Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


ja

Titel


Dynamic Elimination Contests with Heterogeneous Participants : Theory and Experimental Evidence

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Stracke, Rudi

Unter Mitarbeit von


Höchtl, Wolfgang (Dr.); Kerschbamer, Rudolf (Prof. Dr.); Sunde, Uwe (Prof. Dr.)

Geburtsdatum


07.03.1983

Geburtsort



Matrikelnummer


07615024

Schlagwörter (GND)


Wettkampf; Beförderung; Spieltheorie; Experimentelle Wirtschaftsforschung

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)


Experiment

Freie Stichwörter (englisch)


Multi-Stage Elimination Contest; Promotion Tournament; Heterogeneous Agents; Optimal Prize Structure; Incentives; Selection; Laboratory Experiments

Kurzfassung


Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen von Strukturveränderungen auf das Verhalten von Wettkampfteilnehmern.

Im ersten Teil der Arbeit wird das teilspielperfekte Nash-Gleichgewicht in einem mehrstufigen Wettkampfmodell mit paarweiser Elimination und heterogenen Teilnehmern bestimmt. Anschliessend werden die Gleichgewichtsentscheidungen von Spielern in diesem mehrstufigen Wettkampfmodell mit den optimalen Entscheidungen in einem einstufigen Wettkampf verglichen. Unter der Annahme homogener Teilnehmer sind beide Wettkampfmodelle strategisch äquivalent. Im generellen Fall mit heterogenen Teilnehmern zeigt sich jedoch, dass die Investitionsanreize im mehrstufigen Wettkampf höher als im einstufigen Wettkampf sind. Der Effekt von Heterogeneität auf die optimalen Investitionsanreize hängt also von der Wettkampfstruktur ab.

Der zweite Teil der Arbeit betrachtet Wettkämpfe als Modellrahmen für Bonus- und Beförderungsturniere in Unternehmen. Zunächst wird untersucht, inwieweit die in der Personalökonomie weit verbreitete Ansicht, dass Heterogeneität zwischen Beschäftigten eines Unternehmens die Leistungsanreize in Bonusturnieren reduziert, generell zutrifft. Dabei zeigt sich, dass Heterogenität in dynamischen Turnieren oft zu positiven Anreizeffekten führt, während dieser Effekt in den bisher schon häufig betrachteten statischen Turnieren immer negativ ist. Dieses Muster zeigt sich auch in einer empirischen Untersuchung. Anschliessend werden Beförderungsturniere betrachtet, bei denen es neben absoluten Leistungsanreize auch darauf ankommt Führungspositionen mit den fähigsten Mitarbeiter zu besetzen. Die Untersuchung zeigt, dass diese beiden Ziele inkompatibel sind; wenn Veränderungen der Turnierstruktur die Performance in der Anreizdimension erhöhen, reduzieren sie gleichzeitig die Selektionsfähigkeit des Turniers (und umgekehrt).

Im dritten Teil der Arbeit wird die Anreizwirkung unterschiedlicher Preisstrukturen in mehrstufigen Wettkämpfen mit Hilfe von Laborexperimenten untersucht. In einem ersten Schritt wird die Anzahl der vergebenen Preise variiert. Laut theoretischen Vorhersagen sinken die Investitionsanreize bei gleichbleibender Preissumme mit der Anzahl der vergebenen Preise. Die empirische Untersuchung qualifiziert diese Aussage insofern, als sie nur für risiko-neutrale Entscheider zu gelten scheint; für risiko-averse Entscheider hingegen scheint der Versicherungseffekt eines zweiten Preises den negativen Anreizeffekt zu überwiegen. In einem zweiten Schritt wird der Zeitpunkt der Preisvergabe variiert. Dabei zeigt sich, dass eine spätere Preisvergabe die Anreize erhöht, obwohl der Zeitpunkt laut theoretischen Vorhersagen keinen Einfluss auf das Verhalten der experimentellen Entscheider haben sollte. Genauere Untersuchungen deuten darauf hin, dass dieser Unterschied darauf zurückzuführen ist, dass die Entscheider jede Turnierstufe separat evaluieren anstatt ihren Nutzen über das Gesamtturnier zu maximieren.

Kurzfassung (englisch)


This dissertation uses game-theoretic and experimental methods to analyze the behavior of optimizing agents in different contest environments.

Part 1 contributes to the literature on contest theory and derives the subgame perfect Nash equilibrium solution of a multi-stage pair-wise elimination contest with heterogeneous participants. Subsequently, equilibrium properties of this dynamic contest format are compared to properties of a static one-shot contest. The comparison indicates that the effect of heterogeneity on contest participants is structure specific: While total outlays in both formats are identical in interactions between homogeneous agents, total outlays are strictly higher in the dynamic than in the static contest when agents are heterogeneous.

Part 2 considers a principal who organizes a tournament between heterogeneous employees. Comparing the incentive effect of heterogeneity in different tournament structures, the results indicate that the effect is always negative in static formats, but often positive in dynamic elimination tournaments. Experimental evidence from lab experiments confirms these theoretical predictions. Subsequently, the dissertation investigates to what extent a promotion tournament can accomplish both the selection of the most able employee and the provision of incentives. The results suggest that any tournament with heterogeneous participants provides some incentives for effort and some sorting of types. However, modifications which improve the performance in one will deteriorate the performance in the other dimension, i.e., tournament formats that perform better in terms of incentive provision do worse in terms of selecting the best participant, and vice versa.

Part 3 uses experimental methods to analyze the effect of prize structure variations on optimal behavior. Initially, we consider a single prize treatment, which is supposed to maximize total effort provision, and a treatment with multiple prizes which ensure incentive maintenance across stages. While the experimental design does not introduce any ex-ante heterogeneity between subjects, we observe ex-post heterogeneity - risk attitudes by experimental subjects have a strong effect on their behavior. In a next step, we compare a treatment where agents receive an immediate reward for winning stage 1 with a specification where the reward for winning stage 1 is delayed until the stage-2 interaction is over. The results indicate that stage-1 effort choices by experimental subjects are higher in the delayed than in the immediate reward treatment, while effort provision in stage 2 does not differ between treatments. The finding that differences across treatments are fully explained by risk attitudes suggests that experimental subjects are separately evaluating each stage of the contest.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Sunde, Uwe (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Kolmar, Martin (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee


Sliwka, Dirk (Prof. Dr.); Föllmi, Reto (Prof. Dr.)

Fachgebiet


Economics and Finance (PEF)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


18.02.2013

Erstellungsjahr (yyyy)


2012

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4130

Quelle



PDF-File


dis4130.pdf

Dokumentverknüpfung


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letzte Änderung: 04/02/2013 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]