Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


nein

Titel


Art = Commodity - When the Market Rules Art

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Köfeler, Raphaela

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


17.02.1987

Geburtsort



Matrikelnummer


07607393

Schlagwörter (GND)


Singapur; Hongkong; Kunstmarkt; Kunstbetrieb; Statussymbol; Kulturwandel; Kulturimperialismus

DDC (Dewey Decimal Classification)


Sozialwissenschaften - 300

Freie Stichwörter (deutsch)


Kunst; Markt; Globalisierung; Kunstsoziologie; Künstler; Kurator (Museumskunde)

Freie Stichwörter (englisch)


Art Market; Asia; Globalisation; Status Symbol; Art Sociology; China

Kurzfassung


Diese Dissertation zeigt anhand der Kunstmärkte in Singapur und Hongkong – wie Ende des 20. Jahrhunderts ökonomischer Aufschwung zu einem wachsenden Kunstmarkt führt, was mit einem komplexen Deterritorialisierungsprozess einhergeht. Mit einem qualitativ-explorativen Ansatz wird beschrieben, wie der Aufschwung Chinas und der ASEAN Länder das Kulturmonopol des Westens in Frage stellt. Durch das Entstehen regionaler finanzstarker Konglomerate wurden neue Kunstmärkte kreiert – mit eigenen, bisher in der Kunstwelt nicht verbreiteten Eigenschaften. Bis dato wurden nur wenige Forschungsarbeiten zu diesem Thema publiziert. Dies liegt teilweise daran, dass die untersuchten Prozesse nicht abgeschlossen sind. Anhand Pierre Bourdieu’s Kunstfeld-Theorie wird in dieser Dissertation die Reichweite der Veränderungen analysiert, die die neuen Kunstmetropolen mit sich bringen. Es wird einerseits festgestellt, dass traditionelle Händlerpraktiken durch den Siegeszug der Aktionshäuser und neureicher Kunstspekulanten verdrängt wurden und damit ein Prozess der "Kommodifikation der Kunst" entfachte. Andererseits wird bei Betrachtung der Kunstproduktion erkannt, dass Künstler neu direkt für den Markt produzieren. Entstanden ist dabei ein gänzlich neues Wertesystem und eine Ära, in der das Kommerzialisierungspotential des symbolischen Kapital – Kunst – erkannt wird und nicht zuletzt auch im globalen Wettbewerb um Standortattraktivität als Trumpf dient. Weiter wirft die Auswertung der Interviews Licht auf den Chauvinismus westlicher Akteure, deren Wirken im Fernen Osten als eine Form des Neo-Kolonialismus bezeichnet werden kann. Ihr eigenes Verständnis der Ästhetik und das der lokalen Akteure basieren auf einem reichen gesellschaftspolitischen Rahmensystem. Diese Verständnisse koexistieren nebeneinander und formen die sich ständig weiterentwickelnden Spielregeln, welche den Markt antreiben.

Kurzfassung (englisch)


This thesis exposes how the rapid economic growth of the world art market in the late 20th century has proceeded alongside a complex process of deterritorialization exemplified in Singapore and Hong Kong's art markets. Through a qualitative, explorative approach this thesis describes how the rise of China and the ASEAN countries challenges the West's monopoly on culture. Conglomerations of rapidly accumulated wealth have both opened doors to art markets in the region and introduced new rules to the art world. There has been little research published on the topic to date, in part due to the fact that the processes are ongoing and irresolute. Using Pierre Bourdieu'’s art field theory, the thesis will explore how the trajectory of deterritorialization has challenged traditional dealership practices – via the landscape of auction houses and speculative collecting – manifesting art as a raw commodity and changing production practices for generations of artists producing directly for the market. What has resulted is an entirely changed value system, in nations where symbolic capital has become an opportunity for commercialization purposes and to show off national attractiveness in times of globalization. In addition, the thesis will cast light on the chauvinism of western art players working in East Asia, under the rubric of neo-colonizers and it will posit that their aesthetics as well as those of locals rely on rich socio-political frameworks coexisting with the rules of a game in constant development.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Schultheis, Franz (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Eberle, Thomas (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Organisation und Kultur (DOK)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


19.09.2016

Erstellungsjahr (yyyy)


2016

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4528

Quelle



PDF-File


dis4528.pdf

Dokumentverknüpfung


Link zu diesem Dokument







letzte Änderung: 10/11/2016 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]