Metadaten







Promotionsordnung



Kumulative Dissertation



Titel


The Financing of Education in Developing Countries : Models of Sustainable Educational Contracts

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Flammer, Caroline

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


19.10.1976

Geburtsort


Zuzwil, SG

Matrikelnummer



Schlagwörter (GND)


Entwicklungsländer; Bildungspolitik; Bildungsfinanzierung; Vertrag

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)


Durchsetzbarkeit; Vertragsdurchsetzbarkeit; limitierte Vertragsdurchsetzbarkeit; Informationsasymmetrie; Informationssystem; Kreditgeschichte; Investition; Verhandlungsmacht; strategische Vertragsverletzung; nachhaltige Finanzierung; Finanzierungsinstrument; Finanzprodukt; selbsterfüllend; Anreiz; einkommensabhängig; Schule; Ausbildung; Universität; Altruismus; altruistisches Verhalten; Austausch-Motiv; Empathie; nachfrageseitige Finanzierung; Humankapitalvertrag; Ausbildungsvertrag; Vertragstheorie; Entwicklungsökonomie; Entwicklungsland; Mikrofinanzierung; Mikrokredit; verkettete Verträge; wiederholte Verträge; Makro-Rationierung; Kreditbeschränkung; Kredit; Darlehen; Anonymität; Mobilität; Agency-Theorie

Freie Stichwörter (englisch)


Enforceability; contract enforcement; limited contract enforcement; information asymmetry; information system; credit history; investment; bargaining power; strategic default; sustainable financing; financial instrument; financial product; self-enforcing; incentive; income-contingent; school; education; university; human capital; altruism; altruistic motive; exchange motive; empathy; demand-sided financing; human capital contract; education contract; educational contract; contract theory; development economics; developing country; microfinance; microcredit; interlinked contracts; repetitive contracts; macro-rationing; credit constraint; credit; loan; anonymity; mobility

Kurzfassung


Diese Dissertation adressiert das Problem der Finanzierung von Ausbildung in Entwicklungsländern, in welchen sowohl die legale Vertragsdurchsetzbarkeit als auch der Informationsfluss limitiert sind, und zeigt auf, wie Verträge strukturiert werden können, um diese Limitationen zu überwinden.
Das erste Modell studiert das Problem der Finanzierung der Primarausbildung eines Kindes, wenn die Eltern monetären Restriktionen gegenüberstehen und das Abschliessen eines Vertrages mit einer minderjährigen Person nicht möglich ist. In diesem Modell ist die Empathie der Agenten gegenüber ihren Verwandten endogen und die Vertragsdurchsetzung wird durch die Verknüpfung von Kreditmärkten – des Marktes für Ausbildungskredite mit demjenigen für Mikrokredite – garantiert. Wir betten einen Ausbildungsvertrag in einen Prinzipal-Agenten-Rahmen mit einem risikoneutralen Investor und einem risikoaversen Agenten. Wir analysieren die Auswirkung von erhöhter Mobilität und Anonymität in Entwicklungsländern auf die optimale Vertragsausgestaltung und finden Folgendes heraus: Eine Verschlechterung der Vertragsdurchsetzung verursacht immer eine Zinssatzsenkung des Ausbildungskredites. Der Zinssatz des Mikrokredites wiederum sinkt, sofern die Entscheidung der Eltern auf purem Austauschmotiv basiert, und die Empathie des Kindes gegenüber seinen Eltern konstant ist. Des Weiteren zeigt sich, dass der Familienzusammenhalt nicht nur eine Versicherung für die Familienangehörigen gegen finanzielle Not darstellt, sondern auch den negativen Effekt von limitierter Vertragsdurchsetzung auf den Gewinn des Kreditgebers mindert.
Das zweite Modell zeigt, dass – zumindest in einigen Entwicklungsländern – die höhere Ausbildung potentiell mit Humankapitalverträgen finanziert werden könnte. Die Selbsterfüllung dieser Verträge wird garantiert, indem eine Verknüpfung zwischen dem Markt für Ausbildungsfinanzierung und dem nachfolgenden Kreditmarkt hergestellt wird. Wir untersuchen ein Modell mit einem risikoneutralen Investor und heterogenen, risikoaversen Studenten und zeigen, dass ein Gleichgewichts-Investitionsniveau existiert und eindeutig ist, sofern der Rückzahlungssatz nicht ausserordentlich progressiv ist. Zudem finden wir heraus, dass die Investition in Humankapital zu einer strikten Wohlfahrtsverbesserung von Investor und Student führen kann. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Prinzipal in ein (relativ) soziales Finanzprodukt investiert. Des Weiteren zeigt sich, dass die optimale Investitionshöhe eine zweifach geknickte Funktion des Informationsflusses ist.

Kurzfassung (englisch)


This thesis addresses the problem of financing education in developing countries, where legal enforceability of contracts as well as information flow are limited, and shows how to design contracts that may overcome these limitations.
The first model studies the problem of financing a child's primary education when the parent is faced with credit constraints and contracting with minors is not possible. In this model, the empathy of agents towards their kinship is endogenized and enforcement is guaranteed through the interlinkage of credit markets -- first a market for education credits, then a market for microcredits. We embed an education contract into a principal-agent setting with a risk-neutral investor and a risk-averse agent. We analyze the impact of increased mobility and anonymity in developing societies on the optimal contract design and find the following: a worsening of contract enforcement causes the interest rate of the education credit to always decrease, while the interest rate of the microcredit falls if the parent's decision-making is based on pure exchange motives and the child's empathy towards his parent is constant. We also find that family ties not only represent an insurance for the family members against financial distress but also dampen the negative effect of limited enforcement on the lender's payoff.
The second model shows that, at least in some developing countries, higher education could potentially be financed through human capital contracts. Their self-enforcement is guaranteed by creating an interlinkage between the market for education financing and the successive credit market. We study a model with a risk-neutral investor and heterogenous risk-averse students, and show that an equilibrium investment level exists and is unique as long as the repayment rate is not unreasonably progressive. Furthermore, we find that investment in human capital can lead to a strict welfare improvement of investor and student. This is the case, for example, if the principal invests into a (relatively) social financial product. Finally, we show that optimal investment is a twice-kinked function of information flow.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Hauser, Heinz (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Reetz, Norbert (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Wirtschaftswissenschaften

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


16.02.2009

Erstellungsjahr (yyyy)


2009

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


3564

Quelle



PDF-File


dis3564.pdf

Dokumentverknüpfung


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letzte Änderung: 10/21/2009 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]