Metadaten







Promotionsordnung



Kumulative Dissertation



Titel


Cross-Cultural Management within Switzerland - An In-depth Case Study of a Swiss Financial Services Company

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Staeheli, Benjamin

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


9.05.1968

Geburtsort


Egnach, Schweiz

Matrikelnummer



Schlagwörter (GND)


Schweiz; Interkulturelles Management; Organisationsstruktur; Führungseigenschaft; Kulturvergleich; Finanzdienstleistungsinstitut

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)


Kulturelle Entwicklung; Sprachregion; Finanzdienstleistungsunternehmen; gesellschaftliche Kultur; organisatorische Kultur; individuelle Kultur; Ist-Situation - Soll-Zustand

Freie Stichwörter (englisch)


Swiss cultures; Business Environment; Societal Culture; Organizational Culture; Individual Culture

Kurzfassung


Diese Fallstudie, die in einem bedeutenden schweizerischen Finanzdienstleistungsunternehmen durchgeführt wurde, versucht über das schweizerische kulturelle Gefälle im unternehmerischen Umfeld Klarheit zu schaffen, und davon Massnahmen abzuleiten. Ausgehend von standardisierten Kulturdimensionen, wurden im Rahmen einer Dissertation an der Universität St.Gallen, die Kulturen dreier Sprachregionen (Deutschschweiz, Romandie und Tessin) auf drei Ebenen - gesellschaftliche Kultur, organisatorische Kultur und individuelle Kultur untersucht. Pro Ebene und Dimension wurde jeweils die heutige Ist-Situation, wie auch der wertgeleitete Soll-Zustand untersucht. Die quantitative Erhebung mittels der genannten Kulturdimensionen wurde durch eine qualitative Untersuchung ergänzt: darin wurden vor allem Interviews geführt und Dokumente analysiert. Die Ergebnisse des quantitativen Teils dieser Fallstudie bringt Unterschiede wie auch Gemeinsamkeiten in den Werthaltungen der verschiedenen Sprachregionen zum Vorschein. Während sich Leistungsorientierung, Zukunftsorientierung, Unsicherheitsvermeidung und Gleichberechtigung von Mann und Frau in den Regionen wenig unterscheiden, weisen Dimensionen wie Machtdistanz, Menschlichkeit, Kollektivismus, und Durchsetzungsverhalten zum Teil erhebliche Unterschiede auf - sowohl auf gesellschaftlicher wie auch auf organisatorischer Ebene. Die qualitative Untersuchung brachte mehr und grössere Unterschiede zum Vorschein: das ausgedehnte Netzwerk und vor allem die Wichtigkeit persönlicher Beziehungen wurden zum Beispiel als Kultureigenschaften des Tessins besonders hervorgehoben. Die Untersuchung der verschiedenen Vorstellungen bezüglich der Eigenschaften von Leadern in den Sprachregionen brachte mehr Kulturunterschiede und Gemeinsamkeiten zum Vorschein. Die gewünschten Leadereigenschaften, die die Regionen am meisten unterscheiden, sind "sensibel", "provokativ", und "vorsichtig". Demnach sollte ein Leader in der französischen Schweiz zum Beispiel bedeutend weniger provokativ als in der deutschen Schweiz sein. Andere praktische Implikationen betreffen einerseits das interkulturelle Bewusstsein (cross-cultural awareness), andererseits aber auch Praktiken wie die Anwendung und Anpassung von Zielsetzungspraktiken innerhalb der Sprachregionen. Diese explorative empirische Untersuchung versucht, mit einer fundierten theoretischen Basis, ein partikularistisches Bild dreier Kulturen in der Schweiz zu zeichnen, und konkrete Massnahmen für die Unternehmung abzuleiten, die täglich mit dem Zusammenspiel dieser Kulturen konfrontiert ist.

Kurzfassung (englisch)


This case study was carried out in a major Swiss financial services company to clarify the impact of Swiss cultures on the business environment and to derive concrete measures from the corresponding findings. The cultures of three of the four Swiss language regions (German-, French- and Italian-speaking Switzerland) where analyzed on three levels - societal, organizational, and individual culture. For each level and dimension two measures where taken: the actual situation (As Is) and the value-driven ideal state (To Be). The quantitative study involving the measurement of standardized culture dimensions was supplemented by a qualitative investigation with interviews and document analysis. The quantitative part of this case study reveals differences as well as commonalities in value orientations of the different language regions. While Performance Orientation, Future Orientation, Uncertainty Avoidance, and Gender Egalitarianism differed only slightly in the regions, other dimensions such as Power Distance, Human Orientation, Collectivism, and Assertiveness differ substantially on both the societal and the organizational level. The qualitative investigation revealed more and larger differences: Italian-speaking Switzerland is, for example, characterized by an expanded network and the importance of personal relations. The investigation of the different leadership prototypes in the language regions revealed more cultural differences and commonalities. The desired leadership attributes that set apart the regions the most are Sensitive, Provocative and Cautious. Therefore, a leader in French-speaking Switzerland, for example, should be significantly less provocative than in in German-speaking Switzerland. Other practical implications concern on the one hand intercultural consciousness (cross-cultural awareness), on the other hand practices like the use and adaptation of goal-setting strategies across language regions. This explorative study tries to draw conclusions on three Swiss cultures with a founded theoretical basis, and to derive concrete and applicable measures for companies that are confronted on a daily basis with the interaction of these cultures.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Hilb, Martin (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Kaufmann, Vincent (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Wirtschaftswissenschaften

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


20.10.2003

Erstellungsjahr (yyyy)


2003

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


2787

Quelle



PDF-File


dis2787.pdf

Dokumentverknüpfung


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