Metadaten







Promotionsordnung


PromO07

Kumulative Dissertation


nein

Titel


Prozessökonomie im schweizerischen Recht : Grundlagen, bundesgerichtliche Rechtsprechung und Auswirkungen im schweizerischen Zivilprozess

Titel (englisch)


Procedural Economy in Swiss Law : Basics, case law of the Swiss Federal Court and impacts on Swiss civil procedure

Autor/Autorin


Brändli, Beat

2. Autor/Autorin



Geburtsdatum


12.02.1982

Geburtsort


Baden

Matrikelnummer


02602514

Schlagwörter (GND)


Schweiz; Zivilprozess; Prozessökonomie

DDC (Dewey Decimal Classification)


Recht - 340

Freie Stichwörter (deutsch)


Verfahrensökonomie; ökonomische Analyse des Rechts; Ökonomische Theorie des Rechts; Prozessrecht

Freie Stichwörter (englisch)


Procedural Economy; economic analysis of law; procedural law; civil procedure

Kurzfassung


Der Begriff der Prozessökonomie findet sich immer häufiger in der schweizerischen Rechtssetzung, Lehre und Rechtsprechung. Insbesondere wächst die Erkenntnis, dass die Ressourcen der Justiz nicht unbeschränkt verfügbar sind, sondern dass es gilt, auch diese möglichst haushälterisch einzusetzen. Im Gegensatz zur vermehrten Verwendung des Begriffes der Prozessökonomie steht die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dessen Bedeutung und Anwendungsbereich.
Die vorliegende Arbeit geht in einem ersten Teil auf die Grundlagen der Prozessökonomie ein. Welche Bedeutung kommt diesem Begriff zu? Wer hat den Grundsatz der Prozessökonomie zu beachten? Dabei zeigt sich, dass dem Recht sowie dem Rechtsprozess eine ontologische Funktion als rationaler Konfliktlösungsmechanismus inhärent ist, der dem ökonomischen Prinzip der Effizienz folgt. Prozessökonomie entpuppt sich zudem vereinfacht als blosse Zweckmässigkeit. Der Grundsatz der Prozessökonomie richtet sich ferner an rechtssetzende wie rechtssprechende Behörden gleichermassen.
In einem zweiten Teil wird sodann die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Prozessökonomie analysiert und systematisch aufgearbeitet. Die theoretischen Annahmen des ersten Teils werden durch die bundesgerichtliche Praxis mehrheitlich bestätigt. Prozessökonomie kann positives Recht grundsätzlich nicht derogieren, wirkt aber insb. dort durchschlagend, wo das verfassungsmässige Beschleunigungsgebot zur Anwendung gelangt. Das rechtliche Gehör stellt sich überdies vielfach als Antagonist der Prozessökonomie heraus, hier gilt es heikle Abwägungen vorzunehmen.
Dies wird auch im dritten Teil der Arbeit deutlich, in welchem die prozessökonomische Thematik am Beispiel des schweizerischen Zivilverfahrensrechts vertieft wird. Dabei spielen neben der Verfahrensordnung auch die am Verfahren beteiligten Akteure und deren Organisation eine wesentliche Rolle. Die detaillierte Betrachtung des schweizerischen Zivilprozesses, der mit der neuen Zivilprozessordnung eine schweizweit einheitliche Regelung erfahren hat, fördert insb. etwas zu Tage: die Prozessökonomie ist omnipräsent.

Kurzfassung (englisch)


The expression «procedural economy» can lately be found more frequently in Swiss legislation, doctrine and case law. In particular, there is an increasing awareness of the fact that judicial resources are not unlimited at hand and that they have to be dealt with economically. In contrast to the frequent employment of the expression «procedural economy» there is a lack of scientific debate as to its significance and scope of application.
The first part of this thesis shall examine the basics of procedural economy. What is the meaning of this expression and whom does it address? It will be shown, that laws as well as legal proceedings contain inherent functions that serve as rational mechanisms for dispute settlement and follow an economic principle of efficiency. In a simplified manner, procedural economy means usefulness. Furthermore, the principle of procedural economy addresses both the law-making power and the courts.
In a second part of this thesis, the rulings of the Swiss Federal Court about procedural economy are analyzed and systematically categorized. The theoretical assumptions raised in the first part are principally confirmed by the practice of the Swiss Federal Court. Procedural economy generally can't override the effective law, but it does so in cases where further delay would infringe upon the statutory acceleration order. The right to be heard is often antagonistic to procedural economy; hence, there must be a delicate balance between these two claims.
Such a balance is also seen in the third part of this thesis, where the theme of procedural economy is deepened with the example of Swiss civil procedure. Thereby, besides the body of law, which sets out the rules and standards that courts follow when adjudicating lawsuits, also the participating parties and their organization play an important role for procedural economy. The detailed study of Swiss civil procedure, which is regulated by a new law that applies to the whole country, leads, in particular, to one conclusion: Procedural economy is omnipresent.

Universität


Universität St.Gallen

Referent/Referentin


Nobel, Peter (Prof. Dr.)

Korreferent/Korreferentin


Roberto, Vito (Prof. Dr.)

Erweitertes Diss. Komitee



Fachgebiet


Rechtswissenschaft (DLS)

Sprache


GER

Promotionstermin (dd.mm.yyyy)


16.09.2013

Erstellungsjahr (yyyy)


2013

Dokumentart


Dissertation

Format


PDF

Dissertationsnummer


4138

Quelle



PDF-File


dis4138.pdf

Dokumentverknüpfung


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