Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


ja

Titel


Aspects of Stability in the Financial Sector

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Schaller, Matthias

Unter Mitarbeit von


Brown, Martin (Prof. Dr.); Westerfeld, Simone (Prof. Dr.); Heusler, Markus (Prof. Dr.); Morkötter, Stefan (Prof. Dr.); Walter, Susanna (Dr.)

Geburtsdatum


08.03.1984

Geburtsort


München, Deutschland

Matrikelnummer


08617979

Schlagwörter (GND)


Bank; Stabilität; Kreditmarkt

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)


Bankwirtschaft; Finanzintermediäre; Einlagensicherung; Liquidität

Freie Stichwörter (englisch)


Banking; Stability; Financial Intermediaries; Credit; Deposit Insurance; Liquidity

Kurzfassung


Die vorliegende Dissertation enthält vier Arbeiten zu unterschiedlichen Aspekten der Stabilität von Finanzsektoren. In der ersten Studie zeigen wir, dass Kundenbetreuer ihren Bewertungsspielraum nutzen, um Kreditratings ihrer Kunden über die Zeit zu glätten. Unsere Ergebnisse belegen ferner, dass dieses Verhalten nicht von zusätzlicher Information getrieben wird. Während das Verhalten so aussieht, als würde die Bank den Kunden eine implizite Versicherung gegen Zinsschwankungen bieten, ist es tatsächlich allerdings vermutlich eher so, dass Kundenbetreuer hauptsächlich scheuen, Kreditverträge neu zu verhandeln.
In der zweiten Studie zeigen wir, dass Kundenbetreuer dazu neigen, ihren Bewertungsspielraum zu nutzen, um Kunden bessere Ratings zu erteilen, wenn diese Ratings später von einer weiteren Person kontrolliert werden. Dieses Verhalten ist umso stärker, je erfahrener ein Kundenbetreuer ist und je öfter sein Rating bei vorhergehenden Anträgen korrigiert wurde. Wir können ferner zeigen, dass die Kontrolle von Kundenbetreuern nicht zu effizienteren Ratings führt.
In der dritten Arbeit vergleichen wir die Entwicklungen in der Liquiditätsstruktur von US-Amerikanischen Banken. Banken, die während des Beobachtungszeitraums insolvent werden, erhöhen den Anteil liquider Aktiva etwa drei bis fünf Jahre vor ihrem Ausfall, während der Anteil liquider Passiva verringert wird. Durch die Aufgabe der (positiven) Fristentransformation schweifen diese Banken vom traditionellen Geschäftsmodell der Banken ab. Die Veränderungen zielen darauf ab, sich gegenüber den Besitzern von Anleihen und Geldmarktinvestoren in ein gutes Licht zu rücken. Zusätzlich ist eine schlechtere Kundenbasis ein treibender Faktor dieser Entwicklung.
In der letzten Arbeit entwickeln wir eine Methodik, Risiko-adjustierte Einlagensicherungsprämien zu berechnen. Unsere Methodik erlaubt es, die beiden hier relevanten Ansätze (Ansätze basierend auf erwarteten Verlusten und Merton-basierte Optionspreismodelle) zu vereinen. Wir integrieren Standard-Kennzahlen zur Kapitalisierung und Liquidität von Banken in einen stochastischen Prozess und sind so in der Lage, die Vorteile des Multi-Indikator Models zu nutzen, ohne die dynamischen Informationen eines Optionspreismodells zu verlieren.

Kurzfassung (englisch)


This dissertation presents four essays on different aspects of stability in the financial sector: The first paper, (i) analyses to what extent loan officer use their discretion to smooth credit ratings of their clients, and (ii) whether this use of discretion is driven by information about the creditworthiness of the borrower or by the insurance of clients against fluctuations in lending conditions. Our results show that loan officers make extensive use of their discretion to smooth clients' credit ratings. The use of discretion by loan officers seems driven by their reluctance to communicate price changes rather than by superior information.
In the second paper, we test how control over loan officers affects their discretionary assessment of clients in small business lending. Our results show that, loan officers assign consistently more positive credit ratings under control. Loan officers learn from their experience under control and assign more positive ratings if they (i) are more experienced and (ii) were frequently corrected in the past. Our results further indicate that the use of control does not increase the efficiency of the rating tool.
In the third paper, we compare liquidity patterns of 10,979 failed and non-failed US banks from 2001 to mid-2010 and detect diverging capital structures: Failing banks change their liquidity position about three to five years prior to default by increasing liquid assets and decreasing liquid liabilities. By abandoning (positive) term transformation, failing banks drift away from the traditional banking business model. We show that this liquidity shift is induced by window dressing activities towards bondholders and money market investors as well as a bad client base.
In the last paper, we develop an innovative approach for the risk-adjusted pricing of deposit insurance premiums. We present a methodology to allocate deposit insurance premiums among financial institutions that uses elements of expected loss approaches and Merton-based option pricing methods: We use standard key figures on capitalization and liquidity from expected loss models and integrate these figures into a stochastic process based on the Merton framework. We hence build on the advantages of a multi-indicator model while still using the dynamic information of option pricing models.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Bernet, Beat (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Brown, Martin (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Betriebswirtschaftslehre (PMA)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


16.09.2013

Erstellungsjahr (yyyy)


2013

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4177

Quelle



PDF-File


dis4177.pdf

Dokumentverknüpfung


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