Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


nein

Titel


Critical Pedagogy and Coaction: Latina Empowerment in a United States Food Organization

Titel (englisch)



Autor/Autorin


Cohen, Jonna

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


19.04.1982

Geburtsort


Denver, Colorado USA

Matrikelnummer


12621991

Schlagwörter (GND)


Latina (Frau); Empowerment; Kulturelles Kapital; Lebensmittelversorgung; Gemeinnützige Organisation; Kooperation

DDC (Dewey Decimal Classification)


Sozialwissenschaften - 300

Freie Stichwörter (deutsch)


Transkulturalität; Ernährung; Kollektivität; Intersektionalität

Freie Stichwörter (englisch)


Power; Latinas; Food; Ancestral Knowledge

Kurzfassung


Die Debatten über Ernährung in den USA sind zahlreich. Stark vertreten ist heute die Ansicht, dass gesunde, biologisch und lokal produzierte Lebensmittel die beste Lösung sind sowohl für Konsumenten als auch für Produzenten und die Umwelt. Besondere Aufmerksamkeit in der Diskussion erhielten in neuester Zeit sogenannte "Nahrungswüsten" (food deserts), das heisst Lebensräume - meist Wohnviertel der "Unterschicht" - in denen die Nahversorgung mit frischen Lebensmitteln nicht gesichert ist. In Reaktion auf dieses Phänomen haben sich unzählige Organisationen formiert. Oftmals von Weissen in neighborhoods of color gegründet, setzen diese Organisationen ihre Agenda und Ideale top down und von aussen nach innen. Dieses Dissertationsprojekt untersucht einen anderen Weg: Das empowerment von Latinas in und um eine Ernährungsorganisation. Empowerment wird in diesem Kontext in Verbindung gebracht mit Kollektivität, Intersektionalität und der Analyse von Machtdynamiken.
Für die Durchführung der Fallstudie wurde eine qualitative, narrative Methode gewählt. Die Latinas selbst wurden zurück ins Zentrum des storytellings gerückt, um ihre gelebten Erfahrungen und ihre Selbst-Identifikation hervorzuheben. Das Dissertationsprojekt untersucht Prozesse und Praktiken des empowerment in einer spezifischen Gemeinde. Anhand der Einbettung der Resultate in die Felder Transkulturalität, Feministische Theorie, Kritische Theorie, Dekolonisation, leadership, Kulturelles Vermögen von Gemeinschaften und Wissensmanagement soll aufgezeigt werden, wie Latinas ihre Stärken und ihr kulturelles Kapital nutzen, um Veränderungen in ihrem Haushalt sowie in ihrer Organisation, in der Gemeinde und in der Gesellschaft hervorzurufen.
Bisher wurde nur wenig über "Koaktion" geschrieben. Die vorliegende Forschung trägt neue Erkenntnisse zur Theorie bei - insbesondere zur Literatur über coactive leadership von Latinas. Die erhobenen Daten sollen Karen Suyemoto und Mary Ballou's Hauptthesen bestätigen: 1) Leadership kann prozessual und kollektiv sein und 2) das Anerkennen von Unterdrückung ist ein kritischer erster Schritt, um Machthierarchien zu dekonstruieren. Zudem möchte die Arbeit anhand einer intersektionalen Perspektive Lücken in Paulo Freire's Ansatz zur kritischen Pädagogik schliessen. Die Schnittstellen von Koaktion und kritischer Pädagogik werden herausgearbeitet und als entscheidende Teilmenge von empowerment verstanden.
Die Resultate der Studie zeigen, dass Latinas leaders sind, auch wenn sie sich selbst anders nennen mögen - zum Beispiel Mitarbeiterin (collaborator), Lehrerin oder Aktivistin. Darüber hinaus wird gezeigt, dass Latinas am besten gegenseitig von einander lernen. Dies wiederum bedeutet, dass die grösste Chance reale Veränderungen zu erreichen besteht, wenn Latinas zusammenarbeiten. Im Fazit der Arbeit werden praktische Anregungen gegeben, wie Organisationen gemeinschaftlich, egalitär und kollektiv geleitet werden können.

Kurzfassung (englisch)


There are innumerable conversations about food in the United States, many of them asserting that healthy, organic, and local foods are best for consumers, producers, and the environment. Special interest has been given to the blight of "food deserts," which exist in underserved, lower-class neighborhoods in the US where food access is an issue of concern. In response, myriad organizations have arisen, often founded by White people in neighborhoods of Color. Those organizations then impose an agenda and ideals from the top down and from the outside in. This project evaluates another approach, not only to food, but to empowerment in and around a food organization, as enacted by Latinas. Empowerment in this context engages collectivity, intersectionality, and an analysis of power.
I take a qualitative, narrative approach to the case study and reposition Latinas at the center of storytelling, thus privileging the women's lived experiences and self-identifications. Through engaging transculturality, feminist theory, and community cultural wealth frameworks, as well as utilizing knowledge management, critical theory, leadership, and decolonial literature, this project explores the processes and practices of empowerment in a particular community. It then broadens the findings to accentuate how Latinas are utilizing their strengths and cultural capital to create change at the household, organizational, community, and societal levels.
I make several contributions to theory. Since little has been written about coaction, this research contributes to literature, particularly pertaining to Latina coactive leadership. Karen Suyemoto and Mary Ballou also frame coaction as theoretical (37). I use data to verify their main findings: that leadership can be processual, collaborative, and collective, and that acknowledging oppression is a critical first step to deconstructing power hierarchies. Further, I remedy gaps in Paulo Freire's approach to critical pedagogy by situating it within an intersectional approach. I also examine the overlap of coaction and critical pedagogy, and position them as subsets of empowerment.
Findings illustrate that Latinas are leaders in their communities, though they may call themselves by different titles such as collaborator, teacher, or activist. Further, data elucidates that Latinas learn best from one another, thus indicating that they have the greatest impact in creating change when working together. The conclusion offers practical suggestions for organizations to become community-led, egalitarian, and collective.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Sánchez, Yvette (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Herrera, Andrea (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Organisation und Kultur (DOK)

Sprache


ENG

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


20.02.2017

Erstellungsjahr (yyyy)


2017

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4585

Quelle



PDF-File


dis4585.pdf

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letzte Änderung: 03/10/2017 - Allgemeine rechtliche Informationen - Datenschutz [ Nach oben ]