Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


ja

Titel


Customer Knowledge and User Knowledge in Innovation of Complex Products in B2B Firms

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Abrell, Thomas

Unter Mitarbeit von



Geburtsdatum


21.02.1986

Geburtsort



Matrikelnummer


13622618

Schlagwörter (GND)


Innovation

DDC (Dewey Decimal Classification)


Allgemeines, Informatik, Informationswissenschaft - 000

Freie Stichwörter (deutsch)



Freie Stichwörter (englisch)


innovation; user knowledge; complex products; cops; user-centred innovation

Kurzfassung


Die Industriegüterbranche befindet sich im Wandel. Neue digitale Technologien haben das Potenzial, die Marktstellung etablierter Unternehmen in Frage zu stellen, während sich gleichzeitig die Marktanforderungen rapide verändern. Hersteller von Industriegütern können neue Marktanforderungen durch Fokussierung auf Kunden- und Nutzerbedürfnisse ableiten, haben jedoch Schwierigkeiten, die Nutzerbedürfnisse zu erheben und in neue Produkte zu übersetzen. Diese Dissertation untersucht die Rolle von Kunden- und Nutzerwissen sowie die Verwendung von Nutzerwissen für Innovation komplexer Produkte aus der Perspektive von Industriegüterherstellern. Die Dissertation besteht aus vier einzelnen Studien, die von empirischen Daten aus fünf Industriegüterherstellern gestützt werden und verwendet eine wissensbasierte Unternehmenssicht als theoretische Basis. Die Studienresultate beleuchten die Rolle von Kunden und Nutzern in digitaler Innovation, die eine besondere Herausforderung für Industriegüterhersteller darstellt. Kundenwissen liegt hauptsächlich explizit vor und hilft dabei, kurzfristige Innovationspotenziale zu erschliessen, während Nutzerwissen hauptsächlich implizit vorliegt und langfristige Innovationspotenziale aufzeigen kann. Da in diesem Kontext Entwicklungszyklen lang und Produkte komplex sind, stehen die Hersteller oftmals vor der Situation, dass sie die Wichtigkeit von Nutzerwissen zwar erkennen, dieses aber nicht in benutzerfreundliche Produkte umsetzen können. Neben der Anerkennung des Wertes von Nutzerwissen müssen Hersteller dieses Wissen akquirieren sowie in ihre eigene Wissensbasis überführen.
Diese Dissertation erweitert die aktuelle Forschung zu Nutzerinnovation, indem sie unterschiedliche Arten von Kunden- und Nutzerwissen aufzeigt und verschiedene Vorgehensweisen identifiziert, mit denen Industriegüterhersteller digitaler Innovation begegnen. Es werden Unternehmensfähigkeiten dargelegt, die der praktischen Verwendung von Nutzerwissen in Form von Zielen und Vorgehensweisen im Innovationsprozess dienen. Durch das Aufzeigen sechs verschiedener Quellen von Nutzerwissen wird eine abgestufte Forschung in Bezug auf Nutzer in Innovationsprozessen ermöglicht. In der Praxis sollten Firmen strategische Unternehmenseinheiten bilden, die umfassende Nutzerstudien durchführen, um Nutzerbedürfnisse vollkommen zu verstehen und proaktiv neue Lösungen vorzuschlagen. Dabei sollten diese Firmen zwischen Wissen von und über Kunden sowie Nutzern unterscheiden, „Unternehmer im Unternehmen“ mit Nutzer-Hintergrund fördern und Menschen im Unternehmen für Nutzerwissen sensibilisieren. Zudem sollten Firmen ihre Prozesse anpassen, um Nutzerwissen einzubinden und dieses Wissen iterativ in unterschiedlichen Produktentwicklungsphasen zu berücksichtigen.

Kurzfassung (englisch)


Business-to-business (B2B) manufacturing of complex products is in flux. New digital technologies have the potential to disrupt incumbent firms in the B2B manufacturing industry, and to enable innovative solutions beyond established industry boundaries. At the same time, market needs are changing fast. Manufacturing firms can derive market needs by focusing on their customers and users, but eliciting and translating user needs is challenging, as needs-related knowledge resides outside the firm and is dependent on the situation and context. The present dissertation investigates the role of customer and user knowledge and the utilisation of user knowledge in the innovation of complex products from the perspective of B2B manufacturing firms. It consists of four individual studies that are based on empirical data from five European B2B manufacturing firms and adopts the knowledge-based view as a theoretical lens.
The findings shed light on the role of customers and users in digital innovation, which is a novel field both for manufacturing firms and their customers. The research finds a difference between customer knowledge, which tends to be explicit and to provide primarily short-term guidance for innovation, and user knowledge, which tends to be tacit and to provide long-term guidance for digital innovation. As development cycles are long and products are complex in this environment, B2B firms often recognise the value of user knowledge in innovation, yet they fall short in implementing it in user- centred products. Firms not only must recognise the value of user knowledge, but also acquire it and assimilate/transform the knowledge to fit their knowledge bases. To help these firms utilise user knowledge, six different user knowledge sources are identified.
This dissertation extends current research on user innovation by outlining the types of customer knowledge and user knowledge, their roles when firms approach novel challenges like digital innovation, and the related practices firms adopted. By identifying the capabilities required for utilising user knowledge and related managerial goals and practices, as well as sources of user knowledge, the study sheds light on how user knowledge is used in complex product innovation. The study's managerial implications suggest that firms build structures for the strategic exploration of end users’ knowledge in order to understand users’ needs fully and to find new solutions proactively. B2B manufacturing firms must distinguish carefully between user and customer knowledge, support user corporate entrepreneurs, and ensure the utilisation of user knowledge by focusing on sensitising people, designing processes for utilising user knowledge, and implementing this knowledge iteratively until the final product is developed and commercialised.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Brenner, Walter (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


vom Brocke, Jan (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Betriebswirtschaftslehre (PMA)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


18.09.2017

Erstellungsjahr (yyyy)


2017

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4642

Quelle



PDF-File


dis4642.pdf

Dokumentverknüpfung


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letzte Änderung: 09/19/2017 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]