Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


nein

Titel


Reverse Innovation : Insights from Western Medical Equipment Manufacturers in China

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Widenmayer, Bastian Ludwig Paul

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


09.01.1981

Geburtsort



Matrikelnummer


08617573

Schlagwörter (GND)


China; Medizintechnische Industrie; Produktentwicklung; Angepasste Technik; Forschung und Entwicklung; Multinationales Unternehmen

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)


F&E Management; Globale F&E

Freie Stichwörter (englisch)


R&D Organization; Frugal Innovation; Global R&D; Subsidiary Management; Multinational Corporation

Kurzfassung


In den letzten Jahren konnten Firmen aus Schwellenländern ihre Marktanteile sowohl in Industrie- als auch in Schwellenländern durch Reverse Innovation vergrössern. Reverse Innovation bezeichnet dabei schlichte, frugale Produkte, die in Schwellenländern entwickelt und auch in Industrieländern vermarktet werden. Ihr Erfolg gefährdet den weltweiten Marktanteil westlicher multinationaler Unternehmen (MNC), da sich diese traditionell nur auf fortschrittliche Produkte für die wenigen, wohlhabenden Kunden an der Spitze der ökonomischen Pyramide konzentriert haben.
Das Phänomen Reverse Innovation wird aktuell in Wissenschaft und Praxis stark diskutiert. Bisherige Erkenntnisse beschränken sich jedoch auf die Beschreibung anekdotischer Beispiele. Die Frage, wie westliche MNCs erfolgreich Reverse Innovation fördern, um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist unbeantwortet.
Bestehende wissenschaftliche Literatur kann bislang nur beschränkt Erkenntnisse liefern. Darüber hinaus stellt Reverse Innovation bisherige theoretische Annahmen des Produktlebenszyklus in Frage. Traditionell basieren Innovationen auf neuen Technologien. Diese diffundieren von Industrie- hin zu Schwellenländern.
Basierend auf den empirischen Daten von vier Fallstudien westlicher Medizintechnikunternehmen bietet die vorliegende Arbeit eine Konzeptualisierung von Reverse Innovation. Sie gibt detaillierte Einblicke in Entscheidungs- und Umsetzungsstrukturen, welche Reverse Innovation fördern.
Die Ergebnisse zeigen, dass Reverse Innovation auf zwei voneinander unabhängigen Prozessen basiert: der Entwicklung von frugalen Innovationen für Kunden mit begrenzten Ressourcen und der anschließenden globalen Vermarktung. Frugale Innovationen werden durch die Niederlassung im Schwellenland entwickelt, die einzigartige Fähigkeiten für deren Entwicklung besitzt. Die Entwicklung beinhaltet technologisches und marktbasiertes Wissen. Beide Wissensarten werden unterschiedlich innerhalb des MNCs gemanagt. Westliche MNCs implementieren duale F&E Strukturen, um erfolgreich sowohl high-end als auch frugale Innovationen entwickeln zu können.
Basierend auf den empirischen Ergebnissen wird die Theorie des Produktlebenszyklus erweitert. Innovationen basieren auf einer neuen Value Proposition, die auf neuem Marktwissen und/oder technologischem Wissen basiert. Innovationen können von Schwellenländern hin zu Industrieländern diffundieren.

Kurzfassung (englisch)


Recently, emerging market firms have gained market shares both in emerging and developed markets through pursuing reverse innovation - i.e., good-enough, frugal products developed in emerging markets that are taken to the markets of developed countries. Their success endangers the global market share of Western multinational corporations (MNC) as they have traditionally focused only on advanced products for the affluent few at the top of the economic pyramid.
The phenomenon of reverse innovation has attracted much academic and managerial attention. Nevertheless, extant literature so far has been limited to the description of anecdotal examples, ignoring the question of how Western MNCs successfully facilitate reverse innovation in order to stay competitive.
Current literature on MNC and innovation management is limited to provide insights. Despite this, reverse innovation challenges existing theoretical assumptions of the product life cycle. Traditionally, innovations are based on new technologies that diffuse from developed to emerging markets.
This thesis investigates the raised question by conducting multiple case studies in four Western medical equipment manufacturers. Based on empirical data, the thesis provides a conceptualization of reverse innovation. It reveals detailed insights on decision-making and implementation structures that facilitated reverse innovation.
I find that reverse innovation comprises two independent processes, the development of frugal innovation for resource-constrained customers and its subsequent global diffusion. Frugal innovations are developed by the emerging market subsidiary that possesses unique capabilities pertaining to the development of frugal products. Its development involves technological and market knowledge. Both knowledge types are managed differently within the MNC. Western MNCs implement dual R&D structures to pursue successfully both high-end and frugal innovation types.
Based on the empirical results, I expand product life cycle theory. Innovations are based on a new value proposition that is grounded in new market knowledge and/or technological knowledge. Innovation can diffuse from emerging to developed markets.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Gassmann, Oliver (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Grichnik, Dietmar (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Betriebswirtschaftslehre (PMA)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


18.02.2013

Erstellungsjahr (yyyy)


2012

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4124

Quelle



PDF-File


dis4124.pdf

Dokumentverknüpfung


Link zu diesem Dokument







letzte Änderung: 01/10/2017 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]