Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


nein

Titel


The Role of Third Party Certification in Improving Small Farmer Livelihoods

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Paschall, Melissa

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


31.08.1977

Geburtsort



Matrikelnummer


07615065

Schlagwörter (GND)


Fairer Handel; Zertifizierung; Kleinbauer

DDC (Dewey Decimal Classification)


Sozialwissenschaften - 300

Freie Stichwörter (deutsch)


Zertifikation

Freie Stichwörter (englisch)


Certification; smallholders; fairtrade; development; sustainability; livelihood; farmers

Kurzfassung


Zwischen 1,5 und 3 Milliarden Arme in der Welt sind Kleinbauern. In den letzten Jahren ist die Fairtrade Zertifizierung ein beliebtes Instrument zur Verbesserung ihrer Lebensgrundlagen geworden. Der Erfolg des "Fairtrade Label" hat zu Hunderten weiteren Zertifizierungsprogrammen angeregt. So sind zunehmend zertifizierte Produkte über den Handel verfügbar. Jüngste Untersuchungen und Berichte konnten jedoch nicht den Nachweis erbringen, dass solche Programme für die Kleinbauern wirklich erfolgreich sind. Dies hat zu einer Diskussion darüber geführt, ob sie überhaupt ein effektives Mittel zur nachhaltigen Entwicklung darstellen. Diese Untersuchung vertritt die Auffassung, dass quantitative Varianzanalysen von einer falschen Frage ausgehen. So wird untersucht, ob die Zertifizierung kleinen Landwirten im Durchschnitt hilft. Stattdessen vertritt diese Arbeit die Meinung, dass die Zertifizierung manchmal wirksam und manchmal unwirksam ist. Sie geht der Frage nach, wann und unter welchen Umständen Vorteile erreicht werden oder erreicht werden könnten. Diese Untersuchung vertritt einen Prozessansatz und führt vier detaillierte explorative Fallstudien durch, basierend auf direkter Beobachtung. Die mit ihrer Hilfe ausgearbeiteten Theorieansätze werden durch Interviews und Analysen von weiteren Fallstudien ergänzt und verfeinert. Die Ergebnisse zeigen, dass Zertifizierungsprogramme in unterschiedlicher Weise herausgefordert werden (top down vs bottom up in der Lieferkette). Top down Zertifizierungsprogramme erzeugen Druck in Richtung einer effizienten Zertifizierung von Kleinbauern, berücksichtigen aber eher weniger den unmittelbaren Nutzen für diese Landwirte.
Die Forschung in dieser Studie zeigt auf, dass Zertifizierung wertvoll sein kann als "Nischenstrategie", das heisst, für manche Kleinbauern und manche Produkte, sie ist aber unangemessen als "Mainstreamstrategie", also für alle Kleinbauern oder für alle Produkte. Wohl können manche Hauptelemente der Zertifizierung sowie "Co-Investments" zu einer breiteren Armutsbekämpfung eingesetzt werden, die Zertifizierung als solche führt jedoch nicht unbedingt zur Erreichung dieses Ziels.

Kurzfassung (englisch)


Between 1.5 and 2 billion of the world's poor are small farmers. In recent years, voluntary certification has become a popular tool for improving their livelihoods. The success of the Fairtrade label has inspired hundreds of other sustainable-sourcing schemes, and certified products are increasingly available in mainstream retail outlets. Recent impact studies, however, have failed to demonstrate consistent farmer benefits from certification, leading to a debate among practitioners as to whether it is an effective development tool. This paper takes the view that quantitative variance studies pose the wrong question: they implicitly ask whether certification helps farmers on average. Instead, this paper assumes that certification is sometimes effective and sometimes ineffective, and asks when and how potential benefits can be realized. In doing so, the study takes a process approach, examining events as they unfold in four in-depth case studies based in part on participant-observer research. The theories that emerge from these exploratory cases are then refined based on interviews with key informants and analysis of secondary case studies. Findings are that certification faces different challenges when driven from the bottom of the supply chain upwards versus from the top of the supply chain downwards, and that a recent shift toward the latter has resulted in pressure to certify farmers efficiently but may place less emphasis on whether farmers truly benefit from the certification. The research further points to certification's value as a niche strategy, i.e. for addressing the needs of some small farmers and some products, but its inappropriateness as a mainstream approach, i.e. for all smallholders or all products. To work more broadly toward poverty alleviation, some of the key elements of certification and its common co-investments may be adopted, but not necessarily in the context of certification.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Wüstenhagen, Rolf (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Senge, Peter (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Betriebswirtschaftslehre (PMA)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


18.02.2013

Erstellungsjahr (yyyy)


2013

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4101

Quelle



PDF-File


dis4101.pdf

Dokumentverknüpfung


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