Metadaten







Promotionsordnung


PromO94

Kumulative Dissertation



Titel


Eigentum und Kontrolle börsenkotierter Unternehmen: ökonomische, soziologische und verhaltenstheoretische Ansätze

Titel (englisch)


Corporate Ownership and Control: Economic, Sociological and Behavioral Approaches

Autor/Autorin


Sikavica, Katarina

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


23.04.1973

Geburtsort


Altdort, UR

Matrikelnummer



Schlagwörter (GND)


Schweiz; Topmanager; Arbeitsplatzwechsel; Aktionärsstruktur; Unternehmensentwicklung; Zwischenmenschliche Beziehung; Corporate governance; Soziales Netzwerk; Verhaltenstheoretische Betriebswirtschaftslehre

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)


Unternehmenseigentum; Unternehmenskontrolle; Aktionärsverhalten; CEO Entlassung; Aktionär; Aktionärsverhalten; Aktiengesellschaft; Psychologisches Eigentum; Verfügungsrechte; Unternehmensleitung

Freie Stichwörter (englisch)


Corporate Control; Corporate Ownership; CEO Turnover; Social Networks; Psychological Ownership; Shareholder Behavior; Property Rights

Kurzfassung


Gegenstand sind Kontrollprobleme börsenkotierter Aktiengesellschaften aus ökonomischer (Kap.1), soziologischer (Kap.2), und verhaltenstheoretischer Perspektive (Kap.3). Im ersten Kapitel wird der Einfluss von Unternehmensperformanz und Eigentümerstruktur auf die Fluktuationen der Geschäftsführer untersucht. Die Ergebnisse deuten auf eine signifikante Erhöhung der Entlassungswahrscheinlichkeit bei sinkender Unternehmensperformanz hin. Allerdings nur dann, wenn die Geschäftführer keinerlei familiäre Banden mit den Aktionären aufweisen. Sowohl Eigentümerkonzentration als auch der Typus des Aktionärs haben einen Einfluss auf den Wechsel in der Chefetage: Wenn der Geschäftsführer kein Spross der Eigentümerfamilie ist, dann zeichnen institutionelle Anleger und Familienaktionäre für eine Kürzung der Amtsdauer verantwortlich. Im zweiten Kapitel wird untersucht wie sich soziale Beziehungen auf die Effizienz der Governance-Struktur von Unternehmen auswirken. Unter Rückgriff auf den Begriff des Sozialkapitals wird argumentiert, dass sich soziale Beziehungen und Netzwerke positiv auf die Qualität der zur Verfügung stehenden Informationen und damit auch auf den Zusammenhang zwischen Entlassungswahrscheinlichkeit und Performanz auswirken. Die Resultate der empirischen Untersuchung belegen diese Vermutung. Im dritten Kapitel wird ein verhaltenstheoretischer Ansatz der Unternehmenskontrolle entwickelt. Mit Rekurs auf das Konzept des psychologischen Eigentums werden verfügungsrechtliche und psychologische Dimensionen des Eigentums einander gegenüber gestellt. Darauf aufbauend wird die These abgeleitet, dass das Verhalten der Aktionäre nicht nur durch Verfügungsrechte und finanzielle Anreize, sondern auch massgeblich durch das Ausmass des psychologischen Eigentums, das die Eigentümer dem Unternehmen entgegen bringen abhängig ist. Eigentümer mit unterschiedlicher verfügungsrechtlicher and psychologischer Ausstattung entwickeln ein unterschiedliches Verhältnis zum Unternehmen, legen Wert auf je andere Unternehmensziele und entscheiden sich deshalb für unterschiedliche Formen des Eingriffs in die Unternehmenskontrolle ("exit", "voice" und "loyalty"), welche ihrerseits durch unterschiedliche Publizitätsgrade gekennzeichnet sind.

Kurzfassung (englisch)


In this dissertation, I investigate control issues in the modern corporation from an economic (chapter 1), a sociological (chapter 2) and a behavioral perspective (chapter 3). I center on CEO turnover and shareholder activism in order to hypothesize on the degree to which shareholders become involved in corporate control. Chapter 1 examines the impact of company performance and ownership on CEO turnover and tenure in Swiss companies. The empirical analysis suggests that Swiss CEOs are dismissed for poor performance albeit only when they have no ties to family shareholders. Both the size of shareholdings as well as the type of shareholders are found to be decisive for CEO changes: institutions and family shareholders are found to shorten CEO tenure provided that the CEO is not a member of the founding family. Chapter 2 focuses on the impact of social relations on the efficiency of the governance structure. Social capital, which accrues from the dyadic and network relationships between the CEO, the board of directors and corporate owners, is argued to have a positive effect on the likelihood of dismissing a poorly performing CEO. My empirical findings indicate that poorly performing companies are more likely to dismiss their CEO when proximity and strong ties between the CEO and corporate owners exist and the ownership structure is rather heterogeneous. In chapter 3, I propose a behavioral model of shareholder activism and corporate control. I juxtapose legal and psychological ownership to develop propositions regarding the forms and tactics of activism shareholders are likely to adopt. My model suggests that shareholders holding varying levels of legal and psychological ownership develop disparate relationships with the organization, place emphasis on different objectives and thus use different forms of activism (exit, voice, loyalty), each associated with a different degree of publicity and impact on CEO labor markets.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Walter-Busch, Emil (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Sousa-Poza, Alfonso (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Wirtschaftswissenschaften

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


19.08.2008

Erstellungsjahr (yyyy)


2008

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


3532

Quelle



PDF-File


dis3532.pdf

Dokumentverknüpfung


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letzte Änderung: 07/07/2011 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]