Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


ja

Titel


Imitating Human Forms in Product Design: How Does Anthropomorphism Work, When Does It Work, and What Does It Affect?

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Miesler, Linda

Unter Mitarbeit von


Herrmann, Andreas (Prof. Dr.); McGill, Ann (Prof. Dr.); Leder, Helmut (Prof. Dr.); Landwehr, Jan (Dr.)

Geburtsdatum


18.07.1981

Geburtsort


Berlin

Matrikelnummer


08-612-186

Schlagwörter (GND)


Industriedesign; Anthropomorphismus; Wahrnehmungspsychologie; Verbraucherverhalten

DDC (Dewey Decimal Classification)


Philosophie und Psychologie - 100

Freie Stichwörter (deutsch)


Produktdesign; Konsumentenverhalten

Freie Stichwörter (englisch)


Psychology; product design; consumer behavior

Kurzfassung


Es ist ein verbreiteter Trend in der Designpraxis, Produkte mit menschlichen Formen auszustatten, um beim Konsumenten anthropomorphe Wahrnehmungen zu fördern. Bis auf wenige Studien im Marketing wurde bisher kaum wissenschaftlich erforscht, wie Konsumenten tatsächlich auf anthropomorphe Designs reagieren. In diesem Sinne war es das Ziel dieser Dissertation, zu einem breiteren Verständnis darüber beizutragen, wie Konsumenten anthropomorphe (gesichtsartige) Designs wahrnehmen und verarbeiten, und welchen Effekt solche Designs (unter welchen Bedingungen) auf Emotionen und Präferenzen des Konsumenten haben. In fünf Artikeln werden die Ergebnisse aus einer Reihe von experimentellen Studien präsentiert.
Der erste Artikel beschäftigt sich mit perzeptuellen und kognitiven Prozessen, die der Vermenschlichung von Produkten zugrunde liegen könnten. Es wurde die Annahme überprüft, dass bei der Verarbeitung von gesichtsartigen Designs ähnliche mentale Prozesse involviert sind wie bei der Gesichtsverarbeitung. Hierzu wurde untersucht, ob gesichtsartige Autofronten holistische Verarbeitungsprozesse auslösen und wie sich solche Mechanismen, die eigentlich typisch für die Verarbeitung von Gesichtern sind, auf Urteilsprozesse von Konsumenten auswirken (z.B. Qualitätsurteile).
Der zweite Artikel beschäftigt sich mit emotionalen Reaktionen auf gesichtsartige Designs. Da bekannt ist, dass Merkmale des Kindchenschemas (z.B. grosse Augen, eine kleine Nase, eine hohe Stirn) aufgrund ihrer evolutionären Bedeutung beim Betrachter automatisch positive Emotionen auslösen, wurde untersucht, ob vergleichbare Effekte gefunden werden können, wenn das Kindchenschema auf artifizielle Objekte wie Autofronten übertragen wird.
Der dritte Artikel beschreibt eine Studie, in der untersucht wurde, welchen Effekt Kontexteinflüsse auf Präferenzen für gesichtsartige Designs haben. Es wurde davon ausgegangen, dass die Ziele von Konsumenten, die sie durch den Kauf oder die Benutzung eines Produkts versuchen zu erreichen (d.h. hedonistische vs. utilitaristische Ziele), darüber entscheiden, welche Produktdesigns sie bevorzugen.
Der vierte und fünfte Artikel wurden bereits in Konferenzbänden veröffentlicht und beschreiben Ausschnitte aus dem ersten bzw. zweiten Artikel.

Kurzfassung (englisch)


It is a prevalent trend in design practice to mimic human-like shapes to foster anthropomorphic perceptions in consumers. However, except for a few attempts in marketing research, it is not well understood yet how consumers actually respond to such anthropomorphic product designs. Therefore, it was the objective of my dissertation to contribute to a broader understanding on how consumers perceive and process anthropomorphic (face-like) product designs, and how (and when) such human-like product forms affect consumer emotions and preferences. In five papers, the results from a range of experimental studies are presented.
The first paper deals with the perceptual and cognitive processes underlying product anthropomorphizing. We assumed that similar mental processes are involved when consumers process face-like products and human faces. In particular, we studied whether face-like product shapes trigger holistic processing in consumers, and how such face-specific processing strategies affect consumer judgments about product attributes such as quality.
The second paper deals with the nature of the emotional responses to face-like shapes in product design. Applying an evolutionary psychology framework, we investigated spontaneous affective responses to car fronts and faces, which both were manipulated in accordance with the baby schema ("Kindchenschema"). Cues of the baby schema (e.g., large eyes, small nose, high forehead), which are usually present in infant faces, are known to trigger automatic positive emotions in humans, therefore, it was compelling to examine if we find the same positive effects when baby-schema cues are transferred to non-living objects such as cars.
The third paper addresses how context factors affect the preference for face-like product designs. It was argued that design preferences might depend on the consumers' consumption goals (e.g., functional vs. emotional-hedonic), so that in situations where a car should fulfil hedonic-emotional goals (e.g., be a friend) anthropomorphic product designs might be preferred over less anthropomorphic ones, whereas in situations where cars should mainly fulfil functional goals (e.g., transport) non-anthropomorphic product designs might be preferred.
The fourth and the fifth paper have been previously published in conference proceedings; they contain parts of the first and the second paper respectively.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Herrmann, Andreas (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Gassmann, Oliver (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Betriebswirtschaftslehre (PMA)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


19.09.2011

Erstellungsjahr (yyyy)


2011

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


3917

Quelle



PDF-File


dis3917.pdf

Dokumentverknüpfung


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