Metadaten







Promotionsordnung



Kumulative Dissertation



Titel


Decision-making as a 'convenient fiction'

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Wozniak, Anna Stanislawa

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


12.07.1978

Geburtsort


Plock, Poland

Matrikelnummer



Schlagwörter (GND)


Organisationshandeln; Entscheidungsfindung

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)


Entscheidungen; Agency-Strukturdebatte; Institutionen; Handlungen des Organisierens; Freiheit; Spiel

Freie Stichwörter (englisch)


Decision-making; agency-structure debate; institutions; acts of organising; Gadamer; play; capoeira

Kurzfassung


Eine übertriebene Beschäftigung von Organisations- und Managementstudien mit Entscheidungskonzepten hat das Bild eines"organisatorischen Menschen" geprägt, der die Welt anhand von Repräsentationen, Zwecken und Entscheidungen abhandelt. Dies verstärkte die Annahme, dass eine Person, bevor sie eine Handlung vollzieht, in einen Prozess der bewussten Zielsetzung involviert ist. Das Bild von Organisationen entwickelte sich auf der Basis analoger Mechanismen, wobei rationalistische und lineare Prozesse bevorzugt wurden, bei denen die organisatorische Struktur und Strategie notwendigerweise vom Menschen konstruiert wurde und sich nicht selber kontrollierte. Diese Annahmen, die in den intellektuellen Prioritäten von zeitgenössischen Organisations- und Managementtheoristen vertreten sind, haben den Weg für ein"institutionelles Denken" bereitet.
In der vorliegenden Doktorarbeit hinterfrage ich die Universalität der erwähnten intellektuellen Prioritäten, indem ich sie gegen historische, sozioökonomische und epistemologische Kontexte stelle, aus denen sie hervorgegangen sind. Dies hat den Vorteil, dass es alternative Sichtweisen in den Vordergrund rückt, die Auskunft über die Konstitution der menschlichen Führung, Gesellschaftsschicht und des Wissens geben. Ich stelle mich gegen die konventionelle Trennung von Agent (Vertreter) und struktureller Abschlüsse der Sozialwissenschaften, mit dem Gedanken des Spiels als Schlüssel zu einer ontologischen Erklärung. Ich veranschauliche dies anhand des Afro- Brasilianischen Brauch von Capoeira, das eine Form erzeugt, die auf unabsichtlichen Körperaktionen basiert. Diese alternative Weise, der Welt durch"fühlende Kontinuität" zu begegnen, ermöglicht die Unterscheidung zwischen Organisationen als Institutionen und Organisationen als Handlungen des Organisierens. Dies ist eine Beobachtung, die von Mainstreamorganisationen und Managementstudien häufig übersehen worden ist. Es resultiert daraus aber ein Verständnis, dass wesentlich zum Verständnis des Phänomens von organisatorischer Strategie und Struktur beiträgt.

Kurzfassung (englisch)


An excessive preoccupation by organisation and management studies with the concepts of decision-making and rational choice has created an image of "organisational man", dealing with the world by means of representations, intentions and decisions. It inspired and enforced an assumption that prior to taking any action a person needs to engage in a process of deliberate and conscious constitution of an objective or a plan. Simultaneously, the way of portraying organisations developed on the basis of analogical mechanisms privileging rationalistic, linear processes in which organisational structure and strategy were necessarily human-designed rather than self-emergent. These assumptions, implanted in the intellectual priorities of contemporary organisation and management theorists, paved the way for "institutional thinking" to become the prevalent mode of human engagement promoted in organisational theory and practice.
In this thesis I am challenging the universality of the above intellectual priorities by placing them against the historical, socioeconomic and epistemological contexts in which they originated. It provides an opportunity to bring to the foreground alternative views on what constitutes human conduct, social order and knowledge. I propose to turn to the traditions which have taken on different assumptions about human actions and ways of organising. I oppose the conventional divisions between agency and structure permeating accounts of social sciences with the notion of play as a clue to an ontological explanation. I illustrate it using the Afro-Brazilian practice of capoeira, which engenders a mode of being based on non-intentional embodied engagement. This alternative way of dealing with the world by means of "sentient continuity" allows me to distinguish between organisations as institutions and acts of organising. This is an observation which has usually been overlooked by mainstream organisation and management studies. Understanding this may contribute significantly to the understanding of the phenomena of organisational strategy and structure.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Chong, Li Choy (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Agrawal, Narendra (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Wirtschaftswissenschaften

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


15.09.2008

Erstellungsjahr (yyyy)


2008

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


3491

Quelle



PDF-File


dis3491.pdf

Dokumentverknüpfung


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letzte Änderung: 10/28/2009 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]