Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


nein

Titel


Determinants of M&A Activity and Control Concept : —Firm Characteristics as Economic Indicators for Control in Business Combinations—

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Gutsche, Robert

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


07.10.1978

Geburtsort


Berlin, Germany

Matrikelnummer


08615551

Schlagwörter (GND)


Unternehmenszusammenschluss; Mergers and Acquisitions

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)


Unternehmenszusammenschlüsse; Beherrschungsmöglichkeit; Unternehmenseigenschaften

Freie Stichwörter (englisch)


Business Combinations; Control; M&A; Firm Characteristics

Kurzfassung


Aus Sicht der Rechnungslegung sind die Feststellung eines Unternehmenszusammenschlusses und die damit verbundene Bestimmung des Erwerbers zu Konsolidierungszwecken von zentraler Bedeutung. Das als ökonomischer Erwerber identifizierte Unternehmen muss die Fair Values der Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Unternehmens bilanzieren sowie einen aus dem Unternehmenszusammenschluss möglicherweise entstehenden Gewinn oder Verlust erfassen, um damit die aus dem Unternehmenszusammenschluss entstehenden wirtschaftlichen Verhältnisse abzubilden.
IFRS und US-GAAP bestimmen den Erwerber nach dem Kriterium der Beherrschungsmöglichkeit. Sie unterstellen dabei implizit, dass Beherrschung die dem Zusammenschluss zugrunde liegende ökonomische Realität approximiert und sich auf dieser Basis die wirtschaftliche Substanz des Zusammenschlusses erfassen lässt.
Die vorliegende Arbeit geht davon aus, dass die ökonomischen Gründe eines Zusammenschlusses weitestgehend durch die relativen Firmeneigenschaften der beteiligten Unternehmen dargestellt werden können und dass Firmeneigenschaften somit einen praktischen, heuristischen Nutzen für die Validierung des nach dem Beherrschungskonzept zu bestimmenden Erwerbers bieten. Aus diesem Grund untersucht die vorliegende Arbeit die Rolle von Firmeneigenschaften bei der Identifizierung des Erwerbers in Unternehmenszusammenschlüssen. Im Rahmen der Analyse wird zunächst der regulatorische Rahmen dargestellt und gewürdigt. Im Anschluss wird ein theoretischer Bezugsrahmen entwickelt, der bestehende theoretische Ansätze systematisiert und verbindet. Auf dieser Grundlage werden die Befunde vorhergehender empirischer Forschungsarbeiten erfasst und eine eigene empirische Analyse durchgeführt. Die so gewonnenen Erkenntnisse werden dann hinsichtlich normativer Empfehlungen diskutiert.
Die vorliegende Arbeit zeigt, dass das Beherrschungskriterium grösstenteils mit der ökonomischen Motivation für Unternehmenszusammenschlüsse übereinstimmt. Allerdings erklären die von relativen Firmeneigenschaften erfassten ökonomischen Motive nicht die Beherrschung im Fall eines umgekehrten Unternehmenszusammenschlusses.
Generell sind erwerbende Unternehmen grösser, profitabler, höher bewertet und weniger verschuldet als erworbene Unternehmen. Erworbene Unternehmen weisen ein Ungleichgewicht von finanziellen Ressourcen und Wachstum auf; Sie haben einen höheren Anteil freier Cashflows und geringeres Wachstum der Bilanzsumme. Die Liquidität variiert mit der Art der Vergütung des Kontrollerwerbs (liquide Zahlungsmittel oder Aktien des Erwerbers).
Firmeneigenschaften dürften somit bei der Identifizierung des Erwerbers eine wertvolle Orientierungshilfe darstellen, da sie potenziell die Beurteilung der Beherrschungsmöglichkeit validieren und mit der Feststellung und Prüfung der Beherrschungsmöglichkeit beauftragte Personen in ihrer Entscheidungsfindung unterstützen können.

Kurzfassung (englisch)


The identification of a business combination and the designation of which firm is the acquirer and which is the target, the acquiree, are important from an accounting perspective. In order to reflect the economic substance of the transaction, the identified acquirer must report the fair value of the acquiree's assets and liabilities and any applicable gain or loss.
IFRS and US-GAAP determine the acquirer in business combinations by comparing the control power that a firm has over another firm. In doing so, the standards implicitly assume that the ability to control an acquiree is the best approximation of economic rationales for a business combination.
This study presumes that economic rationales for business combinations are largely captured by relative firm characteristics, and that firm characteristics can be used to validate the determination of the acquirer by the control concept. Therefore, this study analyzes the role of firm characteristics in identifying the acquirer in business combinations. The analysis proceeds as follows. First, the regulatory background is reviewed. Second, a theoretical framework for further investigation is provided by reviewing merger theories and the related acquisition likelihood hypotheses. Third, a meta-analysis of findings in prior empirical takeover activity studies is performed. Fourth, an empirical study on the control concept is conducted by using firm characteristics of the acquirer and the acquiree to analyze the extent to which relative firm characteristics reflect the control assessment in business combinations.
The general findings suggest that control is largely consistent with the economic motivation for mergers and acquisitions, and that firm characteristics of the acquirer and the acquiree reflect these motivations. Hence, firm characteristics are possible indicators for control in business combinations. However, economic indicators do not reflect accounting control for reverse acquisitions.
Acquiring firms are larger, more profitable, higher valued, and less levered than their acquirees. Compared with their acquirers, acquirees have an imbalance of financial resources and growth, larger free cash flows, and lower asset growth. Relative liquidity varies depending on the type of consideration transferred in exchange for control (cash or stock).
If standard setters provided these firm characteristics in their guidance on accounting control, it would beneficial for professionals, stakeholders, and auditors as well as other users of consolidated financial statements.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Berndt, Thomas (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Storck, Alfred (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Betriebswirtschaftslehre (PMA)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


18.02.2013

Erstellungsjahr (yyyy)


2013

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4082

Quelle



PDF-File


dis4082.pdf

Dokumentverknüpfung


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letzte Änderung: 01/15/2013 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]