Metadaten







Promotionsordnung



Kumulative Dissertation



Titel


Die Einführung von Wissensmanagement - Untersuchung aus der Perspektive der internen Wissensmanagement-Verantwortlichen am Fallbeispiel einer Konzern-Vertriebsorganisation

Titel (englisch)


The Implementation of Knowledge Management
Thoughts from the perspective of the internal knowledge managers in a case study of a sales organization

Autor/Autorin


Trillitzsch, Uwe

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


25.10.1969

Geburtsort


Plauen, Deutschland

Matrikelnummer



Schlagwörter (GND)


Siemens-Aktiengesellschaft; Wissensmanagement; Vertrieb; Implementation

DDC (Dewey Decimal Classification)


Wirtschaft - 330

Freie Stichwörter (deutsch)


Management; Wissensorganisation; Strategie; Strategieentwicklung; Unternehmensentwicklung / Management; Bewusstseinsveränderung; Fallstudie; Fallmethode; Grounded theory; Qualitative Sozialforschung; Empirische Sozialforschung; Feldforschung; Strategisches Management; Wettbewerbsstrategie; Akteur; Längsschnittuntersuchung

Freie Stichwörter (englisch)


Knowledge Management

Kurzfassung


Wissensmanagement ist in der Lage, strategischer Erfolgsfaktor zu sein, daran lassen empirische Untersuchungen bei Managern kaum einen Zweifel. Andererseits zeigen dieselben Untersuchungen eine große Ernüchterung bei der Einschätzung, wie und wie gut dieses Potential bisher gehoben wurde. Eine Betrachtung wissenschaftlicher Veröffentlichungen bestätigt dies. Während wissenschaftliche Untersuchungen zum Sinn und Potential eines Wissensmanagements einerseits und zu den operativen Instrumenten eines Wissensmanagements andererseits vorliegen, fehlen insbesondere qualitativ-empirische Untersuchungen gelungener Transformationsprozesse. Die Frage, wie Wissensmanagement in einem Unternehmen geschäftsspezifisch, organisationsverträglich und nachhaltig realisiert werden kann, ist bis heute weder konzeptionell, noch empirisch ausreichend beantwortet.
Diese Forschungslücke greift die Dissertation mit einer qualitativen Einzelfall-Langzeit-Fallstudie auf.
In einer Auseinandersetzung mit bisheriger Forschung werden die "Wissensmanagement-Verantwortlichen" als eigentliche Gestalter der Wissensmanagement-Einführung identifiziert, welche die Übersetzung der Wissensmanagement-Ziele in greifbare Strukturen, Prozesse und Ergebnisse vorzunehmen haben. Die Auswahl und Ausgestaltung ihrer Aktivitäten bestimmen im wesentlichen den Erfolg einer Wissensmanagement-Einführung. Die Wissensmanagement-Einführung werden als "wicked messes" eingestuft, welche von hoher dynamischer und Verhaltenskomplexität geprägt sind, und deshalb zu Problemen bei der Verwendung eines klassischen Projektmanagement-Vorgehens mit Pilotierung und Roll-out führen.
Der Autor nutzt für die Untersuchung seine mehrjährigen Erfahrungen als Wissensmanagement-Verantwortlicher in einer Siemens-Konzerneinheit. Er schildert den erlebten Prozess der Selbstfindung und Positionsbestimmung, der beginnenden Arbeit, dem Durchlaufen von Schleifen und Sackgassen sowie erfolgreicher Schritte bis hin zum systematischen Programm-Management. Daran reflektiert er die Ursachen und Bestimmungsgrößen in diesem Prozess und fasst wesentliche Fragestellungen, Erkenntnisse und Einsichten zusammen, die der erfolgreichen Arbeit eines internen Wissensmanagement-Einführungsverantwortlichen zugrunde liegen.
Er schlägt eine 4x4-Matrix vor, mit der die Wissensmanagement-Verantwortlichen ihrer Arbeit strukturieren und ausbalancieren können. Neben der Beeinflussung des Handelns in der Organisation müssen ihre Aktivitäten auch auf das Denken in der Organisation wirken, in einer zweiten Dimension ergänzen sich inhaltlich-spezifische Aktivitäten (die auf das Wissen wirken) mit prozessual-allgemeinen (die auch die Veränderungsfähigkeit wirken). Vernachlässigungen in einzelnen Sektoren gefährden den Erfolg der des Gesamtvorhabens Wissensmanagement-Einführung. Innerhalb der Sektoren werden wesentliche Aktivitäten identifiziert, vorgestellt und diskutiert. So sind beispielsweise "Languaging" als "Anwalt der Wissensperspektive", ein "Knowledge Practice Prototyping", die Bildung eines stimmigen Portfolios aus Knowledge Impact und Knowledge Awareness-Projekten oder die Pflege von "Türöffnern" erfolgskritisch für die Wissensmanagement-Einführung.
Die Nutzung der Matrix und der in ihr erhaltenen Aktivitäten erlaubt es künftigen Wissensmanagement-Verantwortlichen, ihre eigene Arbeit zu strukturieren, zu reflektieren und von den Erfahrungen, die bei der Siemens AG gemacht wurden, zu profitieren.
Neben dieser systematischen Reflexion der Erfahrungen und Aktivitäten bei der Wissensmanagement-Einführung verweist die Arbeit zugleich auf die Einführung anderer strategischer Programme - bei denen eine direkte und vorab geplante Zielerreichung nicht machbar ist - und vertieft die Erkenntnisse zu den Erfolgsfaktoren und Aktivitäten solcher Transformationsprozesse. Dazu werden noch Vorschläge für weitergehende Forschung, welche die mit dieser Untersuchung geschaffenen Grundlagen sinnvoll aufnehmen kann, gemacht.

Kurzfassung (englisch)



Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


von Krogh, Georg F. (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Müller-Stewens, Günter (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Wirtschaftswissenschaften

Sprache


GER

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


29.03.2004

Erstellungsjahr (yyyy)


2003

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


2896

Quelle



PDF-File


dis2896.pdf

Dokumentverknüpfung


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