Metadaten







Promotionsordnung



Kumulative Dissertation



Titel


Betting Against Uncovered Interest Rate Parity

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Kohler, Daniel

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


23.02.1977

Geburtsort


Nairobi, Kenya

Matrikelnummer



Schlagwörter (GND)


Zinsparität; Währungsrisiko; Risikoprämie; Devisenspekulation; Capital-asset-pricing-Modell

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)


Ungedeckte Zinsparität; Risikoprämien; Währung

Freie Stichwörter (englisch)


Uncovered Interest Rate Parity; Forward Rate Anomaly; Carry Trades; Risk Premia; Capital Asset Pricing Model; CCAPM

Kurzfassung


Eine zunehmende Zahl von Investoren spekuliert auf Zinsdifferenzen, indem sie sich in Tiefzinswährungen verschulden oder in Hochzinswährungen investieren. Die ungedeckte Zinsparität (UZP) besagt, dass Hochzinswährungen abwerten und dass Währungen mit tiefen Zinsen aufwerten, wobei im Durchschnitt Zinsdifferenzen durch gegenläufige Wechselkursbewegungen aufgewogen werden. Falls sich die UZP durchsetzte, würde es sich nicht lohnen auf Zinsdifferenzen zu spekulieren, da langfristig kein Gewinn erzielt werden könnte. Obwohl die UZP auf scheinbar plausiblen Annahmen beruht, liefern empirische Arbeiten umfangreiche Evidenz für systematische Verletzungen. Die Erkenntnis, dass die UZP keine Gültigkeit besitzt, ist weit verbreitet und im Englischen unter dem Begriff UIP Puzzle bekannt. Die vorliegende Arbeit versucht Erklärungen zu finden, wobei Abweichungen von der UZP als Kompensation für die Übernahme von Risiken interpretiert werden.
Im Einleitungsteil findet sich ein Literaturüberblick über Studien, die die UZP auf ihre Gültigkeit testen. Besonderes Augenmerk wird auf Arbeiten gelegt, die auf Umfragen zu Wechselkurserwartungen beruhen. Es wurden verschiedene Erklärungen für Abweichungen von der ungedeckten Zinsparität vorgebracht. Diese werden vier Kategorien zugeordnet, nämlich Theorien, die Abweichungen von der UZP auf (1) irrationale Märkte, (2) Stichprobenprobleme, (3) heterogene Erwartungen und (4) Währungsrisikoprämien zurückführen.
Im Hauptteil werden Risiko-Rendite Eigenschaften von sogenannten Carry-Trades - eine an Bedeutung gewinnende Form der Spekulation gegen die UZP - analysiert. Es wird dargelegt, dass Carry-Trades während Finanzmarktkrisen hohe Verluste generieren können. Diese Erkenntnis wird durch eine multivariate GARCH-Analyse gefestigt, die aufzeigt, dass Carry-Trades in Zeiten fallender Aktienmärkte äusserst ungünstige Korrelationseigenschaften aufweisen.
Schliesslich wird gezeigt, dass das Capital Asset Pricing Model (CAPM) Abweichungen von der UZP gut zu erklären vermag, sofern man das Modell um einen zweiten Risikofaktor erweitert, der für asymmetrische Marktrenditen entlöhnt (Coskewness). Auf Konsumvariablen basierende Preismodelle (C-CAPM) vermögen einen noch höheren Anteil der Gesamtvarianz zu erklären, falls eine langfristige Konsumkomponente verwendet wird. Da Abweichungen von der UZP als Risikoprämien interpretiert werden können, kommen Wetten auf Zinsdifferenzen einem risikoreichen Unterfangen gleich.

Kurzfassung (englisch)


An ever growing number of allegedly savvy investors exploit interest rate differentials by borrowing in low-yield currencies or by investing in high-yield currencies. Uncovered interest rate parity (UIP) assumes that high-yield currencies depreciate and that low-yield currencies appreciate so that currency movements exactly countervail interest rate differentials on average. If UIP held, betting against interest rate differentials would turn out to be a futile gamble, leaving investors with a profit of zero in the long run. Although UIP seems to draw on sound foundations, empirical work produces ample evidence for its systematic failure. Deviation from UIP is a well-established feature commonly known as the UIP puzzle or the forward rate anomaly. This thesis sheds light on potential explanations by interpreting deviation from UIP as compensation for bearing risk.
The introductory part of this work provides a comprehensive literature review on deviation from UIP. It starts with a summary on studies testing for departure from UIP where particular emphasis is put on work based on exchange rate surveys. The literature aiming at a solution of the puzzle is then presented by categorizing existing contributions into four broad theory blocks, viz. explanations relating the forward rate anomaly to either (1) market irrationality, (2) in-sample bias, (3) regime shifts and heterogeneous beliefs or to (4) currency risk premia.
The main part first examines risk-reward opportunities of carry trades, which is an increasingly prominent form of speculation against UIP. It is shown that carry trade activity exposes investors to potentially large losses in times of financial crises. This finding is supported by results from a multivariate GARCH analysis, which reveals that carry traders experience a diversification meltdown in times of equity market downturns. In fact, the correlation between returns on carry trades and returns on global equity markets gets out of hand during stock market crises.
The UIP puzzle dwindles if the alleged anomaly is tackled with consumption-based asset pricing models (C-CAPM). A conditional C-CAPM using ultimate consumption as the risk factor can explain a surprisingly large fraction of the total cross-sectional variation in deviation from UIP. The capital asset pricing model (CAPM) proves to be similarly successful if the model is upgraded by an additional factor capturing coskewness with equity market returns. In view of these results, betting against UIP appears to be a bold venture because excess returns simply reflect risk premia.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Baumberger, Jörg (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Söderlind, Paul (Prof. PhD)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Wirtschaftswissenschaften

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


15.09.2008

Erstellungsjahr (yyyy)


2008

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


3513

Quelle



PDF-File


dis3513.pdf

Dokumentverknüpfung


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