Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


nein

Titel


Baukultur als regulative Idee einer juristischen Prägung des architektonischen Raums

Titel (englisch)


Building culture: regulative idea of a legal framework for the built environment

Autor/Autorin


Streiff, Oliver

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


17.04.1973

Geburtsort



Matrikelnummer


93918274

Schlagwörter (GND)


Schweiz; Architektur; Ästhetik; Bauplanungsrecht; Baurecht

DDC (Dewey Decimal Classification)


Recht - 340

Freie Stichwörter (deutsch)


Transdisziplinarität; Baukultur; Architekturpolitik; Artifizielle Ressource; Normkorrektur; Regulierungsprogramm; Raumgliederung; Planungsrecht; Kulturverfassungsrecht; Kultur; Raumordnung

Freie Stichwörter (englisch)


Transdisciplinarity; building culture; architectural policy; artificial resource; legal development; political-administrative programme; spatial planning

Kurzfassung


Die Untersuchung ist auf die rechtlichen Möglichkeiten zur Gewährleistung baukultureller Werte im architektonischen Raum gerichtet. Ausgegangen wird von der mangelhaften Qualität der baulichen Umwelt. Um diesem lebensweltlichen Problem entgegenzuwirken, ist Baukultur als regulative Idee in die Rechtsordnung einzuarbeiten. Die Freilegung relevanter Sachstrukturen führt zu grundlegenden Thesen zur Baukultur, zur fortschreitenden Urbanisierung, zur Relation zwischen dem Architektonischen und der natürlichen Ressource Boden sowie zum gestaltenden Zugriff des Rechts auf den Raum. Baukultur steht für eine Gedächtnisleistung und gründet auf einer Technik des Vergleichens. Ausgehend von der Inanspruchnahme des baulichen Bestands führt sie zur Herstellung von Handlungsspielräumen für die räumliche Entwicklung. Sie ist in einem Feld von Einflussgrössen zu verorten und mündet in ein Anforderungsmodell. Erst durch architekturpolitische Initiativen kann sie rechtsnormative Wirkung entfalten. Werden diese Sachstrukturen und das geltende Recht gegeneinandergehalten, ergibt sich ein gemischtes Bild: Baukultur und ihre Merkmale haben höchstens punktuell Eingang in die geltende Ordnung gefunden. Eine Architekturpolitik ist in der Schweiz kaum auszumachen. Die dreiteilige Nutzungsordnung verunmöglicht eine klare Trennung von baulicher und nichtbaulicher Nutzung. Trotz Zersetzungserscheinungen dominiert im Baugebiet eine Trennung der Funktionsbereiche. Die Verwaltung als zentrale Einflussgrösse ist durch Zersplitterung gekennzeichnet. Positiv zu vermerken sind Altstadtzonen als Modell für die Inanspruchnahme des Bestands. Ebenso werden durch Projektierungsspielräume und Gestaltungskompetenzen der Verwaltung Handlungsoptionen manifest. Anknüpfen lässt sich auch an das Gebot der Einordnung. Aus den Differenzen zwischen Sachstrukturen und geltendem Recht ergibt sich Veränderungsbedarf. Erforderlich ist eine kulturell geprägte Regulierung der baulichen Umwelt. Schlüsselelement dieser Neuorientierung ist die Architekturpolitik. Deren Etablierung ermöglicht es, ein Programm zur Verankerung von Baukultur in der Rechtsordnung zu erarbeiten. Dieses in Etappen umsetzbare Regulierungsprogramm muss insbesondere Instrumente zur Trennung von bebautem und unbebautem Gebiet, zur Stabilisierung und Inanspruchnahme des baulichen Bestands und zur Nutzbarmachung der brachliegenden Spielräume der raumwirksam handelnden Akteure umfassen.

Kurzfassung (englisch)


The study is focussed on legal means to ensure the quality of the built environment. Starting point of the transdisciplinary research is the poor quality of the built environment. To improve this situation, building culture has to be established in law. A first part of the study leads to a factual as well as conceptual level. In particular, building culture is conceived as a memory. It is a technique of comparing based on the use of the building stock. It leads to a well defined freedom of action, to leeway for spatial development. Building culture is influenced by different actors and leads to a set of requirements. However, building culture cannot develop normative effects without an architectural policy. In a second part of the study, the legal structures are sounded out. There are important differences between the implications of the regulative idea and the applicable legislation. Differences between factual and legal structures make evident a need for change. It is necessary to conceive a culturally determined legal frame for the built environment. Key element of this reorientation (third part of the study) is the launching of an architectural policy. It is used to develop a program for anchoring building culture in the legal system. This regulatory program includes essentially legal instruments to efficiently separate the built from the non built areas, to stabilize the building stock and to make good use of the freedoms of action.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Schweizer, Rainer J. (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Hassler, Uta (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee


Ruch, Alexander (Prof. Dr.)

Fachgebiet


Rechtswissenschaft (DLS)

Sprache


GER

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


18.02.2013

Erstellungsjahr (yyyy)


2013

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4116

Quelle


Erscheint zugleich in der Kooperations-Schriftenreihe «Schriften zum Kunst- und Kulturrecht» der Verlage «Dike Verlag Zürich/St. Gallen, Nomos Verlag Baden-Baden, facultas.wuv Verlag Wien». ISBN 978-3-03751-506-8.

PDF-File


dis4116.pdf

Dokumentverknüpfung


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