Metadaten







Promotionsordnung



Kumulative Dissertation



Titel


Die Ökonomie der Spende

Titel (englisch)


The Economics of Donation

Autor/Autorin


Güssow, Carolin

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


29.12.1977

Geburtsort


Darmstadt

Matrikelnummer



Schlagwörter (GND)


Schweiz; Spende; Ökonometrisches Modell; Wirtschaftliches Verhalten

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)


Spendenverhalten in der Schweiz; Spendenmotivation; Nicht-Spender-Motive; Spendenbereiche; Spenden und Steuern; Warm-glow-Motiv; Spendenmarkt; Egoismus; Altruismus; Selbstlosigkeit; Experimentelle Wirtschaftsforschung; Öffentliches Gut; Umfrage; Querschnittsanalyse; Extrinsische Motivation; Intrinsische Motivation

Freie Stichwörter (englisch)


Atruism; Egoism; Survey; Cross-section analysis; Experimental/Behavioral Economics; Public Good; Warm-glow-motive; Donation Behavior in Switzerland

Kurzfassung


Die Schweiz ist eine der reichsten Nationen der Welt. Entsprechend spendenfreudig zeigen sich die Schweizer Haushalte. Daten, die das Schweizer Spendenverhalten beschreiben, sind jedoch kaum verfügbar. Zu diesem Zweck wurde eine eigene Umfrage durchgeführt, bei der 1'231 Haushalte Angaben zu ihrem Spendenverhalten und zu ihrer Spendenmotivation machten. Eine Querschnittsanalyse der Daten liefert interessante Ergebnisse. Beispielsweise spenden Frauen nur dann mehr als Männer, wenn es um Spenden für Nothilfe geht. Akademiker tragen absolut weniger zur Nothilfe bei als Personen anderer Bildungsstufen. Wesentliche Einflussfaktoren für das Spendenverhalten sind Einkommen, Alter und Zivilstand.
Die Spendermotivation wird in der Arbeit auch unabhängig von den sozioökonomischen Merkmalen der Haushalte beleuchtet. Dazu werden theoretische Nutzenfunktionen, die das Spendenverhalten abbilden, und auf ihnen basierende Modelle und Anwendungen vorgestellt.
Bekannte Präferenzstrukturen sind das warm-glow of giving-Motiv oder der Reine/Unvollkommene Altruismus. Der Spendenmarkt wird dabei über die Bereitstellung öffentlicher Güter modelliert. Eines der vorgestellten Modelle wird schliesslich auf den Schweizer Spendenmarkt angewandt, wobei die Daten aus der Umfrage genutzt werden. Ein wichtiges Ziel der Anwendung ist es, durch politisch motivierte Einkommensumverteilungen das Spendenaufkommen zu erhöhen.
Die theoretischen Nutzenfunktionen werden in der Experimentellen Wirtschaftsforschung Tests unterzogen. Im Rahmen der Arbeit relevante Experimente werden präsentiert. Auf Grundlage dieser wird diskutiert, welche Nutzenfunktion bzw. welches Experiment der Realität eines Spendenmarkts am nächsten kommt. Ein selbst durchgeführtes Experiment zeigt, dass die Spendenhöhe unabhängig von der Empfängerzahl ist. Jedoch lässt sich ein Zusammenhang zwischen Gruppengrösse und Spendenbetrag feststellen: In grösseren Gruppen wird weniger gespendet als in kleinen Gruppen, was einen sogenannten Crowding Out-Effekt darstellt. Um die Präferenzstruktur der Spender besser bestimmen zu können, wurden auch Ergebnisse zur Spendermotivation aus der Umfrage der Schweizer Haushalte herangezogen.

Kurzfassung (englisch)


Switzerland is one of the richest countries in the world, and therefore it is not surprising that Swiss people donate generously. Data describing the behavior of donation in Switzerland are not easy to find. That is the reason why we designed a questionnaire from a scientific point of view and collected data of 1'231 households. The households gave information about their donation behavior and motivations. From a statistical analysis some interesting results have been obtained. For example women appear to donate more than men exclusively in the case of emergency events. Academics give less for those events than people from other levels of education. Income, age and civil status are significant factors for the donation levels.
The work also highlights theoretical motivations to donate independently from the socioeconomic characteristics of the households. For this purpose utility functions that describe the behavior of donation and models based upon them are presented. The Warm-glow of giving-Motive and Pure/Impure Altruism are well known examples. The latter represents the market of donation as a public good problem. One model has been transferred to the Swiss taxation system based on data of the survey. The results suggest how revenues from donations could be increased by redistributing income.
In Experimental Economics utility functions are subject to manifold tests. In this thesis a number of relevant experiments are presented. Which experiments and respectively which preference structure maps best a market of donation is discussed. A self executed experiment shows that the amount donated is independent of the number of recipients. In contrast there exists a correlation between group size and donating: In small groups the donors gave more than in big groups which is called a Crowding Out effect. For a better determination of the right utility function the empirical results from the survey considering the motivations to donate were also taken into account.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Jaeger, Franz (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Gächter, Simon (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Wirtschaftswissenschaften

Sprache


GER

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


18.02.2008

Erstellungsjahr (yyyy)


2007

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


3340

Quelle



PDF-File


dis3340.pdf

Dokumentverknüpfung


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