Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


nein

Titel


Risikomanagement und Uncertainty Governance bei Jungunternehmen

Titel (englisch)


Risk Management and Uncertainty Governance at Start Up Companies

Autor/Autorin


Schneider-Honold, Stefan Arthur

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


12.09.1981

Geburtsort



Matrikelnummer


01134477

Schlagwörter (GND)


Risikomanagement; Unternehmensgründung; Unsicherheit; Ungewissheit; Risikoverhalten

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)



Freie Stichwörter (englisch)


Uncertainty; Governance

Kurzfassung


In etablierten Unternehmen ist das Risikomanagement ein fester und unumstrittener Bestandteil der Unternehmenssteuerung wie auch des Businessplanes, für dessen praktische Umsetzung es bewährte Enterprise Risk Management Systeme und Guidelines gibt. Aufgrund der völlig anderen Ausgangslage bei Jungunternehmen (Ressourcen, nicht messbare Risiken, fehlende Erfahrungswerte) liegen bis dato keine Handlungsempfehlungen für deren Risikomanagement vor.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, ein verbessertes Verständnis für die Art und Weise zu erlangen, wie Jungunternehmen mit Risiken umgehen, und welcher Art diese Risiken typischerweise sind.
Ausgehend von der generellen Forschungsfrage, wie Jungunternehmer die Risiken ihres Unternehmens managen, und wie sie sich von etablierten Unternehmen unterscheiden, ist es ein weiteres Ziel der Arbeit, eine Handlungsempfehlung für die Praxis zu bieten.

Die Arbeit verwendet als Forschungsansatz eine qualitative Fallstudienmethodik. Die Datenerhebung fand im Rahmen von halbstrukturierten Experteninterviews statt. Es wurden 14 Vertreter von aktuellen oder ehemaligen Jungunternehmen sowie sechs Experten bzw. Investoren bezüglich ihres Umganges mit Risikomanagement oder Uncertainty-Governance im Hinblick auf Risiken und Unsicherheiten ihrer Unternehmen befragt.

Anhand der gewonnenen Empirie liessen sich in Bezug auf die eingangs erläuterten Forschungsfragen folgende Erkenntnisse ableiten: Die typischen Risiken der Jungunternehmen sind der Teamzusammenhalt, das Marktrisiko, mangelnde Managementfähigkeiten sowie die Liquidität. In der Frühphase bindet ein formales Risikomanagement zu viele Ressourcen; es basiert zudem auf vielen Unsicherheitsfaktoren, sodass es oft nicht oder kaum betrieben wird. In dieser Phase müssen intuitive subjektive Entscheide zur Risikobewertung hinzugezogen werden. Formales Risikomanagement gewinnt aber mit dem Unternehmenswachstum zunehmend an Bedeutung und wird meist vorausgesetzt, sobald Fremdinvestoren dazu kommen. Aufgabe des Verwaltungsrates ist es, das Teamrisiko zu analysieren und thematisieren, sowie Seniorität ins Unternehmen zu bringen was -- über den Zugewinn von Wissen und Erfahrung -- zu besseren Entscheidungen unter Unsicherheit und damit per se zu einer Minimierung der Risiken führt. Als Handlungsempfehlung für die Praxis lässt sich die Forderung ableiten, dass bei Jungunternehmen das Ziel des Risikomanagements nicht in erster Linie darin bestehen sollte, die Risiken durch Massnahmen zu minimieren, sondern die Entscheidungsträger zu besseren intuitiven Entscheidungen gegenüber Ungewissheiten zu befähigen.

Kurzfassung (englisch)


For established companies, risk management is an integral and non-controversial part of corporate management as well as of business planning, for which there already exist developed enterprise risk management systems and guidelines. In start-up companies on the other hand, there are to date no corresponding recommendations for their risk management, due to completely different circumstances (resources, non-measurable risks, lack of experience) which such young ventures face.

The aim of this study is to gain an improved understanding of the way how young companies deal with risks, and what the nature of these risks typically is.

Starting from the general research question of how entrepreneurs manage the risks of their company, and how these differ from established companies, it is another objective of the study, to provide a recommended course of action for practice.

This study uses a qualitative case study approach. The data was collected by semi-structured interviews with experts and entrepreneurs. 14 entrepreneurs and six experts took part in the study. They were interviewed about their approach to manage risk and to govern uncertainty.

The results could be related to the above-described research questions in order to derive the following findings: the typical risks of start-up companies are the team cohesion, market risk, the lack of management skills and liquidity risk. In the early stages of the company, a formal risk management would bind too many resources and would be based on too many uncertain factors, so it is often omitted. However, it is gaining in importance with the company's growth and if the company can win investors. The Board's task is to monitor the team risk, as well as to bring seniority and experience to the company, which -- by the gain of knowledge and experience -- leads to better decisions under uncertainty and ultimately to minimized risks. From a practical viewpoint, one can recommend from these results that a risk management or uncertainty-governance initiative at a start-up company should not have as main goal to minimize risks by actively taking measures, but rather to empower decision-makers to better intuitive decision-making when facing uncertainty.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Boutellier, Roman (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Hilb, Martin (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Betriebswirtschaftslehre (PMA)

Sprache


GER

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


22.02.2016

Erstellungsjahr (yyyy)


2015

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4494

Quelle



PDF-File


dis4494.pdf

Dokumentverknüpfung


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letzte Änderung: 01/15/2016 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]