Metadaten







Promotionsordnung



Kumulative Dissertation



Titel


Transversale Wirtschaftsethik - Ökonomische Vernunft zwischen Lebens- und Arbeitswelt

Titel (englisch)


Transversal Business Ethics - Economic reasoning between life and work

Autor/Autorin


Boysen, Thies

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum



Geburtsort



Matrikelnummer



Schlagwörter (GND)


Wirtschaftlichkeitsprinzip; Arbeit; Postmoderne; Wirtschaftsethik

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)


Ökonomische Rationalität; Ökonomische Vernunft; Moderne; Ökonomische Rationalität; Ökonomische Vernunft; Transversalität; Heterogenität und Konnexion

Freie Stichwörter (englisch)


Economic Reasoning; Economic Rationality; Postmodernity; Modernity

Kurzfassung


Die aktuelle Situation ist nach Meinung des Verfassers zunehmend gekennzeichnet durch die Entgrenzung der Ökonomie in ihrem Handeln und Wirken auf der einen und der Begrenztheit der ökonomischen Rationalität auf der anderen Seite. Damit stehen sich ökonomische Dominanz und ökonomische Reduktion gegenüber.
Ziel der Dissertation ist es, diesen Gegensatz aufzulösen. Zum einen könnte versucht werden, die ökonomische Dominanz einzuschränken; dies wird hier als nicht realistisch/nicht praktikabel eingestuft und kann auch nicht Gegenstand einer theoretischen Abhandlung sein. Zum anderen wäre es denkbar, die Ökonomie in ihrem "Denken" (ökonomische Rationalität) weiterzuentwickeln, so dass sie ihren reduktionistischen und kolonialen Charakter verliert. Dies wird in der Arbeit verfolgt. Eine sogenannte "Weiterentwicklung der ökonomischen Rationalität" bedeutet danach, dass sich die ökonomische Rationalität öffnet und damit eine Anschlussfähigkeit zu anderen Rationalitäten entwickelt. Diese Öffnung muss dabei in der Möglichkeit der eigenen vollständigen Infragestellung (Grundlagenreflexion) geschehen. Das ist Bedingung der Möglichkeit einer ökonomischen Vernunft:
Ökonomische Vernunft, in Anlehnung an die Welsch'sche Konzeption der Transversalen Vernunft, lokalisiert sich zwischen den Rationalitäten als "vernünftiges" Medium - nicht völlig inhaltsfrei bzw. rein formal (so die eher postmoderne Welsch'sche Konzeption), sondern ausgestattet mit einer inhaltlichen Struktur-Vorbereitung, die eine ethische Setzung konsequent abbilden kann (postmodern-modern).
Die ethische Setzung führt in einem letzten Schritt zu der Konzeption einer Transversalen Wirtschaftsethik. Durch die möglichst inhaltsfreie Vorarbeit von rationaler Öffnung und vernünftiger Struktur-Vorbereitung kann eine ethisch-normative Setzung situativ erfolgen.
Die sonst übliche Problematik von Übersetzungsleistungen zwischen Wirtschaft und praktischer Philosophie bzw. zwischen Wirtschaft und Ethik entfällt hierdurch: In Anlehnung an den Ulrichschen Integrativen Ansatz ist eine Transversale Wirtschaftsethik in der Lage, die Übersetzung durch eine innere Weiterentwicklung der Rationalität in Verbindung mit einer Neukonzeptionierung eines Vernunftverständnisses zwischen Moderne und Postmoderne zu ersetzen. Dabei ist weder einem Ökonomismus noch einem überzogenen ethischen Primat das Wort geredet, denn die ökonomische Rationalität kann ihre Effektivität und Effizienz grundsätzlich aufrechterhalten, bei gleichzeitiger kategorialer Berücksichtigung lebensdienlicher Kriterien.
Damit kann aufgezeigt werden, dass sich Ethik und Wirtschaft nicht widersprechen müssen, jedoch auch können. Der ökonomischen Rationalität wird durch die grundsätzliche Aufrechterhaltung ihrer Produktivität Rechnung getragen, der Ethik durch ihr Recht der kategorialen Infragestellung. Wie dies ansatzweise in der Praxis aussehen kann, wird zum Abschluss anhand der unternehmerischen Konzepte von Corporate Identity und Unternehmensentwicklung aufgezeigt.

Kurzfassung (englisch)



Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Ulrich, Peter (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Walter-Busch, Emil (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Wirtschaftswissenschaften

Sprache


GER

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


21.10.2002

Erstellungsjahr (yyyy)


2002

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


2644

Quelle



PDF-File


dis2644.pdf

Dokumentverknüpfung


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