Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


ja

Titel


Individual preferences, human capital, and economic development

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Vischer, Thomas

Unter Mitarbeit von



Geburtsdatum


14.11.1980

Geburtsort



Matrikelnummer


08612285

Schlagwörter (GND)


Risikoverhalten; Zeitpräferenz; Humankapital; Wirtschaftswachstum; Demokratisierung

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)



Freie Stichwörter (englisch)


Risk preferences; time preferences; human capital; economic growth; modernization hypothesis; income; democracy; critical junctures

Kurzfassung


Die vorliegende Arbeit beinhaltet Studien aus dem Bereich der Mikro- sowie der Makroökonomie. Während der Fokus in den mikroökonomischen Studien auf individuellen Präferenzen, insbesondere Risiko- und Zeitpräferenzen, liegt, so untersuchen die makroökonomischen Studien den Einfluss von Humankapital auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Im Anschluss wird untersucht, inwiefern diese Entwicklung einen Einfluss auf die Herstellung und Konsolidierung von Demokratien hat.

Hinsichtlich individueller Risikopräferenzen zeigt eine Vielzahl von Studien ein abweichendes menschliches Verhaltensbild von den Vorhersagen der Erwartungsnutzentheorie. Ziel dieser Studie ist es, aktuelle Entwicklungen in der Modellierung alternativer Entscheidungstheorien aufzuzeigen, mit besonderem Augenmerk auf die Merkmale der sogenannten "Prospect Theorie". Des Weiteren beinhaltet die Studie eine empirische Analyse der Verbreitung nichtlinearer Wahrscheinlichkeitsgewichtungen und zeigt, dass insbesondere Frauen zu einer verstärkten Untergewichtung hoher Wahrscheinlichkeiten neigen. Die zweite Studie präsentiert die Ergebnisse einer inzentivierten Erhebung von Zeitpräferenzen und verwendet diese zur erfolgreichen Validierung eines entsprechenden Umfragemaßes, welches im Sozio-ökonomischen Panel (SOEP) enthalten ist. Dies erlaubt es, in empirischen Studien für Unterschiede in Bezug auf die aus ökonomischer Sicht wichtige Eigenschaft der Geduld zu kontrollieren.

Die dritte Studie der Dissertation nimmt eine makroökonomische Perspektive ein und beinhaltet einen alternativen Erklärungsansatz für den ursprünglich dokumentierten schwachen Einfluss von Humankapital auf wirtschaftliches Wachstum. Demnach liegt die Ursache unter anderem in einer unzutreffenden Spezifikation, in der die unterschiedlichen Wirkungskanäle von Humankapital nicht adäquat berücksichtigt werden. Diese Studie ergänzt somit bestehende Erklärungen, die auf den Einfluss von bestimmten Ländern sowie Messfehler in den Daten abgestellt haben. Ein weiterer Grund für die empirisch schwachen Effekte wird in der vierten Studie angeboten und liegt in einer restriktiven Spezifikation der geschätzten Wachstumsmodelle an sich. Demzufolge liefern flexiblere Modelle durchaus positive Wachstumseffekte, die aber für unterschiedliche Ländergruppen variieren.

Zwar sind die Determinanten wirtschaftlicher Entwicklung nach wie vor im Fokus vieler makroökonomischer Studien, so betrachtet die Literatur zur politischen Ökonomie eben diesen Entwicklungsstand als wichtige Determinante von Demokratie. Die fünfte Studie untersucht daher den Einfluss von Einkommen auf Demokratie unter Berücksichtigung theoretischer Ansätze, die heterogene Einkommenseffekte entlang unterschiedlicher polit-ökonomischer Entwicklungspfade unterstellen. In der Tat können in dieser Studie heterogene Effekte identifiziert werden. Eine abschließende Betrachtung verbindet diese Erkenntnis mit möglichen Mechanismen und konzentriert sich dabei auf die Fraktionalisierung der Bevölkerung in verschiedenen Ländern.

Kurzfassung (englisch)


The dissertation encompasses research projects from micro- as well as a macroeconomics. With regard to the microeconomic research agenda, the focus is on individual preferences, in particular risk- and time preferences, whereas the macroeconomic chapter considers the effect of human capital on economic development. A final dissertation project takes a political economy perspective to consider how the level of economic development may influences the creation and consolidation of democracy.

With respect to risky choice behavior, a multitude of empirical evidence shows the disconformity of human behavior with the theory of expected utility. The present study reviews recent trends in the modeling of decision theories, with a particular focus on the distinctive features of prospect theory. The novel contribution of this study is an empirical analysis of the prevalence of probability weighting in a representative sample of the German adult population. The key result is that females do display a more pronounced underweighting of high probabilities. The second study presents results from the incentive-compatible elicitation of annual discount rates for a sub-sample of respondents to the German Socio-Economic Panel (SOEP). Using this experimental measure of patience, the study validates a survey measure of patience, thereby offering the opportunity to explicitly control for time attitudes in empirical studies based on the comprehensive SOEP.

The third study of the dissertation moves to a macroeconomic perspective and suggests that the weak empirical effect of human capital on growth in existing cross-country studies is partly the result of an inappropriate specification that does not account for the different channels through which human capital affects economic growth. The present study, therefore, complements alternative explanations for the weak growth effects of human capital, based on outlier observations and measurement issues. A further reason for the weak evidence on the effect of human capital is approached in the fourth study, namely the issue of overly restrictive specifications of the estimated empirical growth models. In this respect, a more flexible estimation framework reveals that human capital does indeed have positive effects on economic growth, but this effect differs across distinct groups of countries.

Despite the fact that the determinants of economic development remain at the center of many macroeconomic studies, the political economy literature considers economic development itself as an important determinant of democracy. The fifth study of the dissertation investigates the effect of income on democracy, based on the premise that the theory of critical junctures suggests income to have different effects on subsequent institutional development, depending on the political-economic trajectory of a particular country. The analysis indeed provides evidence for heterogeneous income effects in different subsamples. A final note relates this evidence to potential mechanisms, thereby focusing on population fractionalization in different countries.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Sunde, Uwe (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Winter, Joachim (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee


Bütler, Monika (Prof. Dr.); Föllmi, Reto (Prof. Dr.)

Fachgebiet


Economics and Finance (PEF)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


17.09.2012

Erstellungsjahr (yyyy)


2012

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4065

Quelle



PDF-File


dis4065.pdf

Dokumentverknüpfung


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