Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


nein

Titel


Business Model Innovation : How Incumbent Organizations Adopt Dual Business Models

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Reinhold, Stephan

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


14.11.1982

Geburtsort



Matrikelnummer


03602067

Schlagwörter (GND)


Ringier AG; Geschäftsmodell; Innovationsprozess; Marktführer; Kostenlose Zeitung

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)


Schweiz; Geschäftsmodellinnovation; Marktführer; Verlagswesen; Gratiszeitung; generative Mechanismen; kritischer Realismus

Freie Stichwörter (englisch)


Business model; business model innovation; process perspective; newspaper publishing; incumbent; free newspaper; generative mechanism; critical realism

Kurzfassung


Fallstudienbasierte Analysen kommen zum Schluss, dass etablierte Unternehmen im Durchschnitt scheitern, wenn sie versuchen gleichzeitig zwei Geschäftsmodelle, ein bestehendes und ein neues, zu betreiben. Diese widerspricht jedoch der Wahrnehmung von Geschäftsmodellinnovation in der Literatur. Dieser Innovationtyp gilt als geeignetes Mittel zur Adressierung von Disruptionen, welche die Basis der Wertschaffung und Wertschöpfung in einem Markt verändern. Generell bietet die Management- und Organisationsforschung wenig Anhaltspunkte dazu, wie ein etabliertes Unternehmen - über die Logik des Innovationstrichters hinaus - sein Geschäftsmodell erneuern kann. Aktuelle wissenschaftliche Publikationen schlagen daher vor, den vernachlässigten Treibern dieses komplexen sozialen Prozesses mehr Beachtung zu schenken.
Auf der Basis von Forschungslücken in der Literatur untersucht diese Dissertation drei Aspekte des Geschäftsmodellinnovationsprozesses etablierter Unternehmen: Erstens, die Mechanismen die diesen Innovationstyp antreiben; zweitens, die Relevanz der Kognition von Managern und der kognitiven Dimension von Geschäftsmodellen; und drittens, die Art und Weise der Festlegung des Beziehungen zwischen dem bestehenden und neuen Geschäftsmodell entlang des Innovationsprozesses. Die vorliegende Studie stützt sich auf bestehende Prozesstheorien, um ein Prozessmodell für Geschäftsmodellinnovation im Kontext bestehender Unternehmen abduktiv herzuleiten. Die Identifikation von Mechanismen sowie deren Beziehungen stützt sich auf ein intensives Prozessfallstudiendesign. Mittels einer Eventstrukturanalyse wurde der analytische Bezug zwischen Aktivitäten von Schlüsselakteuren im Innovationsprozess, die für ein einzelnes Unternehmen (RINGIER AG) über zwei Innovationsprojekte und 12 Jahre hinaus verfolgt wurden, und bestehenden Prozesstheorien hergestellt.
Die vorliegende Dissertation trägt in dreifacher Weise zum wissenschaftlichen Diskurs bei: Erstens, durch die Ausarbeitung zweier empirisch basierten Prozessmodellkonfigurationen; zweitens, durch Erkenntnisse über die Rolle der Variablen, die als Teil mentaler Modelle aktiviert werden, um ein Geschäftsmodell zu interpretieren sowie deren Beziehung zum Framing als Chance oder Gefahr; und drittens, durch die Identifikation von zwei spezifischen Mechanismen, welche das Mass an Integration zwischen dem bestehenden und neuen Geschäftsmodell über den Verlauf des Innovationsprozesses beeinflussen. Diese Resultate haben praktische Implikationen für das Topmanagement und Innovations-Champions, die in bestehenden Unternehmen Initiativen für Geschäftsmodellinnovation entwickeln, managen oder legitimieren wollen.

Kurzfassung (englisch)


Case-based evidence suggests that, on average, firms seeking to innovate and pursue two business models simultaneously will eventually fail. However, this contravenes with the literature's perception of business model innovation as a desirable means to address disruptions shifting the basis of both value creation and capturing. Moreover, management and organization research provides little evidence as to how incumbents can actually achieve innovation of their business model beyond the innovation-funnel logic. Recent business model studies have therefore suggested paying more attention to the under-researched drivers of this specific complex social process.
Based on gaps identified in the present literature, this dissertation investigates three particular aspects of a business model innovation project in an incumbent organization: First, the generative mechanisms that drive business model innovation; second, the relevance of managerial cognition and the cognitive aspects of the business model; and third, the relationship arrangement to accommodate the new and existing business model over the course of the innovation process. Based on an abductive logic of discovery, this study builds on existing process theories to elaborate a process model of business model innovation in an incumbent context. An intensive process case-study design serves to identify what mechanisms are operating to produce business model innovation and how they relate to one another. Event structure analysis is used to analytically connect actors and activities traced over a twelve-year period for two innovation initiatives at a single case site (RINGIER Media Corp.) with generative mechanisms.
This dissertation adds to the academic literature in three ways: First, it contributes to business model studies by elaborating on existing process theory with a proposal for two empirically grounded tri-mechanism process model configurations of business model innovation in an incumbent context. Second, it proposes preliminary insights into the theory on cognition and organizational change regarding the role of the variables activated in mental models to make sense of a new business model and the relationship of those variables to threat or opportunity framing. Finally, it contributes to the literature on organizational ambidexterity by elucidating two mechanisms that drive the level of integration between a new and existing business model over time. These findings provide practical implications for senior managers and innovation champions who wish to develop, manage, and legitimize business model innovation efforts in an incumbent context.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Bieger, Thomas (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Eppler, Martin J. (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Betriebswirtschaftslehre (PMA)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


17.02.2014

Erstellungsjahr (yyyy)


2014

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4233

Quelle



PDF-File


dis4233.pdf

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