Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


nein

Titel


Die Abbildung von Risk-Sharing im Rahmen der Rechnungslegung von Vorsorgeverpflichtungen : Lösungsmöglichkeiten für die Bilanzierung nach IFRS in der Schweiz

Titel (englisch)


Accounting for Risk-Sharing Features within Post-Employment Benefit Plans : possible Solutions for IFRS-Users in Switzerland

Autor/Autorin


Müller, Lukas

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


04.10.1982

Geburtsort



Matrikelnummer


02604064

Schlagwörter (GND)


Personalvorsorge; Rechnungslegung; International Accounting Standards; International Financial Reporting Standards; Risiko

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)


Vorsorgeverpflichtung

Freie Stichwörter (englisch)


IAS 19; IAS; IFRS; Pension Accounting; Risk-Sharing; Liability Ceiling

Kurzfassung


Mitte 2011 hat das International Accounting Standards Board (IASB) den Rechnungslegungsstandard zur Bilanzierung von Leistungen an Arbeitnehmer (IAS 19) in einer überarbeiteten Version publiziert. Die neuen Vorschriften sind für Bilanzperioden, welche am oder nach dem 01. Januar 2013 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Durch die neuen Regelungen, welche in erster Linie die Bilanzierung von Vorsorgeverpflichtungen betreffen, wurden einige Wahlrechte im Standard abgeschafft und die Berechnung des Vorsorgeaufwandes leicht verändert. Die Konsequenzen aus diesen Veränderungen für die Jahresrechnungen von Schweizer Unternehmen sind stellenweise zwar durchaus wesentlich, lassen sich aber aus heutiger Sicht bereits vorausplanen und abschätzen.
Anders sieht es hingegen mit einer zusätzlichen Neuerung aus: Die Vorschriften verlangen erstmalig, dass ein sogenanntes Risk-Sharing bei der Ermittlung der Vorsorgeverpflichtung berücksichtigt wird. Mit dem Begriff Risk-Sharing ist dabei die Eigenschaft eines Vorsorgeplanes gemeint, die Chancen und Risiken im Zusammenhang mit der beruflichen Vorsorge dem angeschlossenen Arbeitgeber nicht alleine zuzurechnen. Da diese Anforderung in der Schweiz regelmässig erfüllt ist und die Risikoteilung bisher unberücksichtigt blieb, haben die neuen Vorschriften an dieser Stelle eine Veränderung der Bilanzierungspraxis zur Folge.
Unmittelbar aus den neuen Bestimmungen in IAS 19 lässt sich jedoch nur ableiten, wie und wo ein Risk-Sharing Effekt zu erfassen und auszuweisen ist, nicht aber, in welcher Art und Weise dessen Höhe bestimmt werden soll. Aus diesem Grund entwickelt die vorliegende Dissertation fünf unterschiedliche Methoden zur bilanziellen Abbildung von Risk-Sharing in der Schweiz und evaluiert diese. Zusammenfassend zeigt sich dabei, dass es aus Sicht einer tatsachengetreuen Darstellung im Sinne der internationalen Rechnungslegung unzulässig ist, die Unterdeckung einer Vorsorgeeinrichtung vollständig beim Arbeitgeber zu passivieren. Die vorliegende Arbeit plädiert deshalb dafür, Sanierungsmassnahmen zur Behebung einer Unterdeckung nicht erst bei ihrem rechtsverbindlichen Beschluss, sondern bereits vorgängig im Rahmen einer bestmöglichen Schätzung (best estimate) zu berücksichtigen.

Kurzfassung (englisch)


The International Accounting Standards Board (IASB) issued a revised version of its accounting standard on employee benefits (IAS 19) in June 2011. The amendments are effective for annual periods beginning on or after January 1, 2013. The new regulations, which largely relate to accounting for post-employment benefits, primarily eliminate options to defer the recognition of gains and losses resulting from defined benefit plans (the corridor approach) and introduce a new method of disaggregating defined benefit cost. Consequences of these changes for financial statements in Switzerland can be material but for by and large they are undisputed. The situation therefore allows for an estimate from today's perspective.
In addition, the amended standard clarifies for the first time that a so-called risk-sharing has to be considered when measuring a defined benefit obligation. According to the IASB "Risk-Sharing" means that a defined benefit plan includes features that share the benefits of a surplus or the cost of a deficit between the employer and third parties. As this requirement is regularly met by Swiss pension plans and as risk-sharing so far has remained ignored, the new rules at this point will result in a change of accounting policies.
However, the added provisions in IAS 19 only regulate recognition and presentation of risk-sharing features but do not - or at least not clearly enough - standardize the effect's measurement. For this reason, the dissertation develops and evaluates five different methods of accounting for risk-sharing features in Swiss pension plans. In summary, research shows that completely recognizing an underfunding in the employer's financial statement is regularly not in line with a faithful representation according to International Financial Reporting Standards (IFRS). The thesis therefore encourages preparers of financial statements not only to recognize a pension fund's financial restructuring upon a legal obligation, but to account for the best estimate of third party contributions.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Leibfried, Peter (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Berndt, Thomas (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Betriebswirtschaftslehre (PMA)

Sprache


GER

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


16.09.2013

Erstellungsjahr (yyyy)


2013

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4165

Quelle



PDF-File


dis4165.pdf

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letzte Änderung: 08/13/2013 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]