Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


nein

Titel


Arm For Peace

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Pfister, Sharon

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


30.12.1981

Geburtsort



Matrikelnummer


01655943

Schlagwörter (GND)


Abschreckung; Konflikttheorie; Strategie; Spieltheorie

DDC (Dewey Decimal Classification)


Politik - 320

Freie Stichwörter (deutsch)


Verhandlungstheorie; Wettkampftheorie

Freie Stichwörter (englisch)


Bargaining Theory; Winner-Takes-All Contest

Kurzfassung


In Zeiten des Friedens laesst sich schwer begruenden, warum ein Land aufruesten soll, noch schwieriger wird die Argumentation, wenn darueberhinaus auch noch vollkommene Information ueber die friedvolle Situation vorherrscht. Wenn ein nicht-kooperativer Spieler Krieg in Form eines Winner-Takes-All Wettkampfs und einem Nicht-Nullsummenspiel ausloesen kann, dann gibt es starke Anreize, sich fuer den Krieg zu ruesten.

Trotzdem ruesten sich zwei symmetrische Spieler fuer Frieden in hier vorgeschlagenen drei Modellen. Alle diese Modelle versuchen zu erklaeren, warum man sich fuer (sicheren) Frieden ruestet. Darum strebt jedes Modell bewaffnete Nash-Gleichgewichte in reinen Strategien an und behandelt zwei Entscheidungen fuer zwei symmetrische Spieler: Zum einen entscheiden sie sich, wie stark sie aufruesten wollen und zum andern auch darueber, ob sie mit einem Angriff einen Krieg selbst ausloesen wollen oder nicht.

Im ersten und zweiten Modell werden diese Entscheidungen in zwei Stufen getroffen: Die Spieler waehlen zuerst, wieviel sie in Aufruestung investieren wollen, dann beobachten sie deren gegenseitige Bewaffnung, und dann beschliessen sie, ob sie angreifen wollen oder nicht. Zwei unterschiedliche Konzepte fuer gegenseitige Abschreckung fuehren zu sicherem, bewaffnetem Frieden in je einem zweistufigen Modell. Im dritten Modell gibt es nur eine Stufe, weshalb dieses Modell zugleich auch die Thematik von imperfekter Information behandelt.

Ein Vergleich dieser drei Herangehensweisen an bewaffneten Frieden vertieft das Verstaendnis darueber, welche Rolle Informationen fuer Kriegsausbrueche spielen.

Die drei Modelle unterscheiden sich in ihren Kerngedanken und Schluesselaussagen wie folgt:

1) Das erste Modell argumentiert, dass es zu gegenseitiger Abschreckung kommen kann, weil die Spieler sich gegeneinander versichern moechten, falls durch Zufall ein Spieler auf Kosten des anderen vom Glueck beguenstigt wird. Die effektive Konfliktstaerke wird durch einen das Waffenarsenal betreffenden, zufaelligen Schock beeinflusst. Infolge des Schocks bekommen die Spieler einen Anreiz, sich auf jeden Fall zu ruesten, auch wenn sie spaeter kooperieren wollen.
2) Das zweite Modell argumentiert, dass es zu gegenseitiger Abschreckung kommen kann, weil die Spieler eine totale Zerstoerung zu verhindern versuchen, sobald sie mit einem zwar noch aber eben beschraenkt ausuebbaren Zweitschlag einen Erstschlag vergelten koennen. Das Modell versucht zu argumentieren, wann ein Spieler dem anderen nicht mit einem Angriff zuvorkommen will.
3) Das dritte Modell argumentiert, dass Friedenserhalt militaerische Staerke fuer Verhandlungen benoetigt, sobald es Verhandlungsmoeglichkeiten gibt. Solche Verhandlungsmoeglichkeiten fuehren zwar zu Frieden, allerdings kann dieser nicht mehr unbewaffnet sein.

Schliesslich laesst sich mit einer bewaffneten Friedenssituation auch ein Praeventivkrieg besser verstehen. Denn ist erst einmal ein bewaffnetes Friedensgleichgewicht gefunden, kann es in seiner Stabilitaet wiederum hinterfragt werden.

Kurzfassung (englisch)


Peace does usually not offer a rationale for arming. Rather, war - an intention to attack - leads to incentives to arm. This thesis simplifies war into two interacting and utility-maximizing states and, thus, models a winner-take-all-(that-is-left) contest, a nonzero-sum game of two players. The core chapters argue why players may indeed arm for peace. Each model sets out to make two decisions, how much to prepare for a potential conflict and whether to initiate it. In the first and second model, the decisions are split into two stages. The players first decide how much to arm. They then observe both armaments and make their decision on whether or not to attack. For the two-stage models, two different mutual deterrence concepts lead to certain armed, peaceful equilibria. In a third model, the two decisions happen during one stage, allowing for imperfect information. Comparing all three approaches also sheds light on the role of information in the outbreak of wars. The three models differ in their key thoughts and results as follows.

1) The first model argues that mutual deterrence occurs because the players want to insure themselves against bad luck which leads to an incentive to invest in arms even when the player's strategy might be to cooperate later.
2) The second model argues that mutual deterrence occurs when stopping an arms race.
3) The third model argues that peacekeeping requires military strength to bargain in the event that such an option exists. Yet, as soon as engaging in a negotiation is possible, unarmed peace can no longer be maintained.

Finally, a situation of armed peace also helps in understanding preventive attacks. Being now equipped with a peaceful yet armed equilibrium, the stability of the equilibrium can be questioned over time.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Sunde, Uwe (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Powell, Robert (Prof. PhD)

Erweitertes Diss. Komitee


Föllmi, Reto (Prof. Dr.)

Fachgebiet


Economics and Finance (PEF)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


17.02.2014

Erstellungsjahr (yyyy)


2013

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4200

Quelle


Bei Springer, ISBN: 978-3-658-03952-3

PDF-File


dis4200.pdf

Dokumentverknüpfung


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