipalities that are similar with respect to observable characteristics. Higher childcare density results in higher shares of full-time employment among mothers, which crowds out full-time employment of fathers.

The final chapter, Chapter 5 (co-authored with Monika Bütler, Eva Deuchert, Michael Lechner, and Stefan Staubli), studies financial work incentives for disability insurance recipients in a randomized field experiment in Switzerland. Despite a substantial payment offered, the program is ineffective in inducing disability insurance recipients to work more and to rely less on benefits.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Lechner, Michael (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Graham, Bryan S. (Prof. PhD)

Erweitertes Diss. Komitee


Eugster, Beatrix (Prof. PhD)

Fachgebiet


Economics and Finance (PEF)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


14.09.2015

Erstellungsjahr (yyyy)


2015

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4438

Quelle



PDF-File


dis4438.pdf

Dokumentverknüpfung


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letzte Änderung: 08/17/2015 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]