Metadaten







Promotionsordnung


PromO94

Kumulative Dissertation


nein

Titel


Das Aussenverhältnis der Haftung einer Mehrheit von Schädigern im Haftpflichtrecht : ein Haftungsmodell basierend auf der Solidarität, der Anspruchskonkurrenz und der Kausalität

Titel (englisch)


Liability of Joint or Concurrent Tortfeasors in Swiss Tort Law : An Approach to Solving Problems of Liability Based on Joint and Several Liability (Solidarity), Concurrent Negligence, Concurring Causes of Action and Chains of Causation

Autor/Autorin


Schmidt, Maurin

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


26.09.1981

Geburtsort



Matrikelnummer


01653849

Schlagwörter (GND)


Schweiz; Mehrheit von Schädigern; Haftung; Gesamtschuld; Anspruchskonkurrenz; Kausalität

DDC (Dewey Decimal Classification)


Recht - 340

Freie Stichwörter (deutsch)


Solidarische Haftung; Aussenverhältnis; Haftpflichtrecht; Anspruchskonkurrenz; Schädiger

Freie Stichwörter (englisch)


Joint and Several Liability/Solidary Liability; Liability of Joint/Concurrent Tortfeasors; Concurring Causes of Action; Plurality of Tortfeasors; Chains of Causation; Concurrent Causes; Joint or Concurrent Negligence

Kurzfassung


Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Aussenverhältnis der Haftung einer Schädigermehrheit gegenüber einem Geschädigten im schweizerischen Haftpflichtrecht. Die Ausgangslage der Arbeit bilden Art. 50 und Art. 51 OR, welche gemäss h.L. und Rechtsprechung den Grundsatz verkörpern, dass eine Schädigermehrheit in echter und unechter Solidarität für den ganzen Schaden haftet.
Dieser Ansicht einer Ganzhaftung wird für Konstellationen der unechten Solidarität (Anspruchskonkurrenz) entgegengetreten. Es wird dargelegt, inwiefern sich die Haftung in echter Solidarität (gemeinsam verschuldete Verursachung einer Schädigung) von der Haftung in unechter Solidarität (Anspruchskonkurrenz; Schädigung unabhängig voneinander und ohne gemeinsames Verschulden) unterscheidet. Bis anhin wurde diesem Unterschied in Lehre und Rechtsprechung zu wenig Beachtung geschenkt und auch für die Fälle der unechten Solidarität Ganzhaftung angenommen. Richtigerweise hat aber bei der Anspruchskonkurrenz die Zurechnung der schädigenden Handlungen aufgrund des fehlenden Zusammenwirkens bzw. gemeinsamen Verschuldens der Schädiger auf der Kausalität basierend zu erfolgen.
Als Folge der Anwendung der solidarischen Haftung bei echter und unechter Solidarität wird der Geschädigte mit Hinweis auf den Geschädigtenschutz und die Möglichkeit des Schädigers, im Innenverhältnis Rückgriff zu nehmen, bevorzugt. Als nicht sachgerechte Folge haben die Schädiger letztlich für einen Schaden einzustehen, welchen sie nicht oder nur zu einem Teil verursacht haben.
Auf dieser Grundlage wird für Konstellationen der Anspruchskonkurrenz ein auf der Haftungsvoraussetzung der Kausalität basierendes Haftungsmodell vorgestellt. Dabei wird zuerst auf die verschiedenen Arten kausaler, durch mehrere Schädiger gesetzter Gesamt- und Teilursachen und die sich dabei ergebenden Haftungsfolgen eingegangen. Weiter wird im Rahmen der Schadenersatzbemessung (Art. 43 und Art. 44 OR) der Einfluss der durch den Geschädigten selbst oder durch Dritte gesetzten Teilursachen auf die Haftung der Schädiger diskutiert. Sodann folgen der Problembereich der Zurechnung schädigender Handlungen bzw. von Teilschäden und die Beantwortung der Frage, was unter einer einheitlichen Schädigung zu verstehen ist. Abschliessend wird ein Lösungsansatz für Konstellationen mit alternativer (unklarer) Kausalität als Beweisproblem vorgestellt und der Frage nachgegangen, wem das Risiko der Unaufklärbarkeit unklarer Kausalanteile zugewiesen und unklare Kausalanteile zugerechnet werden sollen.

Kurzfassung (englisch)


This dissertation discusses the liability of a plurality of joint/concurrent tortfeasors vis-à-vis the injured party according to articles 50 and 51 of the Swiss Code of Obligations. The focus lies on the difference between joint and several liability of joint tortfeasors on the one side and the liability of concurrent tortfeasors causing damage to a third party through concurring causes while acting in concurrent negligence on the other side. Further points of discussion include the influence of different types of chains of causation on liability of tortfeasors and ways of handling cases where the injured party acts in contributory negligence or where one of the tortfeasors is at considerably lesser fault than the other. Furthermore, this dissertation deals with the question on how to define a "uniform" damage opposed to constellations where seemingly uniform damage is separable into at least two independent cases of damage. Finally, an approach to solving the problem is presented of who is to be held liable in cases with uncertain chains of causation.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Schwander, Ivo (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Roberto, Vito (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Rechtswissenschaft

Sprache


GER

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


17.09.2012

Erstellungsjahr (yyyy)


2011

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4043

Quelle



PDF-File


dis4043.pdf

Dokumentverknüpfung


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