Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


ja

Titel


Essays in Empirical Economics

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Liebert, Helge

Unter Mitarbeit von



Geburtsdatum


23.01.1986

Geburtsort



Matrikelnummer


11622297

Schlagwörter (GND)


Gesundheitsökonomie; Ökonometrie; Invalidenversicherung; Screening; Arzt; Kindersterblichkeit; Behinderung

DDC (Dewey Decimal Classification)


Sozialwissenschaften - 300

Freie Stichwörter (deutsch)



Freie Stichwörter (englisch)


Health economics; econometrics; disability insurance; screening; physicians; infant mortality; peer effects; special needs

Kurzfassung


This thesis contains five essays in empirical economics with a focus on health and disability economics. The first chapter examines discrimination against disabled students in the university admission process. We find that students with depression or dyslexia are provided with less information by admission counselors compared to students with physical impairments or students with no disability. The results suggest that general information deficits about health conditions exist. Psychological and learning impairments are less often recognized as disabilities and counselors are unaware of the limitations they entail.

The second chapter evaluates the role of special needs students and inclusive education in schools. In particular, we study the effects of classroom composition on student achievement. We find that higher levels of special needs students in a class lower peers’ performance in a standardized test. The effect is driven by students at the upper end of the special needs distribution which are more likely to disrupt classroom learning. The burden of spillovers is not distributed equally. Students at the lower end of the achievement distribution and other special needs students are most affected. Effects only emerge after several special needs students are grouped in a classroom, leaving scope for policy intervention.

The third chapter investigates the impact of medical screening on individual disability insurance benefit receipt. I show that improvements in medical screening can reduce insurance incidence significantly. Misclassification is tied to difficult-to-diagnose conditions, indicating inaccurate assessments by treating physicians or health status misrepresentation by applicants. Reductions in full pension benefit awards are partly offset by increases in partial benefits. The overall reduction in inflow suggests that wrongful admissions dominate rejection errors if explicit state medical screening for insurance eligibility is absent.

The fourth chapter examines the effect of physician coverage on infant mortality and the incidence of common childhood diseases. The results indicate that increasing the supply of physicians can substantially reduce infant mortality, stillbirths and mortality from gastrointestinal diseases, measles, influenza and bronchitis. We demonstrate that the marginal returns to coverage are nonlinear and decreasing. Physicians can significantly reduce infant mortality, but only in regions where baseline coverage is sparse. Our results also show that potential benefits of sanitation and public health improvements can unravel if medical coverage is insufficient.

The final chapter focuses on the economics of terrorism, departing from the subject of health economics. Most of the existing literature on the determinants of terrorism treats terrorism as a uniform phenomenon and does not distinguish between different types of terror. In contrast, we argue that terror groups of different ideological types should be affected by different determinants as they cater to different grievances, engage in compromise to different degrees and have different organizational constraints. We explicitly address the heterogeneity of terror by classifying groups according to their ideologies and show that the determinants of terror differ strongly between terror types.

Kurzfassung (englisch)


Diese Dissertation umfasst fünf Kapitel und beschäftigt sich vorwiegend mit Themen aus dem Bereich der Gesundheitsökonomie. Das erste Kapitel untersucht im Rahmen eines Experiments die Frage, ob Menschen mit Behinderung bei der Studienberatung systematisch diskriminiert werden. Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen mit psychischer Behinderung oder Lernbehinderungen systematisch weniger Hilfestellung erhalten als Menschen mit physischer Behinderung oder ohne Behinderung. Eine mögliche Erklärung dafür sind Informationsdefizite seitens der Beratungsstellen, deren Mitarbeiter Lern- und psychologische Behinderungen nicht als solche erkennen.

Kapitel zwei erforscht die Auswirkungen inklusiver Klassenzusammensetzung in Sekundarschulen auf den Bildungserfolg von Schülern. Dazu werden Unterschiede in der Anzahl verhaltensauffälliger Schüler mit speziellen Bildungsbedürfnissen in Regelklassen betrachtet. Die Studie ergibt, dass eine höhere Anzahl auffälliger Schüler in einer Klasse den Lernerfolg der Mitschüler negativ beeinflusst. Der Effekt entsteht vorwiegend durch Schüler mit besonders ausgeprägten Verhaltensauffälligkeiten. Ebenso sind nicht alle Schüler gleichermassen betroffen. Leistungsstarke Schüler bleiben praktisch unbeeinflusst, während die Leistungen bereits schwacher oder selbst auffälliger Schüler leiden. Die Resultate weisen darauf hin, dass der Effekt erst entsteht wenn mehrere auffällige Schüler gemeinsam eine Klasse besuchen.

Kapitel drei betrachtet die Bedeutung von medizinischen Untersuchungen als Voraussetzung für den Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung. Die Auswirkungen einer Intensivierung der Untersuchungen durch zusätzliches Personal und erweiterte Befugnisse der Amtsärzte werden untersucht. Die Resultate zeigen, dass intensivere Untersuchungsmethoden die Neuaufnahmequoten deutlich senken. Besonders betroffen sind die Fallzahlen für Krankheitsbilder welche schwierig zu diagnostizieren sind. Mögliche Gründe dafür sind falsche Erstdiagnosen durch Hausärzte oder die Vortäuschung dieser Krankheitsbilder seitens der Anspruchsteller. Sinkende Vollrenten werden zum Teil durch Teilrenten kompensiert. Da die Aufnahmequote insgesamt sinkt, ist zu vermuten, dass die Zahl fälschlicher Gutheissungen der Gesuche um Leistungsbezug die Zahl fälschlicher Abweisungen überwiegt.

Kapitel vier erforscht den Einfluss von Unterschieden in der medizinischen Grundversorgung auf die Kindersterblichkeit. Die Resultate weisen darauf hin, dass eine Erhöhung der Ärztedichte Sterblichkeitsraten deutlich senken kann. Ebenso betroffen sind Todgeburten und die Fallzahlen für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Masern, Influenza und Bronchitis. Eine genauere Analyse zeigt, dass die Grenzerträge einer Angebotserhöhung abnehmen. Eine Ausweitung des Ärzteangebots ist daher nur dort erfolgreich, wo die vorhandene Grundversorgung knapp ist. Eine weitere Implikation des Resultats ist, dass Verbesserungen des öffentlichen Gesundheitswesens durch Hygiene und Infrastruktur auf eine ausreichende Grundversorgung aufbauen.

Das letze Kapitel beinhaltetet eine empirische Analyse der Determinanten von Terrorismus auf Länderebene. Frühere Studien zu diesem Thema betrachten Terrorismus oft als homogenes Phänomen und unterscheiden nicht zwischen den Ideologien welche Terrorakte motivieren. Eine Analyse von Terrorismus verschiedener Ideologieklassifikationen zeigt, dass sich die Determinanten von Terrorismus auf Länderebene deutlich unterscheiden.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Lechner, Michael (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Lalive, Rafael (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Economics and Finance (PEF)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


18.09.2017

Erstellungsjahr (yyyy)


2017

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4676

Quelle



PDF-File


dis4676.pdf

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letzte Änderung: 08/16/2017 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]