Metadaten







Promotionsordnung



Kumulative Dissertation



Titel


Applied Quantile Regression

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Melly, Blaise

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


05.03.1978

Geburtsort


Sierre (VS)

Matrikelnummer



Schlagwörter (GND)


Regressionsschätzung; Quantil

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)


Nichtparametrische Regression; Quantilregression; Nicht- und Semiparametrische Methoden; Lohn; Lohnungleichheiten; Lohnkompression; Diskriminierung

Freie Stichwörter (englisch)


Quantile regression; quantile treatment effect; wage differentials; wage inequality; public and private sectors

Kurzfassung


Quantilregressionen wurden von Koenker und Bassett (1978) eingeführt. Sie können als eine Erweiterung der klassischen Methode der kleinsten Quadrate für den bedingten Erwartungswert auf die Schätzung einer Vielzahl von Modellen für bedingte Quantilfunktionen angesehen werden. Seit ihrer Veröffentlichung wurden die theoretischen Grundlagen der Methode durch eine Vielzahl von Autoren verbessert und in mehreren Richtungen erweitert: Methoden für Zeitreihen-, Überlebens- und Paneldaten, nichlineare, nichtparametrische und multivariate Verfahren.
Im ersten Kapitel werden zwei neue Methoden für die Schätzung von den Effekten eines binären Treatments auf die unabhängige Verteilung der interessierenden Variablen vorgeschlagen. Die erste Methode basiert auf parametrischen Annahmen während die zweite auf einer völlig nichtparametrischen Identifikationsstrategie basiert. Die asymptotischen Eigenschaften von beiden Schätzern werden hergeleitet und analytische Prozeduren für die Schätzung der Varianzen werden vorgeschlagen. Monte Carlo Simulationen zeigen, dass sich diese Schätzer in kleinen und mittleren Stichproben gut verhalten. Eine Anwendung der Methoden auf die Schätzung der Rassendiskriminierung in den USA zeigt, dass man damit neue Erkenntnisse gewinnen kann.
Im zweiten Kapitel wird einen neuen Schätzer definiert, um die Unterschiede zwischen zwei Verteilungen in einem Teil erklärt durch Charakteristiken, einem Teil erklärt durch Koeffizienten und einem Teil erklärt durch Residuen zu dekomponieren. Dieses Verfahren erweitert die Oaxaca-Blinder Dekomposition, die nur den Mittelwert betrachtet, zu einer Dekomposition der gesamten Verteilung. Der kritische Punkt ist die Schätzung der kontrafaktischen Verteilung anhand von Quantilregressionen. Dieser Schätzer wurde angewandet, um die Quellen der Änderungen in den Lohnungleichheiten in USA zwischen 1973 und 1989 zu untersuchen. Im Gegensatz zu dem grössten Teil der Literatur finden wir, dass die Residuen fast keine Rolle in der Erhöhung der Lohnungleichheiten spielen.
Im dritten Kapitel werden die Lohndifferenzen zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor in Deutschland untersucht, wobei die Sektorwahl als endogen betrachtet wird. Das von Chernozhukov und Hansen (2004b und 2006) vorgeschlagene IV Schätzverfahren wird angewandet. Da dieser Schätzer ein zusätzliches Instrument für jede endogene Variable inklusive Interaktionsterme verlangt, wird eine Erweiterung vorgeschlagen. Wenn man annimmt, dass die Sektorwahl exogen ist, sind die Männer in dem öffentlichen Sektor unterbezahlt. Wenn man aber erlaubt, dass die Sektorwahl endogen sein könnte, sind aber die öffentlichen Angestellten überbezahlt. Also gibt es eine positive Selektion in den privaten Sektor, der Sektor mit der grössten Lohnungleichheit, was das Modell von Roy (1951) bestätigt.

Kurzfassung (englisch)


The effects of policy variables on distributional outcomes beyond simple averages are of interest in many research areas and in particular in labor economics. For instance, the distributional conse-quences of minimum wage, training programs and education are of primary interest to policy makers. The ability of quantile regression models, as introduced by Koenker and Basset (1978), to characterize the impact of variables on the whole distribution of the outcome of interest makes them appealing in these economic applications. This technique has recently received a great deal of attention in both theoretical and empirical research. A number of papers propose new models or new estimators that deal with various extensions of the original model: censored quantile regression, instrumental variable quantile regression, nonparametric quantile regression among others. At the same time, there is a rapidly expanding empirical quantile regression literature in economics. Buchinsky (1998), Koenker and Hallock (2001) and Koenker (2005) have recently surveyed this literature. The goals of my thesis are to offer some further improvements that extend the range of applications of quantile regression and to apply quantile regression to questions to which it brings new insights that cannot be obtained with other estimators.
The first chapter proposes estimators of unconditional distribution functions in the presence of covari-ates and derive their asymptotic distribution. Monte Carlo simulations and an application to the black-white wage gap illustrates the usefulness of the estimators. In the second chapter, we use the para-metric estimator defined in the first chapter to reassess the sources of changes in the distribution of wages in the United States between 1973 and 1989 using hourly wage data from the May Current Population Survey (CPS) and from the outgoing rotation groups of the CPS. Unlike most previous studies, we find that residuals account only for about 20% of the total growth in wage inequality. In the third chapter, we apply the instrumental quantile regression model of Chernozhukov and Hansen (2004b and 2006) to examine the wage structure in the public and private sector.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Lechner, Michael (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Fitzenberger, Bernd (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Wirtschaftswissenschaften

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


23.10.2006

Erstellungsjahr (yyyy)


2006

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


3255

Quelle



PDF-File


dis3255.pdf

Dokumentverknüpfung


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